Mit Sicherheit gesünder leben
 Startseite / Service / Aktuelles / Gesundheitstipps

Unsere besten Gesundheitstipps für Sie!

Fit und entspannt durch den Winter

Der Winter ist kalt und feucht. Es gibt weniger Sonne und wir sind ständig wechselnden Temperaturen zwischen geheizten Innenräumen und draußen ausgesetzt. Dies setzt unserem Körper zu und schwächt ihn. Damit Sie sich fit halten und Viren und Bakterien keine Chancen haben, geben wir Ihnen ein paar Tipps mit auf den Weg, die Sie schnell und einfach umsetzen können.

Bereits am Morgen fällt es im Winter schwerer aus dem Bett zu kommen. Es ist dunkel und viele quälen sich eher aus dem Bett, als freudig aufzustehen. Versuchen Sie, nach dem Aufwachen nicht lange im Bett zu bleiben, sondern strecken und räkeln Sie sich. Stehen Sie zügig auf. Wenn Sie noch liegen bleiben, kostet es später oft noch mehr Überwindung.
Danach hilft wechselnd warmes und kaltes Wasser, um Ihren Kreislauf richtig in Schwung zu bekommen. Entweder Sie springen unter die Dusche oder waschen Ihr Gesicht mit reichlich Wasser ab. Ein kalter Guss am Ende ist super für das Immunsystem und vertreibt die restliche Müdigkeit.

Nach der belebenden Dusche tut ein vitaminreiches und ausgewogenes Frühstück Ihrem Körper besonders gut. Gerade im Winter sind Vitamine wichtig: Wie wäre es mit frischem Obst und Joghurt, Vollkornbrot oder Müsli? Ob Sie dazu Tee oder Kaffee trinken ist Geschmackssache. Bei Kaffee kommt ihr Kreislauf schneller in Schwung, schwarzer und grüner Tee wirkt langanhaltender als Kaffee.

Achten Sie gerade im Winter auf ausgewogene Ernährung. Essen Sie saisonales Gemüse wie beispielsweise Rosenkohl, Möhren, rote Beete oder Wirsing. Diese versorgen Sie mit vielen Vitaminen und wertvollen sekundären Pflanzenstoffen.

Treiben Sie auch während der kalten Jahreszeit weiterhin kontinuierlich Sport. Machen Sie das, was Ihnen Spaß macht - quälen Sie sich nicht. Am besten drei Mal in der Woche, so bleiben Sie am Ball und gehen fit durch den Winter.

Erste Anzeichen einer Erkältung
Wenn Sie erste Anzeichen einer Erkältung spüren, können Sie folgendes probieren:
·  Schalten Sie einen Gang runter und nehmen bewusst Druck und Stress aus Ihrem Alltag.
·  Spülen Sie Ihre Nase mit physiologischer Kochsalzlösung. Dafür 9 Gramm Kochsalz 
   in 1 Liter Wasser lösen und mit Hilfe einer Nasendusche (gibt es in der Apotheke oder
   Drogeriemärkten) die Nasenschleimhäute gut durchspülen.
·  Inhalieren Sie mit medizinisch hochwertigen ätherischen Ölen aus der Apotheke (z.B. Cineol,
   Fichtennadeln, Minze, Eukalyptus). Entzündungen wird vorgebeugt und die Atemwege werden
   befreit. Trinken Sie viel Wasser und Tee, am besten Erkältungstee. Bei Kopf- und Gliederschmerzen
   tun Lindenblüten- und Holunderblütentee sehr gut. Mit Salbei-, Spitzwegerich- oder Thymiantee
   können Sie Halsschmerzen weggurgeln – sie wirken schmerzlindernd oder desinfizierend.
·  Ein Erkältungsbad bringt Entspannung und kann den Ausbruch einer Erkältung verhindern.
·  ­­Abends hilft Ihnen eine Schwitzpackung: einen halben Liter Lindenblütentee trinken, sofort
   danach in ein feuchtes Laken und eine warme Wolldecke einwickeln und 30 Minuten ins Bett
   legen. Danach den Schweiß kurz abduschen, gut abtrocknen und ab ins Bett. Morgens fühlen
   Sie sich wieder fit und frisch. 

Entspannung tut im Winter besonders gut
Durch Bewegungsmangel und Kälte neigt der Körper gern zu Verspannungen. Spaziergänge an der frischen Luft, auch kurze, helfen bei Mangel an Bewegung. Jeder Schritt an der frischen Luft ist wichtig und tut gut – auch wenn es manchmal schwer fällt.
Für die Entspannung gibt es einfache Tipps, die Sie gut umsetzen können:
·  ein gemütlicher Nachmittag mit einem Buch oder der Lieblingsmusik auf dem Sofa
·  einfach mal Herumtrödeln statt immer nur hetzen
·  ein Bummel auf dem Weihnachtsmarkt oder in der Stadt
·  ein Entspannungsbad mit Kerzenschein
·  auch Sport kann entspannen, z.B. Yoga, progressive Muskelentspannung oder autogenes Training
·  ein Wellnesstag in der Sauna, im Dampf- oder Kneippbad oder im orientalischen Hamam
·  ein Treffen mit Freunden

Pflegen Sie Ihre Füße
Gerade im Winter kommen Ihre Füße selten an die frische Luft. Ständig in dicken Schuhen, Stiefeln und Socken leiden die Füße und Beine viel. Trockene eingerissene Haut kann die Folge sein. Gönnen Sie Ihren Füßen gerne mal eine professionelle Fußmassage oder Pediküre. Laufen Sie zu Hause auch mal barfuß und bewusst auf Zehenspitzen. Stellen Sie sich auf die Spitzen und senken Sie die Fersen wieder ab. 10 Wiederholungen. Das fördert die Durchblutung und freut die Venen.
Massieren Sie Ihre Füße hin und wieder mit Fußbalsam. Das bringt die Durchblutung in Schwung und hilft gegen kalte Füße (häufiger Grund für Erkältungen). Pflegend und entspannend wirkt ebenfalls ein Fußbad mit Meersalz oder pflegendem Olivenöl. Anschließend mit reichhaltiger Fußcreme eincremen. Am besten über Nacht einziehen lassen.

Ein guter Schlaf wirkt Wunder
Wer nicht gut schläft und nachts ständig auf die Uhr schaut, ist morgens müde und nicht erholt. Oft auch anfälliger für Erkältungen. Um gut zu schlafen hilft es, sich viel an der frischen Luft zu bewegen. Wenn die Möglichkeit besteht und das Wetter es zulässt, machen Sie auch im Winter einmal eine kleine Radtour. Danach können Sie auf jeden Fall gut schlafen.
Vor dem Schlafen hilft es auch, richtig abzuschalten. Förderlich ist außerdem ein Schlaftrunk, z.B. warme Milch mit Zimt und Muskat oder auch Buttermilch mit Zitronensaft und winterlichen Gewürzen. Wenn Sie lieber Tee trinken, können Sie sich auch einen beruhigenden Tee aus der Apotheke besorgen. Ein Lavendelsäckchen neben dem Kopfkissen wirkt beruhigend und der Schlaf kommt bestimmt.

Nehmen Sie sich Zeit für richtige und saisonale Ernährung. Hier und da etwas Entspannung und so viel Bewegung wie möglich. Dann kommen Sie fit und entspannt durch den Winter.

Speiseöle und -fette: eine Übersicht

Fette und Öle sind Geschmacksträger. Wir benutzen diese tagtäglich. Entweder als Streichfett auf unserem Brot oder zum Backen, Kochen und Braten. Jedoch ist Öl nicht gleich Öl. Es gibt sehr große Unterschiede. Öle sind bei Raumtemperatur flüssig und Fette sind halbfest und streichfähig.

Einfache Speiseöle sind meistens Mischungen aus verschiedenen pflanzlichen Ölen und raffiniert. Diese werden als Tafelöl, Speiseöl, Salatöl oder Pflanzenöl angeboten. Öle, die aus einer Pflanze gewonnen werden, tragen den Namen der Pflanze: Rapsöl, Sonnenblumenöl, Olivenöl, Kokosöl usw. Hochwertige Öle dieser Pflanzen sind kaltgepresst und entsprechend gekennzeichnet.
Zudem gibt es noch Fette wie Butter, Butterschmalz oder andere tierische Fette (bspw. Schweine- oder Gänseschmalz).
Zu viel Fett oder falsches Fett ist nicht förderlich für die Gesundheit. Aber Fette sind auch unentbehrlich für den Körper. Sie dienen als Energielieferant und sind Träger der fettlöslichen Vitamine A, D, E und K. Wir möchten Ihnen eine Übersicht über die gängigsten Öle und Fette geben. Wir zeigen Ihnen auf, welche gesundheitlichen Aspekte diese haben.

Kaltgepresste und raffinierte Öle
Bei Ölen wird zwischen kaltgepressten (meist nativen, d.h. nicht weiter bearbeiteten) und raffinierten Ölen unterschieden. Kaltgepresstes Öl wird ohne Einwirkung von Wärme gewonnen. Dabei bleiben Vitamine, Geschmack (nussig) und ungesättigte Fettsäuren erhalten. Dadurch sind diese Öle teurer als raffiniertes Öl.
Gute kaltgepresste Öle sollten auch am besten kalt verzehrt werden. Durch hohe Temperatureinwirkungen können sich die Fettsäuren verändern und gesundheitsschädlich werden. Sie eignen sich vor allem für die Zubereitung von Salaten, Vorspeisen und Desserts. Eine Ausnahme ist Kokosöl, das hoch erhitzbar ist.

Raffiniertes Öl (steht meist nicht auf den Flaschen) wird mit unbegrenzter Wärmeeinwirkung bearbeitet oder mit chemischen Lösungsmitteln extrahiert (dazu zählen Entschleimen, Entsäuern, Desodorieren = Entfernung von intensivem Geruch + Geschmack, Bleichen und Polieren). Dabei verliert das Öl Vitamine und an Geschmack (neutral). Allerdings werden auch mögliche Schadstoffe entfernt. Sie sind haltbarer und z.T. höher erhitzbar. Allerdings können bei der Raffination, wie auch beim Erhitzen (überschreiten des Rauchpunktes) ungesunde Transfettsäuren entstehen. Bei Rapsöl beispielsweise werden die guten Omega-3-Fettsäuren durch die Desodorierung in Transfettsäuren umgewandelt. Diese haben einen höheren Schmelzpunkt. Das macht sich z.B. die Lebensmittelindustrie zu Nutze, um streichfähige Fette herzustellen.
Leider gibt es unter den kaltgepressten Ölen auch Öle, die dennoch behandelt werden. Sie verlieren so wieder ihren gesunden Aspekt. Deshalb ist es wichtig, auf hochwertige Bio-Produkte zu achten.

Ungesättigte und gesättigte Fettsäuren
Im Öl finden sich unterschiedliche Fettsäuren. Es gibt ungesättigte und gesättigte Fettsäuren. Bei den ungesättigten Fettsäuren gibt es einfach und mehrfach ungesättigte Fettsäuren.
Die Alpha-Linolensäure ist eine dreifach ungesättigte Fettsäure - auch Omega-3-Fettsäure genannt. Diese Fettsäure kann der menschliche Körper nicht selbst bilden. Sie wird für den Bau von Zellwänden benötigt. Ebenso wird die Konzentration von unerwünschtem LDL-Cholesterin im Blut gesenkt.
Die so genannte Omega-6-Fettsäure Linolsäure ist doppelt ungesättigt und ebenfalls wichtig für den Menschen. Allerdings senkt diese Fettsäure nicht nur das schlechte LDL-Cholesterin, sondern auch das gute HDL-Cholesterin und hemmt die Wirkung der Omega-3-Fettsäuren. Wichtig ist darauf zu achten, dass das Verhältnis dieser beiden Fettsäuren im Öl höchstens 5 : 1 beträgt.

