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Pflegende Angehörige

Rentenversicherung

Die Pflegekasse kann für Sie als Pflegeperson Beiträge zur Rentenversicherung entrichten, wenn bei dem Pflegebedürftigen ein Pflegegrad 2-5 vorliegt. Sie als Pflegeperson dürfen dabei jedoch nicht mehr als 30 Stunden wöchentlich erwerbstätig sein. Der MDK beurteilt außerdem, ob die Pflege wenigstens 10 Stunden wöchentlich, verteilt auf regelmäßig mindestens zwei Tage in der Woche, erfolgt. Wenn Sie als Pflegeperson mehrere Pflegebedürftige pflegen, dann werden die Pflegezeiten von allen Pflegebedürfigen zur Beurteilung der 10-Stunden-Wochen-Grenze herangezogen. 

Unfallversicherung

Jede ehrenamtliche Pflegeperson hat einen Schutz zur Unfallversicherung. D.h. Sie sind bei der Pflege und auf dem Weg zur Pflege bei Unfällen versichert. Bei der Unfallversicherung spielt die Beurteilung der wöchentlichen Pflegezeit keine Rolle, d.h. auch wenn Sie nur zwei Stunden pro Woche jemanden pflegen sind Sie bei Stürzen und Unfällen versichert. 

Krankenversicherung

Grundsätzlich sind Sie als pflegender Angehöriger durch Ihre Pflegetätigkeit nicht automatisch krankenversichert. Sie müssen selbst abklären, wie es um Ihre eigene Kranken- und Pflegeversicherung bestellt ist.

Folgende Konstellationen sind möglich:

  • Sind Sie über eine Familienversicherung abgesichert, z.B. durch Ihren Ehepartner, bleibt Ihr Kranken- und Pflegeversicherungsschutz während der Pflegezeit bestehen 
  • Üben Sie selbst eine sozialversicherungspflichtige Tätigkeit aus, sind Sie damit krankenversichert
  • Sind Sie weder über eine eigene sozialversicherungspflichtige Tätigkeit noch über eine Familienversicherung krankenversichert, müssen Sie sich freiwillig krankenversichern. In der Regel entrichten Sie dafür den Mindestbeitrag. Unter bestimmten Voraussetzungen leistet die Pflegeversicherung zur sozialen Absicherung für die Dauer der Pflegezeit auf Antrag einen Zuschuss zu den Kranken- und Pflegeversicherungsbeiträgen.  

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Arbeitslosenversicherung

Sie haben als Pflegeperson Anspruch auf eine Versicherung in der Arbeitslosenversicherung, wenn Sie vor der Pflegetätigkeit versicherungspflichtig in der Arbeitslosenversicherung waren oder Sie Arbeitslosengeld bezogen haben. Diese Regelung greift nur, wenn Sie nicht schon anderweitig zur Arbeitslosenversicherung angemeldet wurden, z.B. aufgrund einer Teilzeitbeschäftigung.

Sie haben als Pflegeperson dann die Möglichkeit, nach dem Ende der Pflegetätigkeit Arbeitslosengeld zu beantragen und Leistungen zu erhalten. 

Pflegeunterstützungsgeld

Pflegende Angehörige in einem Beschäftigungsverhältnis haben für kurzzeitige Arbeitsverhinderungen Anspruch auf Pflegeunterstützungsgeld für bis zu zehn Arbeitstage. Dies gilt jedoch nur dann, wenn Sie für diesen Zeitraum keine Entgeltfortzahlung von Ihrem Arbeitgeber bekommen. Auch wenn Sie einen Mini-Job ausüben, d.h. eine geringfügige Beschäftigung mit einem Entgelt von bis zu 450 € pro Monat, haben Sie Anspruch auf Pflegeunterstützungsgeld.

Eine kurzzeitige Arbeitsverhinderung ist dann gegeben, wenn für den Pflegebedürftigen eine akute Pflegesituation eingetreten ist und die pflegerische Versorgung schnellstmöglich organisiert werden muss. Der Arbeitgeber benötigt eine ärztliche Bescheinigung über die Pflegebedürftigkeit des nahen Angehörigen.

Die 10 Arbeitstage sind je Pflegebedürftigem begrenzt, d.h. wenn sich mehrere Angehörige die Organisation der Pflege teilen, müssen Sie auch die Tage zur Beantragung des Pflegeunterstützungsgeldes untereinander aufteilen.

Die Höhe des Pflegeunterstützungsgeldes hängt von dem ausgefallenen Nettoarbeitsentgelt während dieser Zeit ab. Als Leistung werden 90 Prozent des ausgefallenen Nettoarbeitsentgelts gezahlt. Es darf jedoch nicht mehr als 70% der kalendertäglichen Beitragsbemessungsgrenze in der Krankenversicherung (2016: 141,25 €) betragen. Das Pflegeunterstützungsgeld wird auf Antrag gewährt. Der Antrag kann bei der Pflegekasse des Pflegebedürftigen gestellt werden. 

Pflegekurse

Pflegedienste und Wohlfahrtsverbände oder andere Organisationen bieten Pflegekurse an. Die Kostenübernahme erfolgt durch Ihre Pflegekasse.

In den Pflegekursen lernen Sie beispielsweise, wie Sie eine pflegebedürftige Person lagern können, ohne Ihren eigenen Rücken zu belasten. Auch der Austausch mit den anderen Teilnehmern und das gemeinsame Teilen der Erfahrungen kann sehr hilfreich für Sie sein. Sie erwerben auch wichtige theoretische Kenntnisse zur Grund- und Körperpflege oder die Vermeidung von Druckstellen etc.

Zuletzt aktualisiert:
18.07.2018
Erstellt am:
16.11.2016

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