Fette schützen unseren Körper vor Kälte und dienen als Stütze und Polster für unsere Organe. Die richtige Fettauswahl kann das Risiko für Krankheiten senken. Gesättigte Fettsäuren gelten dabei als nicht so gesund, sind aber nicht so schlimm, wie ihr Ruf. So konnten einige Studien zeigen, dass wir getrost auch gesättigte Fettsäuren zu uns nehmen können, ohne dass das LDL-Cholesterin im Blut steigt. Zudem benötigen die Zellen im menschlichen Körper nicht nur ungesättigte sondern auch gesättigte Fettsäuren. Die gesättigten Fettsäuren sind besonders in tierischen Fetten wie Butter und Butterschmalz, auch in Palm- und Kokosfett sowie in Kokosöl zu finden. Omega-3-Fettsäuren können z.B. ohne gesättigte Fettsäuren nicht richtig von unserem Körper aufgenommen werden. Eine gesunde Mischung zwischen gesättigten und ungesättigten Fettsäuren in der Nahrung ist also durchaus zu empfehlen.
Insgesamt ist der tägliche Bedarf an Ölen und Streichfetten für den Menschen relativ gering, allerdings sollten ungesättigte, wie auch gesättigte Fettsäuren in bester Qualität verzehrt werden.

Welches Öl für was?
Hier eine Übersicht mit den wichtigsten Merkmalen zu den gängigsten Ölen:

Natives Olivenöl
-    am besten für kalte Speisen geeignet
-    schützt die Knochen
-    reich an Antioxidantien
-    sättigt schneller als andere Fette
-    hoher Gehalt an einfach ungesättigten Fettsäuren
-    wenig mehrfach ungesättigte Fettsäuren
-    enthält Vitamin E

Kaltgepresstes Sonnenblumenöl
-    am besten für kalte Speisen geeignet
-    enthält viel Omega-6-Fettsäuren
-    wenige Omega-3-Fettsäuren (bitte auf das Verhältnis
     von Omega-3 und Omega-6 achten!)
-    enthält viel Vitamin E

Kaltgepresstes Rapsöl
-    am besten für kalte Speisen geeignet
-    gutes Omega-3-/Omega-6-Fettsäure-Verhältnis
-    reich an Vitamin E
-    wird schneller ranzig

Kürbiskernöl, kaltgepresst
-    enthält viel Vitamin E
-    enthält hochwertiges Eiweiß
-    wird bei Wärmeeinwirkung schnell bitter
-    stärkt Prostata und Blase

Walnussöl, kaltgepresst
-    ausgewogenes Fettsäure-Verhältnis zwischen
     Omega-3 und Omega-6
-    wirkt sättigend
-    reduziert Blutfettwerte
-    pflegt äußerlich angewendet die Haut

Leinsamenöl, kaltgepresst
-    gegen Osteoporose
-    reich an Omega-3-Fettsäuren
-    gut für die Gehirnfunktion
-    reguliert den Blutdruck
-    positive Wirkung auf die Nieren

Butter, Butterschmalz und andere tierische Fette
-    prima auch für warme Speisen geeignet
-    enthalten gesättigte und ungesättigte Fettsäuren
-    unverzichtbar für die Funktion des Gehirns und des Nervensystems
-    Omega-3-Fettsäuren werden durch gesättigte Fettsäuren
     besser vom Körper aufgenommen

Kokosöl
-    hat die Eigenschaften wie Butter/Butterschmalz
-    soll vor Bakterien und Pilzen schützen
-    sehr stabil, kann monatelang bei Raumtemperatur gelagert werden
-    sehr hoch erhitzbar
-    pflegt äußerlich angewendet die Haut

Die sichersten und besten Öle werden aus hochwertigen Rohstoffen aus organischem Anbau gewonnen. Sie werden bei der Verarbeitung vor Hitze, Sauerstoff und Licht geschützt und in dunklen Glasflaschen angeboten. Gesunde Öle und Fette sind gentechnikfrei, wie z.B. Kürbiskern-, Walnuss-, Leinsamen- und Kokosöl. Sie sind alle auf verschiedene Weise wertvoll für die Gesundheit.

Wir möchten Ihnen hier mal noch eine kurze Beschreibung zur Herstellung der vermeintlich „gesunden“ Margarine geben, damit Sie sich selbst ein Bild dazu machen können:
Bei der Hydrogenierung oder Härtung werden aus flüssigen Ölen feste Fette, wie z.B.: Margarine oder Backfette. Margarine wird als pflanzlicher gesunder Ersatz für Butter angeboten. Zur Herstellung werden meist billigste Öle z.B. aus Soja, Mais, Sonnenblumen oder Baumwollsamen verwendet. Diese sind durch die Extraktion bereits ranzig geworden. Die Öle werden mit winzigen Metallpartikeln (in der Regel Nickel-Oxide) gemischt. Sie werden in einem Hochdruck- und Hochtemperatur-Reaktor weiterverarbeitet. Danach kommen seifenähnliche Emulgatoren und Stärke dazu, um die Konsistenz zu erhöhen. Anschließend wird diese Mischung bei nochmals hohen Temperaturen mit Dampf gereinigt. Hier wird der schlechte Geruch entzogen. Diese Margarine ist nun aber sehr grau und muss noch gebleicht werden. Hinzu kommen also noch Farbbeizen und starke Geschmacksstoffe, um der Butter zu ähneln.

Wir empfehlen Ihnen, hochwertige kaltgepresste Bio-Öle für die kalte Küche zu verwenden. Zum Kochen, Backen oder Braten am besten Butter, Butterschmalz oder andere tierische Bio-Fette oder Kokosöl zu verarbeiten. Alles in der richtigen Menge, die gut für Ihre Gesundheit ist.

Antibiotika - Resistenz und Wirkung

Im 19. Jahrhundert konnten Infektionserkrankungen mit der neuen Errungenschaft Antibiotika schnell und unkompliziert behandelt werden. Dass dies einmal zum Problem werden könnte, konnte sich damals niemand vorstellen. Wobei der Entdecker des Penicillins und deswegen auch Nobelpreisträger Alexander Fleming bereits 1945 vor den Folgen warnte, sollte das Mittel unkontrolliert eingesetzt werden. Denn wenn Antibiotika in zu geringen Dosen oder zu kurz eingenommen werden, können die Bakterien resistent werden.

Wie wirken Antibiotika?
Antibiotika sind Substanzen, die bestimmte Mikroorganismen abtöten und ein weiteres Wachstum von diesen hemmen können. Bakterienzellen unterscheiden sich sehr von menschlichen Zellen und können so gezielt mit Antibiotika bekämpft werden. Entweder wird die Zellwand der Bakterien zerstört oder das Mittel greift in den Stoffwechsel ein und verhindert so eine weitere Vermehrung.

Ein Antibiotikum ist umso wirksamer, je besser das eigene Immunsystem funktioniert (in Eiter ist z.B. eine Ansammlung von weißen Blutkörperchen, die die Aufgabe haben, die eingedrungen Bakterien aufzufressen). Die körpereigene Abwehr nimmt im Laufe des Alters ab – eine der häufigsten Todesursachen ab einem Alter von 60 Jahren ist eine bakterielle Lungenentzündung. Und nicht nur ältere und kranke Menschen, auch Alkoholiker und Raucher haben eine verminderte Körperabwehr.

Es gibt verschiedene Antibiotika:
- Breitband-Antibiotika: sind gegen unterschiedliche Arten von Bakterien wirksam
- Schmalspektrum-Antibiotika: sind nur gegen bestimmte Krankheitserreger hilfreich
- Reserve-Antibiotika: Einsatz bei Resistenz gegen andere Antibiotika, eventuell auch bei
   besonders starker Infektion (allerdings entwickeln sich bei diesen Antibiotika sehr schnell 
   Resistenzen)

Was bedeutet eine Antibiotika-Resistenz und was sind die Folgen?
In den meisten Ländern gibt es eine gute medizinische Versorgung. Trotz verschiedener Arten von Antibiotika, sterben weltweit jährlich rund 18 Millionen Menschen an Infektionskrankheiten (vor allem der oberen Atemwege). In Deutschland sind es nach Schätzungen 15.000 Menschen. Die Dunkelziffer könnte aus Expertensicht höher sein. Dass so viele Menschen sterben, liegt auch an den Antibiotika-Resistenzen. Die Krankheitserreger sind sehr flexibel und passen sich schnell an. Sie können z.B. ein Antibiotikum wieder aus der Zelle schleusen oder durch chemische Vorgänge unschädlich machen.
Die Folge von Antibiotika-Resistenzen ist, dass die Heilungschancen mit Antibiotika erheblich schlechter geworden sind.

Wann ist der Einsatz von Antibiotika sinnvoll?
Oft werden Antibiotika unnötigerweise verordnet oder eingenommen. Dadurch wird das Resistenzproblem vergrößert. So sind nur 5% aller Erkältungskrankheiten bakteriell bedingt (der Rest hat virale Ursachen). Dennoch werden zwischen 40-60% mit einem Antibiotikum behandelt!
Ein Antibiotikum sollte nur bei schweren bakteriellen Infektionen mit starkem Krankheitsgefühl und hohem Fieber verordnet und eingenommen werden. Bitte nehmen Sie niemals ein Antibiotikum ohne Rücksprache mit Ihrem behandelnden Arzt ein!
Beim Befall durch Viren oder Pilze helfen Antibiotika nicht. Bei vielen Infektionen ist es so, dass Ärzte nicht unterscheiden können, ob die Ursache für die Erkrankung Viren oder Bakterien sind. Deshalb ist es meist sinnvoll, eine mikrobiologische Untersuchung durchzuführen, auch wenn diese mindestens 48 Stunden dauert. Um festzustellen, um welche Bakterien es sich handelt, müssen Bakterien erst auf Nährböden wachsen. Danach muss eine Resistenztestung durchgeführt werden, um zu ermitteln, welche Antibiotika wirken.

Kann man gegen die Resistenz etwas tun? Kann ich selber etwas tun?
Leider führen Ärzte oft keine mikrobiologische Untersuchung durch und verordnen viel zu schnell Antibiotika. Dadurch werden vollkommen unnötig Antibiotika-Resistenzen erzeugt.
Bakterien sind in der Lage, gegen jedes Antibiotikum Resistenzen zu entwickeln. Nachdem ein neues Antibiotikum auf dem Markt ist, tauchen spätestens ein Jahr später die ersten resistenten Bakterien auf. Und zwar bei Patienten, die mit diesem Mittel behandelt wurden.

Was können Sie selber tun?
Sie können den Arzt/die Ärztin bitten, eine mikrobiologische Untersuchung durchzuführen, damit Sie nicht unnötig Antibiotika einnehmen.
Ebenso sollten Sie von Ihrem Arzt/Ihrer Ärztin nicht fordern, unbedingt ein Antibiotikum zu verordnen. Oft werden Sie dadurch nicht schneller wieder gesund.
Wenn Sie tatsächlich ein Antibiotikum benötigen, sollten Sie es genau wie vom Arzt/von der Ärztin verordnet einnehmen. Die Dosis darf nicht verändert und die Therapie nicht vorzeitig beendet werden, auch wenn Sie sich schon wieder gut fühlen.

Zahnpflege- und Zahnputztipps

Oft stellt man sich die Frage: Reicht es, wenn ich meine Zähne zweimal am Tag putze oder muss ich dreimal putzen und wie lange? Putzt man immer noch mit kreisenden Bewegungen? Welche Zahncreme sollte ich benutzen und welche Zahnbürste ist die richtige?

Die richtige Putztechnik
Wichtig ist, mindestens zweimal täglich nach dem Essen (morgens und abends) die Zähne zu putzen. Ganz bewusst, mit System und am besten immer in derselben Reihenfolge. Im Durchschnitt brauchen Sie rund fünf Minuten, um die meisten Zahnbeläge zu entfernen. Eine optimale Putzdauer ist sehr individuell, da jeder Mensch ein anderes Gebiss hat. Schauen Sie selbst, wie lange Sie brauchen, um alle Zähne richtig zu putzen und keinen Zahn zu vergessen. Das wäre Ihre persönliche optimale Putzdauer. Diese können Sie noch überprüfen, indem Sie nach dem Zähneputzen eine Zahnfärbetablette (erhältlich in Apotheken) kauen. Diese macht die noch vorhandenen Zahnbeläge sichtbar. Falls keine mehr vorhanden sind, haben Sie ihre optimale Putzdauer und Putztechnik getroffen.

Viele Menschen putzen noch mit kreisenden Bewegungen. Diese Putztechnik wird vielfach noch Kindern beigebracht, da diese altersgerecht und einfach ist. Allerdings bleiben viele Erwachsene immer noch dabei. Spätestens wenn alle bleibenden Zähne vorhanden sind, sollte sich auch die Putztechnik ändern. Bei kreisenden Bewegungen besteht die Gefahr, dass die Bakterien und Zahnbeläge eher unter den Zahnfleischrand geschoben werden, als diese zu entfernen. Entzündungen können die Folge sein.
Putzen Sie Ihre Zähne daher vertikal, d.h. vom Zahnfleisch (rot) zu den Zähnen (weiß) weg. Dabei setzen Sie Ihre Zahnbürste schräg am Zahnfleischrand an und führen kleine rüttelnde Bewegungen durch und wischen (fegen) zum Zahn hin aus. Am besten fangen Sie am oberen Kiefer mit den Außenflächen an, gehen dann an die Zahninnenflächen und zum Schluss putzen Sie die Kauflächen. Das Ganze wiederholen Sie dann am unteren Kiefer.
Sie können sich gerne bei Ihrem Zahnarzt über die richtige Putztechnik informieren.

Putzen Sie nicht mit zu viel Druck. Dies kann Ihre Zahnhälse und Ihr Zahnfleisch schädigen. Setzen Sie die Bürste sanft auf und bürsten Sie behutsam. Bei zu viel Druck wird Ihre Zahnbürste bald abstehende Borsten haben.

Achten Sie darauf, nach dem Konsum von säurehaltigen Nahrungsmitteln eine halbe Stunde mit dem Zähneputzen zu warten. Die Säure weicht den Zahnschmelz für kurze Zeit auf. Dieser könnte durch das Zähneputzen geschädigt werden.

Die passende Zahnpasta
Es gibt mittlerweile ein großes Angebot an Zahncremes. Aber welche ist die richtige Zahnpasta? Wählen Sie am besten eine Zahncreme ohne oder mit sehr wenigen Schleifpartikeln, um nicht unnötig den Zahnschmelz anzugreifen. Viel Schleifpartikel sind in Zahncremes für weißere Zähne enthalten. Diese versprechen eine aufhellende Wirkung und entfernen den Belag besser. Allerdings wird dadurch eben auch der Zahnschmelz stärker abgeschmirgelt. Uneingeschränkt zu empfehlen sind solche Zahnpasten demnach nicht – lediglich für zwischendurch sind sie in Ordnung. Hier ist eine professionelle Zahnreinigung beim Zahnarzt die bessere Lösung.
Fast alle Produkte enthalten zudem den Inhaltsstoff Fluorid, ein wirksamer Schutz vor Karies. Sprechen Sie am besten mit Ihrem Zahnarzt über Inhaltsstoffe und passende Zahncremes.

Die perfekte Zahnbürste
Auch die Auswahl an Zahnbürsten ist inzwischen riesig geworden. Es gibt zahlreiche Handzahnbürsten und auch sehr viele elektrische Zahnbürsten. Jeweils mit größeren oder kleineren Bürstenköpfen und weicheren oder härteren Borsten. Beim Zähneputzen spielt die Art der Bürste eine wichtige Rolle. Zahnärzte empfehlen Bürsten in mittlerer Härte. Sollten die Zahnhälse freiliegen, empfiehlt sich eine mit weichen Borsten. Auf jeden Fall sollten die Borsten abgerundet sein.
Achten Sie auf einen kleinen Bürstenkopf, damit Sie auch die Zähne im hinteren Bereich gut erreichen können.
Ob Sie eine Handzahnbürste oder eine elektrische Zahnbürste nehmen, ist Ihnen überlassen. Das richtige Putzen fällt mit der elektrischen Bürste eventuell leichter. Jedoch müssen Sie hier aufpassen, nicht zu viel Druck auszuüben.

Wichtig ist, die Zahnbürste spätestens alle zwei Monate zu erneuern, damit Ihre Zähne perfekt gereinigt werden.

Warum Zahnseide?
Zusätzlich zum Zähneputzen ist es wichtig, einmal täglich – am besten abends nach dem Zähneputzen – Zahnseide zu verwenden. Zahnseide reinigt die Zahnzwischenräume, also dort, wo Ihre Zahnbürste nicht hinkommt. Es kann sein, dass Ihr Zahnfleisch am Anfang blute. Dies lässt aber nach, wenn Sie täglich Zahnseide benutzen. Es gibt gewachste und ungewachste Zahnseide. Die gewachste gleitet besser und hinterlässt meist durch Minze einen frischen Geschmack im Mund. Dafür reinigt die ungewachste Zahnseide besser, ist allerdings bei sehr engen Zahnzwischenräumen schwieriger anzuwenden.
Sollten Sie größere Zahnzwischenräume oder Verbundkronen haben, ist es sinnvoll, Interdentalbürsten zu verwenden. Fragen Sie dazu Ihren Zahnarzt.

Wissenswertes zur Zahnpflege

·  Reinigt die elektrische Zahnbürste besser als eine Handzahnbürste?
   Nein, es kommt auf die richtige Putztechnik an. Die elektrische Zahnbürste ist
   zwar schneller, aber auch diese muss richtig angewendet werden.
·  Wie oft muss ich zum Zahnarzt gehen?
   Regelmäßige Kontrolle ist sehr wichtig. Kinder sollten ihre Zähne in der Regel
   alle sechs Monate kontrollieren lassen und Erwachsene einmal jährlich. So sind
   Sie sicher, dass Zahnschäden schnell erkannt werden.
·  Kann eine Zahnspülung das Zähneputzen ersetzen?
   Nein, das kann sie nicht. Es ist immer besser, die Zähne zu putzen. Unterwegs
   ist es sicher manchmal besser, Zahnspülung zu benutzen, als die Zähne gar nicht
   zu putzen. Ein Ersatz ist die Spülung nicht.
·  Zucker schädigt die Zähne!
   So kann man es nicht sagen. Zucker bietet den zahnzerstörenden Bakterien die
   notwendige Nahrung. Aber nicht nur Zucker, sondern alle kohlenhydrathaltigen
   Nahrungsmittel fördern das Bakterienwachstum, wenn nach dem Essen die Zähne
   nicht geputzt werden.
·  Schädigt Tee die Zähne?
   Tee verfärbt die Zähne mehr als Kaffee, schädigt aber nicht die Zähne. Ungesüßter
   grüner oder schwarzer Tee hat nämlich sogar viele Inhaltsstoffe, die sich positiv auf
   Ihre Zahngesundheit auswirken. Er enthält Fluorid (zur Härtung des Zahnschmelzes)
   und Enzyme, die die Kariesbildung reduzieren können. Zudem sind diese Teesorten
   antibakteriell und entzündungshemmend.
·  Milchzähne müssen nicht so gepflegt werden wie die bleibenden!
   Diese Aussage ist falsch. Auch die Pflege der Milchzähne muss genauso ablaufen
   wie die Pflege der bleibenden Zähne. Dadurch wird sowohl der Milchzahn als auch
   der darunterliegende bleibende Zahn geschützt. Je länger Milchzähne an ihrem
   Platz bleiben, desto besser. Sie sind die Platzhalter für die bleibenden Zähne.
   Zahnfehlstellungen sind nämlich oftmals die Folge von zu früh ausgefallenen
   oder gezogenen Milchzähnen. Beginnen Sie die Zahnpflege bei Babys bereits,
   bevor die ersten Milchzähne wachsen.
·  Meine schlechten Zähne habe ich geerbt! Dies ist meistens eine Ausrede.
   Wir bekommen zwar den Härtegrad des Zahnschmelzes vererbt, bei optimaler
   Zahnhygiene ist das aber unerheblich. Anders sieht es mit der Neigung zur
   Parodontitis aus. Hier spielt die Vererbung eine Rolle. Außerdem übertragen
   uns unsere Eltern Ihre Bakterien aus dem Mundraum.
·  Irgendwann brauchen wir alle die „Dritten“!
   Wenn Sie die Zähne richtig pflegen, stehen die Chancen gut, dass  Sie Ihre
   Zähne ein Leben lang behalten können.

Weitere Informationen zur Zahn-Gesundheit können Sie auch auf unserer Website nachlesen.

Investieren Sie täglich genügend Zeit für die Pflege Ihrer Zähne und achten Sie auf eine gesunde Ernährung. Sie werden sehen, es lohnt sich. Sie können sich so dauerhaft über gesunde Zähne freuen.

Lebensmittel richtig lagern

Oft ist die Situation so: Sie gehen einkaufen, legen die Lebensmittel meist wahllos in den Kühlschrank und der Rest wird noch im Keller, in Schränken oder in der Vorratskammer verstaut. Aber sind so alle Lebensmittel richtig gelagert? Haben Sie sich schon einmal Gedanken darüber gemacht, wie Sie Ihre Lebensmittel wirklich richtig lagern?
Falls Sie Ihre Lebensmittellagerung noch optimieren möchten, dann helfen Ihnen unsere Regeln und Tipps.

Allgemeines und wichtige Regeln zur Lebensmittellagerung
Falsche Lagerung von Lebensmitteln reduziert nicht nur die Haltbarkeit, sondern auch den Nährstoffgehalt. Manche Nahrungsmittel können durch falsche Lagerung sogar gesundheitsschädlich werden, da sie ihre Qualität einbüßen (z.B. Fleisch).
Gehen Sie lieber einmal mehr einkaufen, so haben Sie Ihre Lebensmittel frischer. Bei einem Großeinkauf lagern die Lebensmittel länger und müssen evtl. sogar weggeworfen werden. Am Ende ist es auch günstiger, einmal mehr einkaufen zu gehen.

Generell gilt zunächst für alle Nahrungsmittel eine Lagertemperatur zwischen 0°C und 12°C in dunkler, nicht zu feuchter, frostgeschützter Umgebung.
Lebensmittel, die in den Kühlschrank gehören, sollten möglichst sofort nach dem Einkauf in den Kühlschrank gelegt werden. Immer verpackt, um Austrocknung, Geruchsübertragung oder auch Übertragung von Bakterien, Schimmelpilzen und anderen Keimen zu verhindern.
Um optimale Haltbarkeit und Qualität für Ihre Lebensmittel zu erreichen, sollte jedes Nahrungsmittel an die richtige Stelle im Kühlschrank platziert werden.
Die verschiedenen Fächer und die Kühlschranktür sollten gezielt für die Lagerung genutzt werden. Der obere Bereich ist wärmer als der untere. Warme Luft steigt nach oben, kalte Luft sinkt nach unten. Während im unteren Bereich (über dem Gemüsefach) 2°C herrschen, sind es im mittleren Bereich 5°C und im oberen sogar 8°C. Am höchsten ist die Temperatur im Gemüsefach bei 9°C bis 10°C.

Äpfel und Birnen lagern Sie am besten bei 1°C bis 10°C. Da diese Obstsorten hohe Mengen an Ethylen absondern, sollten sie von anderen Obst- und Gemüsesorten gesondert gelagert werden. Ethylen führt zu Vitaminverlust und zur Beschleunigung der Reifung anderer Obstsorten.

Welche Lebensmittel gehören in den Kühlschrank und wohin?
Das untere Fach (über dem Gemüsefach auf der Glasplatte) ist der optimale Ort für leicht verderbliche Lebensmittel wie Fisch, Fleisch und Wurst. Bitte bewahren Sie diese in geschlossenen Behältern auf, damit der Geruch nicht von anderen Lebensmitteln aufgenommen wird.

Im mittleren Bereich sind Milchprodukte wie Joghurt und Käse sehr gut aufgehoben. Bei Schimmelkäse bitte darauf achten, dass dieser gut verpackt ist, damit der Schimmel nicht auf andere Käsesorten übergeht.

Der obere Bereich ist für fertige Speisen und geräucherte Lebensmittel bestens geeignet.

Das Gemüsefach sollte ausschließlich für Obst, Gemüse und Salate ohne Verpackungen vorbehalten sein. Bei Möhren und Radieschen entfernen Sie bitte immer das Grün.

In die Kühlschranktür gehören Eier, Butter und Getränke.

Welche Lebensmittel gehören nicht in den Kühlschrank?
Nicht in den Kühlschrank gehören exotische Früchte (z.B. Mango, Papaya, Bananen und Ananas) und Zitrusfrüchte (z.B. Orangen, Zitronen, Limonen).
Auch wasserhaltige Gemüsesorten wie Tomaten, Gurken und Paprika sind im Kühlschrank nicht gut aufgehoben. Genauso wie Kartoffeln und Auberginen. Kartoffeln können Sie am besten in der dunklen, kühlen Speisekammer oder im Keller aufbewahren.

Abgesehen von Obst und Gemüse gibt es noch weitere Lebensmittel, die außerhalb des Kühlschranks gelagert werden sollten: geschlossene Konserven, Brot oder Speiseöle. 

Welcher Kühlschrank ist der Richtige?
Bei der Angebotsvielfalt fällt es häufig nicht leicht, sich für den richtigen Kühlschrank zu entscheiden. Wir können Ihnen ein paar Tipps zu Größe und Art des Kühlschranks geben, um Ihnen die Auswahl etwas zu erleichtern.

Wenn der Kühlschrank zu klein ist, dann ist er oft überfüllt und die Luft kann im Kühlschrank nicht mehr richtig zirkulieren. Folglich können die Temperaturen in den einzelnen Bereichen des Kühlschranks nicht mehr gehalten werden. Zudem erhöht sich der Stromverbrauch. Durch die geringere Kühlung können die Lebensmittel ihre Qualität einbüßen und früher verderben.

Neben den normalen Kühlschränken mit den unterschiedlichen Zonen im Innenraum gibt es die No-Frost-Kühlschränke. Diese verfügen über eine dynamische Kühlung, d.h. die Temperatur ist im gesamten Kühlschrank gleich, da die Luft mit einem Ventilator gleichmäßig im Innenraum verteilt wird. Zudem hat dieser Kühlschrank eine Abtau-Automatik, die ein normaler Kühlschrank nicht hat.

Ein Mehrzonenkühlschrank hat, wie der Name schon sagt, mehrere Zonen im Innenraum. Es gibt einen 0-Grad-Bereich mit einer Luftfeuchtigkeit von 50 % für leicht verderbliche Lebensmittel. Ebenso ist ein Feuchtefach vorhanden – 0°C und 90 % Luftfeuchtigkeit – prima für Obst, Salate und Gemüse. Weiterhin gibt es die klassische Kühlzone (5°C bis 8°C) sowie eine Kellerzone (8°C bis 14°C). Hier können Sie beispielsweise Kartoffeln und Zitrusfrüchte lagern. Und es gibt ein Vier-Sterne-Gefrierfach für Tiefkühlkost und zum Einfrieren.

Die Alternativen zum normalen Kühlschrank sind allerdings in der Anschaffung und im Stromverbrauch teurer.

Aufbewahrung nach Temperatur
0°C bis 3°C vertragen gut Schnittlauch, Spinat, Erbsen oder Schwarzwurzeln. Spargel sollte zudem dunkel gelagert werden, d.h. in ein feuchtes Geschirrtuch einschlagen. Ebenso verträgt Beerenobst diese Temperatur. Jedoch sollte dieses nicht länger als drei bis vier Tage aufbewahrt werden.

Bei einer Temperatur von 1°C bis 4°C werden Salate und Kraut, alle sonstigen Arten von Wurzelgemüse, Kohlarten (Blumenkohl, Broccoli u.a.) und Knoblauch gelagert. Diese Gemüsesorten sollten nicht neben Obst liegen, da sie empfindlich auf Ethylen reagieren.
Ihre Frische erhalten Blattgemüse und Artischocken besser, wenn sie in ein feuchtes Tuch eingeschlagen werden.
Erdbeeren sollten immer mit einer Folie abgedeckt werden. Feigen und Kiwis können bei dieser Temperatur sehr lange gelagert werden, sofern sie nicht mit Ethylen in Berührung kommen.

Höhere Temperaturen um die 8°C bis 12°C sind gut für einige Zitrusfrüchte wie Zitronen, Grapefruit oder Limetten, aber auch für Ananas, Mango und Melonen. Ebenso gilt dies für Avocados, Zucchini und Gurken.

Mehr als 12°C brauchen Kartoffeln (diese vertragen überhaupt keine Kälte), Bananen und Papaya. Auch Kürbis lagert gut bei dieser Temperatur, sollte aber unbedingt trocken gelagert werden.

Tipps zur Reinigung des Kühlschranks
· Damit Ihre Lebensmittel im Kühlschrank optimal lagern können,
  ist es wichtig, Ihren Kühlschrank regelmäßig zu reinigen. 
· Leider ist das Klima im Kühlschrank für viele Pilze ein idealer Nährboden. 
  Entfernen Sie daher verdorbene Lebensmittel schnell aus dem Kühlschrank. 
· Um den Kühlschrank zu reinigen reicht es, diesen regelmäßig mit Essigwasser
  auszuwischen, nachdem Sie alle Lebensmittel ausgeräumt haben. Die Essigsäure
  wirkt leicht desinfizierend, dadurch ist eine hygienische Lagerung gewährleistet. 
· Vergessen Sie nicht, Ihren Kühlschrank regelmäßig abzutauen – sofern Ihr
  Kühlschrank keine Abtauautomatik besitzt. Denn durch die isolierende Eisschicht
  im Eisfach erhöht sich die Temperatur im Kühlschrank und Sie haben einen deutlich
  höheren Stromverbrauch.

Sonstige Tipps zur Lagerung und Aufbewahrung von Lebensmitteln
· Frische Kräuter halten am besten, wenn man diese in ein Glas mit Wasser stellt.
  Bei Basilikum darauf achten, dass die Blätter nicht ins Wasser gelangen. Kräuter
  können aber auch im Kühlschrank aufbewahrt werden. Hier gibt man sie feucht
  (nicht nass) in ein Schraubglas. 
· Zwiebeln mögen es dunkel, kühl und trocken. Optimale Temperatur ist 0°C bis 1°C,
  ein kleiner Frost schadet den Zwiebeln nicht. Wenn Sie Zwiebeln mit Lauchsträngen
  haben, können Sie diese zusammenbinden und im kühlen Keller aufhängen. So werden
  sie gut belüftet und halten über Monate. 
· Obst und Gemüse am besten so früh wie möglich und frisch verzehren. Nicht allzu
  lange lagern, um den Vitaminverlust zu reduzieren. Ebenso gilt, je mehr diese
  Nahrungsmittel verarbeitet werden, desto höher der Vitaminverlust. Wenn z.B. Obst
  aufgeschnitten ist, am besten mit Zitronensaft abreiben, damit wird der Vitaminverlust
  reduziert. 
· Obst und Gemüse nicht im Waschwasser liegen lassen, sondern immer unter fließendem
  Wasser abwaschen. So blieben die Vitamine erhalten. Bitte auch erst kurz vor dem 
  Verzehr waschen. 
· Beim Kochen von Obst und Gemüse (auch Kartoffeln) am besten nur wenig Wasser
  verwenden und das Kochwasser gleich mit verwenden. 
· Brot wickeln Sie am besten in ein Küchentuch ein und legen es in den Brotkasten.
  Diesen sollten Sie regelmäßig von den Krümeln befreien und auswischen, denn die
  Brotkrümel fördern die Schimmelbildung. Wenn Sie zu viel Brot gekauft haben und
  dieses gerade nicht verbrauchen können, können Sie es ganz prima einfrieren. Das 
  geht auch gut in Scheiben, die Sie einzeln schnell auftauen können. 
· Einige Milchprodukte können Sie gut einfrieren: fettreicher Käse (Frisch-, Weich- und
  Hartkäse) sowie Butter. Diese tauen Sie am besten langsam im Kühlschrank auf. 

Wir hoffen, wir konnten Ihnen mit unseren Tipps einige Anregungen zur optimalen Lagerung Ihrer Lebensmittel geben!

Tipps und Hilfe gegen Schwitzen

Es gibt verschiedene Gründe, warum wir schwitzen. Entweder weil es zu warm ist, wir uns sportlich betätigen oder weil wir in Situationen kommen, die uns zum Schwitzen bringen. Z.B. bei Prüfungen, Vorträgen oder anderen Situationen, in denen wir locker und souverän auftreten wollen. Das einzige, was sich dabei niemand wünscht: ins Schwitzen kommen. Wir haben ein paar Tipps, was Sie dagegen tun können.

Schwitzen an sich ist ja etwas Gutes. Schweiß reguliert unsere Körpertemperatur. Wir besitzen rund zwei bis vier Millionen Schweißdrüsen. Hauptsächlich in den Achseln, Handinnenflächen, Fußsohlen, an den Ellenbeugen und an der Stirn. Durchschnittlich schwitzt jeder Mensch ca. einen halben bis einen Liter Schweiß am Tag über die Haut aus. Im Sommer kann es auch etwas mehr sein.
Der Schweiß an sich riecht nicht. Die Bakterien, die sich besonders in den behaarten Achselhöhlen aufhalten, zersetzen dessen Bestandteile und bringen so den unerwünschten Geruch hervor.
Um den Schweiß und den Geruch unter den Achseln zu reduzieren, gibt es ein paar einfache Hilfsmittel und Tipps: Dazu zählen Deodorants und Antitranspirantien, die Sie in Drogerie- und Supermärkten kaufen können. Die Deos reduzieren die Bakterien und bekämpfen den unangenehmen Geruch des Schweißes. Für die meisten Menschen reichen diese Produkte vollkommen aus.

Zusätzlich hilft es,
-  direkt nach dem Waschen das Deo zu gebrauchen, damit die Bakterien
   keine Chance haben, sich zu vermehren.
-  regelmäßig schonend die Achselhaare zu entfernen. Die Bakterien haben
   es nicht so leicht, sich zu vermehren und man „riecht“ nicht so schnell.
-  „Schweißblätter“ einzusetzen. Diese werden direkt in der Kleidung unter
   den Achseln eingeklebt (Sie finden sie ebenfalls, wie Deodorants, in
   Drogeriemärkten).
-  auf scharfe Gewürze (z.B. Chili, scharfes Curry) zu verzichten, wenn Sie nach 
   deren Genuss besonders stark schwitzen.
-  Funktionswäsche zu tragen. Diese transportiert die Feuchtigkeit schnell
   nach außen, so kann sie besser verdunsten.
-  im Sommer oder immer wenn es heiß ist, einen Fächer zu benutzen. Der Kopf
   wird gekühlt und dem Gehirn wird ein Signal gesendet, das Schwitzen runterzufahren.

Wer gerne natürliche Mittel gegen Schweißbildung nutzen möchte, kann folgende Methoden versuchen:
Nachgewiesene Wirksamkeit haben:
-  Salbei bekämpft in Form von Tee starkes Schwitzen – gibt es auch als Kapseln oder als Badezusatz
-  Wallnussblätter mit Wasser abkochen, 15 Minuten ziehen lassen und den Sud für Umschläge verwenden
Ungesicherte Wirksamkeit haben:
-  Bockshornklee (die Samen bekommen Sie in der Apotheke) – die Inhaltsstoffe beruhigen
   die Schweißdrüsen – gut geeignet für ein Fußbad oder feuchte Umschläge
-  Eichenrinde als Tee oder Hände/Füße in abgekochter Eichenrinde baden – Gerbstoffe der
   Eichenrinde ziehen die Schweißdrüsen zusammen
-  Tomatensaft – klingt etwas ungewöhnlich, aber Sie können es ausprobieren – zwei Liter
   Tomatensaft in Ihrem Badewasser verringert die Schweißproduktion
Wichtig: Die Anwendung der genannten natürlichen Mittel in der Schwangerschaft und Stillzeit, sowie bei Kindern und Jugendlichen ist nicht ausreichend geprüft. Sie sollte deswegen nur nach Rücksprache mit einem Arzt erfolgen.

Manche Menschen schwitzen immer übermäßig viel und fühlen sich dadurch im Alltag stark beeinträchtigt. Hierbei spricht man von Hyperhidrose. Dafür gibt es auch weitergehende Maßnahmen, die man in Betracht ziehen kann. Dies wären z.B. eine äußerliche Anwendung von Aluminiumchlorid oder eine Iontophorese (Wasserbad für Hände und Füße mit Gleichstrom). Bei schwerer Hyperhydrose kommen z.B. eine Botox-Behandlung (hier werden die Nervenenden blockiert und die Schweißproduktion wird für einen bestimmten Zeitraum gestoppt) in Betracht. Auch eine Saugkürettage (Schweißdrüsen werden in den Achseln abgesaugt – einmaliger Eingriff) schafft Abhilfe. Sprechen Sie dafür bitte mit Ihrem Hautarzt und lassen Sie sich ausgiebig beraten.

Irrtümer über Schweiß möchten wir heute einmal aufräumen:

Kaltes trinken, dann schwitzt man nicht so leicht. Stimmt nicht: Kalte Getränke senden dem Körper über die Magenschleimhaut einen Reiz zur Gegenregulation. Sie erhöhen damit die Körpertemperatur – wir fangen an zu schwitzen. Auch zu warme Getränke bringen uns zum Schwitzen. Besser ist es, Wasser und andere Getränke in Zimmertemperatur zu trinken.

Schweiß stinkt! Stimmt nicht: Das haben wir bereits erklärt. Der Geruch entsteht erst, wenn Bakterien Bestandteile des Schweißes zersetzen.

Übergewichtige schwitzen mehr. Stimmt nur bedingt: Es stimmt, dass Menschen mit einem höheren Körpergewicht schneller ins Schwitzen kommen. Dafür ist jedoch nicht das Körperfett verantwortlich, sondern die Muskeln. Diese erzeugen Wärme und man kommt ins Schwitzen. Je mehr Gewicht jemand hat, desto mehr Muskeln sind auch vorhanden. Und wenn sich dann jemand aktiv bewegt, beginnt er zu schwitzen.

Alkohol bringt uns zum Schwitzen. Stimmt teilweise. Ein Gläschen Sekt bringt uns in Wallung und somit zum Schwitzen. Jedoch schwitzt man nach dem vierten Bier nicht mehr. Viel Alkohol bremst die Nervenfunktionen und die Schweißproduktion wird reduziert. Dies soll jedoch nicht zum erhöhten Alkohol-Konsum anregen! Alkohol bitte immer nur in Maßen! 

Wir wünschen Ihnen einen nicht so schweißtreibenden, dafür aber sonnigen Sommer!

Ihr Urlaub - so individuell wie Sie

Bestimmt hat jeder von uns den Wunsch, den passenden und perfekten Urlaub für sich zu finden, um sich richtig zu erholen und wieder neue Energie und Kraft zu sammeln. Es gibt dafür natürlich kein Patentrezept und wahrscheinlich ist ein perfekter Urlaub auch gar nicht möglich, aber mit unseren Tipps möchten wir Ihnen helfen, damit Sie ganz entspannt Ihren Urlaub finden und genießen können.

Ihr Urlaub sollte für Sie kein Alltag sein

Finden Sie Kontraste zum Alltag: Wenn Sie beruflich viel reisen, ist z. B. ein Urlaub zu Hause oder ein gemütlicher Urlaub ohne viel Unternehmungen etwas für Sie. Haben Sie viel mit Menschen zu tun, dann suchen Sie sich vielleicht einen Urlaub in Abgeschiedenheit und Ruhe. Müssen Sie beruflich immer viel bestimmen und ausarbeiten, lassen Sie sich in Ihrem Urlaubsort berieseln und unternehmen Sie spontan Ausflüge. Bei viel sitzender Tätigkeit können Sie möglicherweise einen Aktiv-Urlaub planen.

Wir sind im Alltag oft sehr fremdbestimmt. Wenn Sie Ihr Leben im Urlaub in die eigene Hand nehmen und steuern, kann dies sehr erholsam und entspannend sein. Aber Sie können die Planung für Ihren Urlaub auch abgeben, wenn Sie viel Verantwortung im Beruf haben. So bekommen Sie Abstand vom verantwortungsvollen Arbeitsalltag und können einen durchgeplanten Urlaub und Ihre Freizeit voll genießen.

Viele Menschen stehen im Alltag unter Dauerspannung. Da ist es oft schwer, sich völliger Ruhe hinzugeben. Suchen Sie sich vielleicht einen Urlaub, der für Sie erholsam, aber auch spannend ist, um an Ihre Entspannung zu gelangen.

Dabei können folgende Fragen hilfreich für Sie sein: Wie ist Ihr Alltag und welche aktuellen Bedürfnisse haben Sie? Was macht Sie glücklich und zufrieden? Was reizt Sie? Schreiben Sie es ruhig mal auf – und verwirklichen Sie Ihre eigenen Vorstellungen. Vielleicht gibt es mehrere Ziele, die Sie im Auge haben und die genau richtig für Sie wären. Aber sind diese Ziele gerade jetzt passend? Suchen Sie das Ziel aus, das im Moment Ihren aktuellen Bedürfnissen gerecht wird.

Aber bedenken Sie: Sie sind Sie und Sie ändern Ihren Charakter auf Reisen nicht! Wenn Sie z. B. ein aktiver Mensch sind, dann können Sie in Ihrem Urlaub höchstwahrscheinlich nicht nur still sitzen und relaxen. Dann brauchen Sie Bewegung, ansonsten werden Sie ganz hibbelig und bekommen schlechte Laune. Für die Entspannung ist dies bestimmt nicht förderlich.

Wie weit möchten Sie reisen? Wie viel Zeit haben Sie?

Haben Sie Zeit für eine große Auslandsreise? Können Sie nur ein paar Tage verreisen? Planen Sie entsprechend Ihrer Zeit, die Ihnen zur Verfügung steht und überlegen Sie, wohin Sie reisen möchten. Wenn das Ziel sehr weit weg ist, lohnt es sich natürlich, ein paar Wochen Urlaub dafür einzuplanen. Für einen kurzen Trip, der auch Erholung bringen soll, reichen ein paar Tage in näherer Umgebung, quasi um die Ecke – auch mal nur übers Wochenende.

Freuen Sie sich, wenn Sie wieder eines Ihrer Reiseziele, ob nah oder fern, erreicht haben. Und dann können Sie ganz entspannt das nächste Ziel angehen. Wenn Sie also viel von der Welt sehen möchten, nutzen Sie Ihre Urlaubstage und auch mal die Wochenenden – wie gesagt, auch kleinere Urlaube bringen Ihnen Erholung.

Planen Sie Ihren Urlaub gut

Haben Sie nun Ihr Reiseziel gefunden? Dann können Sie mit dem Planen anfangen! Lesen Sie im Internet Reiseberichte, suchen Sie Reiseblogger und besorgen Sie sich interessante Reiseführer, die Sie gerne mitnehmen möchten – z.B. auch aus der Bibliothek, da kostet’s nichts!  

Schreiben Sie sich auf, was Sie gerne sehen und erleben möchten und planen Sie danach Ihre Reiseroute. Am besten setzen Sie Prioritäten, was Sie am meisten interessiert. Sind Sie mit dem Auto unterwegs, können Sie flexibler planen. Falls nicht, können Sie vor Reiseantritt auch schon Ihre Transportmöglichkeiten aussuchen.

Lassen Sie sich auch inspirieren: Wo waren andere schon mal? Was muss man unbedingt gesehen haben? Wo lohnt es sich hinzugehen?

Bei der Planung darf natürlich die Kostenplanung nicht fehlen. Die Kosten stehen allerdings erst fest, wenn die Planung Ihrer Reise feststeht. Überprüfen Sie Ihre Route und passen diese evtl. den Ihnen zur Verfügung stehenden Mitteln an. Nur so können Sie Ihren Urlaub auch genießen, erfüllen Ihre Bedürfnisse und bekommen den Erholungseffekt, den Sie brauchen.

Finden Sie heraus, ob und welche Reisen Sie glücklich machen

Gehen Sie gerne auf Reisen? Macht das Reisen Sie glücklich oder sind Sie glücklicher zu Hause auf Ihrer Terrasse, im Garten oder Ihrem Balkon? Finden Sie es heraus, damit Sie Ihren Urlaub optimal planen können.

Wenn Sie zu Hause glücklich sind, z.B. in Ihrem Liegestuhl zu liegen, zu Hause Gäste zu empfangen oder einfach nur mal ganz viel lesen möchten, dann müssen Sie nicht reisen. Dann können Sie Ihren Jahresurlaub zu Hause planen. Zeit für sich zu haben, raus aus dem Alltag zu kommen – dies kann auch zu Hause sehr erholsam sein.

Es kann aber auch sein, dass Sie zu Hause unruhig sind und Sie gerne oft woanders sein möchten. Wenn Sie dies können und auch finanziell in der Lage sind, dann planen Sie und reisen Sie! Aber vielleicht können Sie momentan nicht reisen – dann können Sie sich ein Hobby suchen, das mit Urlaub und Reisen zu tun hat. Helfen Sie beispielsweise in Ihrem Freundes- und Bekanntenkreis beim Planen des Urlaubs und erstellen Sie später deren Fotobücher. Oder führen Sie Touristen durch die eigene Stadt. Auch ein Fotokurs kann über das Fernweh hinweghelfen. Und wenn es dann später klappt und Sie reisen können, dann freuen Sie sich schon mal – denn Vorfreude ist ja bekanntlich die schönste Freude…

Damit Sie um Ihre Reise herum auch alles andere gut vorbereiten können, haben wir ganz viele hilfreiche Informationen zu den Themen Reiseschutz, Reiseapotheke, Auslandskrankenschutz und vieles mehr für Sie zusammengestellt.

Wir wünschen Ihnen einen schönen und erholsamen Urlaub und viele interessante Reisen – wo auch immer Sie hinfahren oder bleiben…

Lyme-Borreliose – Symptome und Therapie

Lyme-Borreliose ist eine Infektionskrankheit, die fast ausschließlich durch infizierte Zecken übertragen wird. In ganz seltenen Fällen können auch fliegende Insekten wie Pferdebremsen oder Steckmücken die Überträger sein. Die Erreger der Lyme-Borreliose werden beim Blutsaugen weiter gegeben, sie gehören zur Bakteriengruppe der Borrelien.

Infizieren kann man sich weltweit und in allen Regionen Deutschlands, wobei es in der Mitte und in den südlichen Bundesländern mehr infizierte Zecken gibt. Etwa jede fünfte Zecke (besonders der gemeine Holzbock) ist in Deutschland Bakterienträger. Die Zecken nehmen die Bakterien beim Blutsaugen auf und geben diese beim nächsten Zeckenbiss weiter. In den Monaten März bis Oktober ist die Ansteckungsgefahr für diese Infektion am größten, allerdings kommen Zeckenbisse auch im Herbst und Winter vor, wenn auch nur in geringer Zahl.

Zecken leben in hohem Gras, in Hecken und Büschen sowie in Wäldern. Sie sind aber auch zu Hause im Garten zu finden oder im Stadtpark. Nur Höhenlagen oberhalb von 1.500 Metern gelten grundsätzlich als zeckenfrei.

Anzeichen für einen Zeckenbiss
Anzeichen für eine Infektion kann die Bissstelle der Zecke sein, die stark gerötet ist und sich langsam ringförmig ausbreitet – man nennt dies Wanderröte. Dies kann aber auch fehlen und es kommt nicht zu einer Rötung. In jedem Fall ist nach einem Zeckenbiss ein Arztbesuch empfehlenswert.

Wenn die Zecke noch in der Haut steckt, ist es wichtig, diese so schnell wie möglich zu entfernen. Denn je länger die Zecke in der Haut bleibt, desto höher ist die Gefahr infiziert zu werden. Die Zecke gibt die Erreger über den Darm ab. Achten Sie auch darauf, die Zecke nicht zu quetschen. Am besten nehmen Sie eine feine Pinzette und greifen die Zecke knapp über der Haut und ziehen diese langsam heraus, nicht drehen, sondern gerade nach oben herausziehen. Auf keinen Fall Öl, Nagellack, Klebstoff oder Ähnliches auf die Zecke träufeln, dies erhöht die Infektionsgefahr. Die Einstichstelle danach mit einem Wunddesinfektionsmittel säubern.

Symptome
Die Symptome können sehr unterschiedlich sein: Hautveränderungen, Gelenkbeschwerden, Entzündungen von Gehirn und Hirnhäuten sowie Rückenmark, Nervenschmerzen oder Lähmungen. Die Symptome variieren und treten in unterschiedlicher Häufigkeit und Stärke auf.

Oft erfolgt nicht bei allen Infektionen mit den Erregern eine Erkrankung und viele Infektionen verlaufen unbemerkt. Viele Borreliose-Patienten können sich nicht an einen Zeckenbiss erinnern bzw. bemerken diesen gar nicht erst. Bei einer Blutuntersuchung können später Hinweise gefunden werden, dass der Körper einmal auf die Erreger reagiert hat – es wird lediglich eine „Narbe“ im Blut hinterlassen.

Drei Phasen der Infektionskrankheit
Typischerweise verläuft die Krankheit in drei Phasen, allerdings müssen diese nicht alle durchlaufen werden und sie können verschiedene Beschwerden aufweisen. Zudem können sie stärker oder schwächer und in anderer Reihenfolge auftreten. Eine entsprechende Diagnose ist daher nicht immer leicht. Und manche Symptome der Lyme-Borreliose passen auch ebenso zu anderen Krankheiten.

Die Personen leiden oft an Symptomen wie beständiger Abgeschlagenheit, nächtlichen Schweißausbrüchen, Gelenk- und Muskelschmerzen oder Fieber.

Phase Eins – Hautinfektion
An der Einstichstelle bildet sich oft nach einigen Tagen bis zu etwa vier Wochen eine Rötung, die kreisrund ist und sich scharf abgrenzt. Der Durchmesser wird in der Regel langsam größer und die Mitte wird blasser – Wanderröte genannt. Jedoch ist dies nur bei jeder zweiten Infektion der Fall. Weitere klassische Symptome in diese Stadium können sein: Muskel- und Gelenkschmerzen, Bindehautentzündung, Fieber oder Kopfschmerzen.

Phase Zwei – Ausbreitung im Organismus
Die Krankheitserreger breiten sich innerhalb von einem bis sechs Monaten im Körper aus. Sie können das Nervensystem befallen und Lähmungserscheinungen (z.B. im Gesicht) können auftreten. Ebenso sind Sensibilitäts- oder Herzrhythmusstörungen möglich.

Phase Drei – Chronischer Verlauf
Monate oder Jahre nach der Infektion können Symptome auftreten, die nun chronisch sind. Typische Anzeichen hierfür sind Gelenkschmerzen (häufig die Knie), Hautprobleme (Hautveränderungen an Armen und Beinen, die Haut wird dünner und kann sich bläulich verfärben) oder Nervenschmerzen. Es sind dauerhafte Schmerzen möglich, aber auch Schübe. Weitere Spätsymptome sind auch chronische Rückenmarks- und Gehirnentzündungen sowie Lähmungen. 

Therapie
Eins vorweg: gegen Lyme-Borreliose gibt es keine Impfung. Eine Infektion kann nur mit Antibiotika behandelt werden und sollte möglichst früh beginnen. Nach Schätzungen erkranken rund 50.000 bis 100.000 Personen jährlich in Deutschland an Lyme-Borreliose.

Ist nach dem Einstich die Wanderröte eindeutig zu erkennen, reicht das, um mit einer Therapie zu beginnen. Nicht so leicht ist es, wenn keine Wanderröte eintritt, dann kann eine Blutuntersuchung vorgenommen werden, die jedoch nicht immer eindeutig ist. Antikörper gegen den Erreger der Borreliose haben viele Menschen im Blut, auch die, die nicht an einer Borreliose erkrankt waren oder die bereits eine Infektion hatten. Ob die Beschwerden im akuten Fall von einer Borrelien-Infektion kommen, kann leider so nicht genau nachgewiesen werden. Fehlen Antikörper kann eine Lyme-Borreliose jedoch nicht ausgeschlossen werden – gerade in einer frühen Phase der Erkrankung.
Eine weitere Möglichkeit wäre, wenn sich die Wanderröte nicht zeigt, die Untersuchung des Gehirnwassers. Dabei wird durch einen kleinen Einstich in den Rückenmarkskanal Gehirnwasser gewonnen. Der Arzt erhält somit weitere Hinweise für eine richtige Diagnose.
Wenn Gelenkbeschwerden auftreten, können Antikörper auch in der Gelenkflüssigkeit gefunden werden, die für die Diagnose hilfreich sind.

Die Dauer der Behandlung beträgt in de Regel zwei bis drei Wochen. Eine Heilung ist auch nach einem jahrelangen Krankheitsverlauf möglich. Allerdings kann die Lyme-Borreliose auch dauerhafte Schäden hinterlassen.
Nach einer Erkrankung ist man nicht immun gegen Borreliose, sondern es kann immer wieder zu einer Neuinfektion kommen.

Wie schütze ich mich am besten?
Sollten Sie Ausflüge in die Natur unternehmen, ist es ratsam:
- helle Kleidung zu tragen – darauf sieht man die Zecken besser,
- glatte Stoffe zu bevorzugen – Zecken finden hier schwer Halt,
- die Haut möglichst vollständig mit Kleidung zu bedecken und die Hosenbeine in die
  Schuhe zu stecken - oder die Hosenbeine unten zusammen zu binden,
- nicht mit offenen Schuhen oder barfuß zu laufen,
- Insektenschutzmittel zu benutzen (wirkt 2-3 Stunden),
- nach dem Ausflug die Kleidung und Haut sorgfältig nach Zecken abzusuchen.

Wichtig ist: Sofern Sie von einer Zecke gebissen wurden, können Sie gleich einen Arzt aufsuchen oder Sie beobachten die Stichstellen noch einige Monate. Sollte sich eine Wanderröte ausbreiten, suchen Sie unbedingt einen Arzt auf. Überprüfen Sie bitte außerdem sogleich Ihren Tetanusschutz!

Vermeiden Sie beim Wandern Blasen an den Füßen – durch die richtigen Wanderschuhe und ein paar Tipps

Blasen an den Fersen oder Füßen sind sehr unangenehm. Besonders wenn diese während einer Wanderung auftreten. Um dies von vornherein zu vermeiden, haben wir ein paar Tipps für Sie, damit Blasen kein Thema mehr sind.

Woran erkennen Sie einen guten Wanderschuh und welche Eigenschaften sollte dieser besitzen?
Es ist nicht so, dass Sie mal eben im Vorbeigehen ein paar Wanderschuhe kaufen können. Dafür sollten Sie sich etwas mehr Zeit nehmen und auch das Fachpersonal im entsprechenden Geschäft zu Rate ziehen.
Lassen Sie vorab die Beschaffenheit und die Form Ihrer Füße überprüfen, am besten durch einen Orthopäden. Er kann Ihnen dahingehend Empfehlungen geben.

Da der Fuß im Schuh-Inneren beim Gehen immer reibt, sollte an den Zehen ein entsprechender Freiraum vorhanden sein und sie sollten zu keinem Zeitpunkt vorne anstoßen. Während des Gehens schwellen Ihre Füße an, sodass Sie die Wanderschuhe nicht zu klein kaufen sollten. Aber achten Sie darauf, dass Sie auch nicht zu groß sind, da Sie ansonsten keinen sicheren Halt in den Schuhen haben. Sie sollten auf keinen Fall Druckstellen spüren, dann ist der Schuh nicht der Passende für Sie.
Probieren Sie Wanderschuhe im Geschäft gleich mit den richtigen Socken an, so haben Sie ein besseres Gefühl.
Ihr Fuß sollte perfekt im Schuh sitzen und sich nicht seitlich bewegen oder rutschen. Auch an der Ferse darf Ihr Fuß weder hochrutschen noch drücken. Ansonsten kann es mal vorkommen, dass Sie im schwierigen Gelände umknicken.

Achten Sie bei den Wanderschuhen auf ihre Beschaffenheit. Je weniger Nähte vorhanden sind, desto höher ist die Wasserfestigkeit. Außerdem gibt es weniger Angriffspunkte für Reibung. Wählen Sie also am besten Schuhe mit wenigen Nähten, achten Sie dabei auch auf die Innennähte. Ebenso sollten Schuhe immer atmungsaktiv sein, um Schweiß aufzusaugen und nach außen zu transportieren.
Bei einem guten Wanderschuh sollte die abriebfeste Profiltiefe vier bis fünf Millimeter sein. In steilen und holprigen Gebieten ist es noch besser, wenn die Profiltiefe acht bis neun Millimeter beträgt.

Das Außenmaterial ist sicherlich auch eine Geschmacksfrage. Es gibt Leder und Kunstfaser. Leder empfiehlt sich besonders in Gebieten, wo es sehr feucht ist. Es ist atmungsaktiv und lange haltbar und schützt bei richtiger Imprägnierung vor Feuchtigkeit. Wanderschuhe aus Kunstfasern sind im Gegensatz zu Lederschuhen viel leichter, auch atmungsaktiv und nicht so empfindlich bei Nässe. Allerdings sind diese nicht so langlebig.

Wann ist ein Wanderschuh und wann ein Wanderstiefel sinnvoll?
Ein Wanderschuh reicht völlig aus, wenn Sie auf normalen, befestigten Wegen wandern.
Wenn Sie eher unebenes Gelände bewandern, ist ein Wanderstiefel, der über die Knöchel hinausgeht, sinnvoll, da dieser vor unsicherem Tritt und plötzlichen Verrenkungen schützt. Bei halbhohen Schuhen sind Sie zudem vor Gestein, Geröll und Nässe besser geschützt.
Je vielfältiger die Wanderroute ist, desto fester sollte der Schaft ausfallen. Nur damit erreichen Sie einen sicheren Halt und Stand.

Wenn Sie nun alles bedacht haben und Sie „Ihren“ Schuh gefunden haben, haben wir hier noch ein paar weitere Tipps, damit Blasen keine Chance haben:

1. Es ist wichtig, dass Sie Ihre Wanderschuhe eine Zeit lang einlaufen. Sie passen sich dann an Ihren Fuß an und werden geschmeidiger. Wanderschuhe aus Leder sollten Sie mindestens acht Stunden einlaufen, das geht auch über mehrere Tage hinweg. Bei leichten Schuhen hingegen reicht es, wenn Sie diese über 2-3 Tage jeweils eine Stunde lang einlaufen.

2. Bei falschen Socken sind Blasen vorprogrammiert. Achten Sie bei den Socken darauf, dass diese richtig passen und keine Falten bilden. Lieber eine Nummer kleiner kaufen. Am besten geeignet sind Socken aus Funktionsmaterial, aus Wolle oder aus einem Gemisch aus beiden Materialien. Es gibt auch spezielle Wandersocken zu kaufen. Baumwoll- oder Tennissocken eignen sich gar nicht.
Nehmen Sie zu einer Wanderung am besten ein zweites Paar Socken mit, um diese evtl. zu wechseln, wenn Ihre Socken zu feucht sind.

3. Wenn Sie gerne Einlegesohlen verwenden, achten Sie auf die entsprechende Größe der Schuhe, damit diese nicht zu eng werden. Einlegesohlen haben den Vorteil, dass der Schuh besser am Fuß sitzt, der Gehkomfort gesteigert und das Blasenrisiko gesenkt wird. 

4. Nach dem Start Ihrer Wandertour sollten Sie Ihre Schnürsenkel noch einmal nachziehen, denn nach ein paar Kilometern lockern sich diese. Aber bitte nicht zu fest schnüren, damit der Fuß immer gut durchblutet werden kann. Ihre Zehen oder Füße sollten nicht anfangen zu kribbeln.

5. Regelmäßige Pausen tun nicht nur Ihnen gut, sondern ganz besonders auch Ihren Füßen. Gerade bei warmem Wetter können Sie Ihre Schuhe und Socken ausziehen. Auch Ihre Einlegesohlen können Sie herausnehmen und alles eine halbe Stunde an der Luft trocknen lassen.

6. Ihre Haut an den Füßen können Sie durch Fußpflege-Cremes oder –Sprays nicht nur regenerieren, sondern auch stärken. So bleibt die Haut geschmeidig und trockene Stellen oder Einrisse können verhindert werden. Probieren Sie es einfach mal aus.

7. Wenn Sie besonders anfällig für Blasen oder Schürfstellen sind, können Sie es mal mit einem zweiten Paar Socken probieren, sofern Sie noch Platz in Ihren Schuhen haben. Am besten dünne Socken aus Funktionsmaterial unter die Wandersocken ziehen. Die unteren Socken reduzieren die Reibung und schützen vor Blessuren.

Sie haben sich nun tatsächlich doch eine Blase gelaufen?
Wenn diese noch geschlossen ist, bitte nicht aufstechen. Schuhe und Socken eine Weile ausziehen und die Blase mit einem Blasenpflaster abdecken. Der Gelkern im Inneren des Blasenpflasters entwässert die Blase, bildet ein Gelkissen und schützt.

Wenn die Blase sehr groß ist, dann können Sie diese ganz vorsichtig mit einer desinfizierten (z.B. mit einem Hände-Desinfektionsmittel oder in der Flamme, bitte trocknen und abkühlen lassen) Nadel aufstechen (2 kleine Löcher) und das Wasser herausdrücken – dabei unbedingt auf Sauberkeit achten. Danach ein Blasenpflaster draufkleben und evtl. noch mit Tapes abkleben.

Wenn die Blase bereits offen ist, versuchen Sie die Stelle vorsichtig mit lauwarmem Wasser zu reinigen und die Haut, die noch vorhanden ist über die Wunde zu legen. Dann kleben Sie Blasenpflaster / Tape drauf.

Sollte die aus der Blase austretende Flüssigkeit trübe sein, unangenehm riechen oder die Haut in der Umgebung gerötet sein und schmerzen, dann suchen Sie bitte einen Arzt auf. In diesem Fall könnte eine Entzündung vorliegen. Auch Diabetiker sollten beim Auftreten von Blasen zur Sicherheit Ihren behandelnden Arzt aufsuchen.

Wir wünschen Ihnen eine gute Wandersaison und hoffen, dass Ihnen unsere Tipps dabei helfen.

Zucker in unseren Lebensmitteln – können wir ohne zugesetzte/n Zucker oder Süße leben?

Diese Frage können wir ganz klar mit „Ja!“ beantworten. Wir können ohne zugesetzte Süße in unseren Lebensmitteln ganz prima leben, ganz egal ob es raffinierter Zucker oder künstliche Süßungsmittel sind. Und es würde unserem Körper und unserer Gesundheit gut tun. Darum möchten wir Ihnen gerne mehr über „Zucker in unseren Lebensmitteln“ erzählen.

Zucker ist äußerst ungesund. Zucker erhöht das Risiko von Übergewicht, Diabetes, Bluthochdruck, Karies, Osteoporose, Gicht, Herz-Kreislauferkrankungen und Krebs. Zu hoher Zuckerkonsum kann auch zu Immunschwäche, Verdauungsbeschwerden, Kopfschmerzen, Hyperaktivität, Depressionen sowie Antriebs- und Energielosigkeit führen.

Eins noch vorweg: Brauner Zucker ist nicht gesünder als weißer Zucker. Brauner Zucker ist naturbelassen und enthält die Melasse, eine Art Zuckersirup. Er schmeckt etwas anders und enthält noch Vitamine, allerdings in sehr geringer Menge.

Im Durchschnitt nehmen in Deutschland die Menschen ca. 35 Kilogramm Zucker pro Jahr zu sich – über Süßigkeiten, Kuchen und Gebäck, Ketchup und Saucen sowie Fertigprodukte und vor allem auch über Getränke. Kaum ein Fertigprodukt kommt heute noch ohne zugesetzten Zucker aus. Die meisten von uns essen zu viel Zucker und das oft, ohne es zu wissen. Meistens haben wir nach dem Verzehr von süßen Speisen noch mehr Hunger, denn Süßes regt den Appetit an.

Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) empfiehlt eine tägliche Menge von 25 Gramm Zucker pro Tag, dies entspricht einer Menge von 6 Teelöffeln. Ein Vergleich: Eine Rosinenschnecke hat bereits schon 57 Gramm, ein Karamell-Schokoriegel mit 58 Gramm enthält schon 40 Gramm Zucker und in 100 Gramm Gummibärchen stecken 78 Gramm Zucker. Und ein Esslöffel Ketchup enthält einen Teelöffel Zucker.

Natürlicher Zucker und Zuckerersatzstoffe

Natürlicher Zucker ist der, der in unbearbeiteten Lebensmitteln, wie Obst, Kartoffeln, Vollkorn und Hülsenfrüchten steckt und den wir auch brauchen, da er uns Energie liefert. Die Kohlenhydrate, die in diesen Lebensmitteln enthalten sind, werden im Körper zumindest teilweise in Zucker umgewandelt.

Künstliche Süßungsmittel, die nicht in der Natur vorkommen, brauchen wir nicht. Auf diese können wir sehr gut verzichten und es ist auch möglich, sie aus unserer Nahrung zu verbannen.

Es gibt eine Vielzahl an Zuckerersatzstoffen, wie Acesulfam-K (E 950), Aspartam (E 951), Aspartam-Acesulfamsalz (E 962), Cyclamat (E 952), Neohespiridin DC (E 959), Saccharin (E 954), Sucralose (E 955), die chemischer Natur und nicht empfehlenswert sind. Somit sind Süßstoffe als Ersatz für Zucker keine Lösung für ein zuckerfreies Leben.

Wie erkennen wir versteckten Zucker?

In vielen Lebensmitteln gibt es jede Menge versteckten Zucker. Diesen finden Sie in Fertigprodukten, Saucen und Suppen, Wurst und vielen anderen Lebensmitteln, ebenso in Getränken wie Limonade, Cola, Fruchtsäften und Eistees. Am besten schauen Sie sich die Zutatenlisten der Lebensmittel ganz genau an, denn Zucker wird nicht nur als Zucker aufgelistet, sondern hat auch ganz viele andere Bezeichnungen, z.B.:

- Dextrose
- Dicksaft
- Farin
- Fruchtsüße
- Fructose
- Fruchtzucker
- Fruktose-Sirup
- Galaktose
- Glucose (Traubenzucker)
- Glucose-Sirup
- Glucose-Fructose-Sirup
- Hexose
- Invertzucker(sirup)
- Kandis
- Laktose (Milchzucker)
- Maissirup
- Maltodextrin
- Maltose
- Malzextrakt
- Malzzucker
- Melasse
- Milchpulver
- Raffinose
- Saccharose (gewöhnlicher Haushaltszucker)
- Sirup
- Sukrose
- Süßmolkenpulver
- Traubensüße
- Traubenzucker

Wie viel Zucker enthält Obst und Gemüse?

Obst ohne Zucker gibt es nicht, da Obst immer Fruchtzucker enthält. Allerdings gibt es Unterschiede was den Zuckergehalt betrifft.

Früchte mit geringem Fruchtzuckergehalt (bis 2,5 g / 100 g) sind: Ananas, Apfelsine, Aprikose, Erdbeeren, Grapefruit, Himbeeren, Honigmelone, rote Johannisbeeren, Mango, Mandarine, Marille, Nektarine, Orange, Papaya, Pflaumen, Pfirsich, Zitrone. Einen höheren Fruchtzuckergehalt (2,6 bis 24 g / 100 g) haben Früchte wie Apfel, Banane, Birne, Brombeere, Feige, Granatapfel, Heidelbeere, Kaki, Kirsche, Kiwi, Litchi, Mirabelle, Passionsfrucht, Quitte, Stachelbeere, Kirsche, Trauben oder Wassermelone.

Da Obst neben dem Fruchtzucker aber auch viele Ballaststoffe enthält, ist es gesund für unseren Körper und wir können getrost unsere tägliche Obstration essen.

Gemüse enthält im Gegensatz zu Obst geringere Mengen an Fruchtzucker. Die einzigen Gemüsesorten die einen etwas „höheren“ Zuckergehalt haben sind Tomaten, weiße Rüben und Weißkohl mit 1,4 bis 1,8 Gramm pro 100 Gramm.

Tipps, um Ihren Zuckerkonsum zu minimieren

Dadurch, dass in vielen Produkten zugesetzter Zucker enthalten ist, nehmen wir durchaus mehr Zucker zu uns, als wir denken.

Hier ein paar Tipps, die Sie grundsätzlich jeden Tag befolgen können.

1. Minimieren Sie Ihre Süßigkeiten-Ration oder verzichten Sie wenn möglich ganz darauf!
Zucker verlangt nach noch mehr Zucker. Wenn Sie Heißhunger auf Süßes verspüren, können Sie erst einmal ein Stück Obst essen oder etwas trinken. Wenn das noch nicht ausreicht, essen Sie etwas dunkle Schokolade.

2. Verzichten Sie auf zuckerhaltige Getränke!
Um Ihren Durst zu stillen, trinken Sie am besten Wasser oder ungesüßten Tee. In Getränken wie Limonaden, Eistee, Fruchtsäften, aber auch in sogenannten „Wellnessgetränken“ steckt eine Menge Zucker. Kaufen Sie am besten keine zuckerhaltigen Getränke, dann kommen Sie auch nicht in Versuchung. Bei Säften wählen Sie Direktsäfte mit 100% Fruchtgehalt oder pressen sich Ihren frischen Saft selbst aus. Kinder sollten Säfte am besten in verdünnter Form mit Wasser oder Mineralwasser trinken.

3. Schauen Sie sich immer die Nährwerttabelle und Zutatenliste an!
Schauen Sie bei Lebensmitteln (egal ob süß oder salzig) mal bewusst, wo überall und wie viel Zucker drin steckt. Interessant ist dabei die Angabe Zucker (siehe auch alle anderen Bezeichnungen für Zucker) bei der Zutatenliste und in der Nährwerttabelle die Angabe „Kohlenhydrate – davon Zucker“.

4. Bestimmen Sie selbst den Zuckergehalt in Ihrem Essen!
Bestenfalls verzichten Sie auf Fertigprodukte und bereiten Ihr Essen frisch zu. Wenn Sie selbst kochen, können Sie z.B. die Zuckermenge in Rezepten reduzieren oder den Zucker durch andere Zutaten ersetzen. Prima dafür geeignet sind Bananen, Datteln, Birkenzucker oder Kokosnektar.

5. Finden Sie versteckte Zuckerquellen!
Als versteckte Zuckerquellen gelten insbesondere Weißmehlprodukte. Die darin enthaltene Stärke wird vom Körper in den Energielieferanten Zucker umgewandelt. Reduzieren Sie am besten Weißmehlprodukte, dann reduzieren Sie auch den Zuckeranteil.
Auch in Milchprodukten, wie Fruchtjoghurt und -quark, Joghurt- und Milchgetränken, steckt viel Zucker. Greifen Sie stattdessen zu Naturjoghurt und -quark und geben Sie einfach etwas Obst dazu.

Fazit:
Versuchen Sie, möglichst vollwertige, zuckerfreie und unverarbeitete Lebensmittel zu essen. Sie werden feststellen, dass Sie sich fitter und gesünder fühlen. Ihre Haut bleibt elastischer, Ihre Zähne danken es Ihnen und auch ein paar überflüssige Pfunde können Sie mittel- bis langfristig verlieren. Ihr Blutzuckerspiegel bleibt konstant, Sie haben mehr Energie und Heißhungerattacken und Gelüste auf Süßes bleiben aus. Aber: Seien Sie nicht zu streng mit sich selbst. Ab und zu kann schon auch mal ein Stück Schokolade oder Kuchen den Weg zu Ihnen finden.

Was ist Chia Samen und wie wirkt er auf die Gesundheit?

In den Köpfen der Menschen ist ein Wandel zu beobachten. Immer öfter wird auf gesunde Ernährung, mehr Bewegung und vor allem ein stressfreieres Leben geachtet. Auch wenn gerade Letzteres nicht so leicht umzusetzen ist, bei den Ernährungsgewohnheiten tut sich was.
Die einen stellen auf vegetarische Kost um, andere verzichten so gut es geht auf Zucker und wieder andere setzen auf die Kraft der Kräuter. In den meisten Fällen sind es Pflanzen aus dem asiatischen Raum, deren Wirkung auch mehr und mehr in Europa Anklang findet. Beim Chia Samen ist es ähnlich, doch was bewirken die kleinen Körner wirklich?

Chia Samen – was ist das und wo kommt er her?
Für uns Europäer ist der Chia Samen Neuland, bei den Mayas und Azteken gehörte die Pflanze Jahrhunderte lang zu den Grundnahrungsmitteln. Der mexikanische Chia gehört zur Gattung der Salbeipflanzen und soll vor allem Kraft spenden. Übersetzt bedeutet Chia so viel wie „Stärke“. Der Samen wurde Botenüberbringern und Kriegern für mehr Ausdauer verabreicht.

Wurde der Chia Samen im mexikanischen Raum bisher nur roh oder getrocknet gegessen, so gibt es mittlerweile auch Chia Öl, das in die Ernährung eingebunden wird. In Europa ist beispielsweise die Ölmühle Fandler aus Österreich die erste, die aus Chia Samen hochwertiges Bio-Chia Öl presst. Die Chiapflanze kann bis zu 1,75 m groß werden und trägt, ähnlich wie der Salbei, blau weiße Blüten. Für die Gesundheit werden aber ausschließlich die winzig kleinen schwarz-weißen Samenkörner genutzt.

Was ist drin im Chia Samen?
Chia Samen zählt zum so genannten Superfood, ein (Fantasie)Begriff der durch die Ernährungsbranche geprägt wurde. Dazu zählen Samen, Früchte und Pflanzen, wie zum Beispiel die Acai Beere (Frucht einer südamerikanischen Palme) oder die Spirulina Alge („Mikroalge“ als Nahrungsergänzung). Alle haben gemein, dass sie positiv auf die Gesundheit wirken sollen. Der Chia Samen enthält unter anderem:
·         Kalzium (5x mehr als Milch)
·         Eisen (deutlich mehr als im Spinat enthalten ist)
·         Phenolsäure (gut für den Zellschutz)
·         Ballaststoffe (verdauungsfördernd)
·         hoher Eiweißgehalt (16 g pro 100g)
·         Omega 3 Fettsäuren (entzündungshemmend)
·         Vitamin E (Zellschutz, Anti Aging Effekt)
·         Kalium (stärkt die Muskulatur)

Welche Wirkung hat Chia Samen auf die Gesundheit?
Vorweg muss gesagt werden, dass es kaum wissenschaftliche Beweise dafür gibt, dass Chia Samen zu einem Wundermittel für die Gesundheit macht. Auch Langzeituntersuchungen fehlen in Deutschland noch. Zudem ist das allergene Potential des Chia-Samens noch unzureichend erforscht. Allerdings sind bezüglich der Inhaltsstoffe diverse positive Wirkungen auf den menschlichen Körper beschrieben worden.

Chia Samen bei Bluthochdruck
Wer unter Bluthochdruck leidet, bekommt in der Regel Medikamente verschrieben. Allerdings gibt es auch Lebensmittel (wie Bananen, Kiwi, Rosinen und Bitterschokolade), mit denen der Blutdruck unterstützend auf natürliche Weise gesenkt werden kann. Chia Samen soll ähnliche Eigenschaften besitzen.

Neben den oben genannten Omega 3 Säuren, enthält der Samen der Chiapflanze auch Niacin, ein Vitamin, dass ebenso unter den Namen Nicotinsäure, Vitamin B3 oder Vitamin PP (Pellagra Preventing) bekannt ist. Dieses Vitamin wirkt wie ein natürlicher Blutverdünner. Wichtig: Wer bereits blutverdünnende Medikamente nimmt oder unter niedrigem Blutdruck leidet, sollte Chia Samen nie ohne Absprache mit dem Arzt einnehmen.

Chia Samen gegen hohen Cholesterinspiegel
Genau wie Bluthochdruck zählt auch ein erhöhter Cholesterinspiegel zu den Volkskrankheiten Deutschlands. Grund ist meist eine ungesunde Ernährung. Da Chia Samen reich an Ballaststoffen ist, trägt er zur Säureausscheidung der Galle bei. Um neue Gallensäure zu produzieren, verbraucht der Körper Cholesterin, folglich sinkt der Cholesterinspiegel. Der Anteil an Omega 3 Säuren kann sich zusätzlich positiv auf die weiteren Blutfettwerte auswirken.

Chia Samen regt die Darmtätigkeit an
Verdauungsprobleme können uns im Alltag schwer belasten. Trotz ausgewogener Ernährung, kann es zu Verstopfung kommen. Die dauerhafte Einnahme von Abführmitteln ist in der Regel keine Lösung. Chia Samen kann, ähnlich wie Leinsamen und Kleie, die Darmtätigkeit anregen und somit eine gesunde Verdauung fördern.

Mit Chia Samen abnehmen
Auf eine Wunderpille, die nur geschluckt werden muss, um lästige Kilos zu verlieren, warten viele Übergewichtige sicher seit Jahren. Über solch eine magische Kraft verfügt der Chia Samen leider auch nicht, aber er kann Diäten positiv unterstützen. Wer Chia Samen isst, wird schneller satt. Das sättigende Gefühl führt natürlich dazu, dass weniger gegessen wird. Als alleiniges Lebensmittel ist es allerdings nicht zu verstehen. Mit einer ausgewogenen Kost in Kombination mit entsprechender Bewegung und etwas Geduld können die Pfunde schneller purzeln.

Wie kann man Chia Samen essen?
Dank der hohen Anteile an Proteinen, Vitaminen und Ballaststoffen, kann Chia Samen eine gute Ergänzung zur gewohnten Nahrung sein. Chia-Fans mischen die eher neutral schmeckenden Körner in Müslis, Smoothies, Joghurt oder Marmelade. Auch Teigwaren wie Brot und Pfannkuchen können als Träger genutzt werden. Veganer nutzen die Samen zudem als Eiersatz beim Kuchenbacken, denn aufgegossen mit Wasser, Soja- oder Reismilch bilden sie ein dickliches Gel. Menschen, die unter einer Glutenunverträglichkeit (Zöliakie) leiden kommt zu Gute, dass die kleinen Körner komplett glutenfrei sind. Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung empfiehlt eine tägliche Verzehrmenge von maximal 15 Gramm. Die richtige Einnahme und Dosierung sollten Sie immer mit Ihrem Arzt besprechen.

Preis: ca. 15,00 – 40,00€ pro Kilo. Bis zu acht mal teurer als Leinsamen!

Quelle: 100-gesundheitstipps.de

Zuletzt aktualisiert:
08.07.2016
Erstellt am:
20.01.2016

Service-Team

Fragen? Rufen Sie uns kostenfrei an! 0800 3755 3755 5 von Montag bis Freitag von 8 - 18 Uhr

Rückruf

Arzneimittelberatung

MedHotline

Kontaktformular

Kontaktformular

FeedbackHotline

Feedback? Rufen Sie uns kostenfrei an! FeedbackHotline - Von 8 - 17 Uhr (Mo - Fr) 0800 3755 3755 6

Feedback geben

Facebook

Twitter

Schwenninger vor Ort

Geschäftsstellen

Veranstaltungen

Alles auf einen Blick

Die beliebtesten Themen

Infomappe

Kennen Sie schon die Angebotsvielfalt der Schwenninger Krankenkasse?

Jetzt Infomappe anfordern

Newsletter

Online Mitglied werden

Unsere Vorteile erleben.


nach oben