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Pflegebegutachtung

Antrag – ganz einfach und unkompliziert

Den Antrag für die Pflegebegutachtung können Sie ganz einfach und unkompliziert bei uns stellen. Rufen Sie uns an – wir besprechen mit Ihnen die Vorgehensweise und senden Ihnen die entsprechenden Unterlagen zu.


Rufen Sie uns kostenfrei an!


Sie erreichen uns unter Telefon 0800 3755 3755 5 rund um die Uhr an 365 Tagen im Jahr (kostenfrei für Mobilfunk/Festnetz) oder nutzen Sie unser Kontaktformular – wir helfen Ihnen gerne weiter!

Medizinischer Dienst der Krankenversicherung (MDK)

Der MDK ist der Begutachtungsdienst der gesetzlichen Kranken- und Pflegeversicherung. Er berät und begutachtet nicht nur im pflegerischen, sondern auch im medizinischen und zahnmedizinischen Bereich.

Die Sachverständigen des MDK besuchen im Auftrag der Schwenninger Pflegekasse Privatpersonen, die einen Pflegegrad (bis 2016 Pflegestufe) beantragt haben. Anhand eines umfangreichen Katalogs wird der Bedarf an Hilfe ermittelt, den Sie als Antragsteller benötigen.

Der MDK wird abwägen, wie selbständig Sie sind und welche Beeinträchtigungen der Selbstständigkeit oder der Fähigkeiten bei Ihnen vorliegen.

Das Gutachten ist die Grundlage für eine Einstufung des Pflegegrades (Pflegestufe), das heißt, dieses Gutachten ist die Basis für eine mögliche finanzielle Unterstützung der Schwenninger Pflegekasse.

Pflegebedürftigkeit

bis 31.12.2016


Pflegebedürftigkeit im Sinne der Pflegeversicherung liegt dann vor, wenn Sie dauerhaft (d.h. für mindestens 6 Monate) nicht in der Lage sind, Ihren Alltag selbstständig zu bewältigen. Der Hilfebedarf muss erheblich sein und wird in die folgenden vier Bereiche eingeteilt:

1. Körperpflege (z.B. duschen, waschen, rasieren, Gang zur Toilette)
2. Ernährung (z.B. zubereiten der Nahrung, Nahrung aufnehmen)
3. Bewegung (z.B. an- und ausziehen, aufstehen, Treppen steigen)
4. Hauswirtschaft (z.B. kochen, waschen, putzen)

Der Medizinische Dienst der Krankenversicherung – kurz MDK begutachtet den Hilfebedarf, den Sie in den einzelnen Bereichen benötigen und ermittelt daraufhin eine Pflegestufe.

Bei Personen, die eine "eingeschränkte Alltagskompetenz" aufweisen, kann eine Pflegestufe 0 eingerichtet werden. Das ist z.B. dann der Fall, wenn sie an Demenz oder seelisch-geistigen Störungen erkrankt sind, sich aber noch überwiegend selbst bewegen und selbständig essen können.


ab 01.01.2017


Maßgeblich für eine Pflegebedürftigkeit sind die Beeinträchtigung der Selbständigkeit oder Fähigkeitsstörungen in den folgenden sechs Bereichen:

1. Mobilität: z.B. Fortbewegen innerhalb des Wohnbereichs, Treppensteigen etc.
2. Kognitive und kommunikative Fähigkeiten: z.B. örtliche und zeitliche Orientierung etc.
3. Verhaltensweisen und psychische Problemlagen: z.B. nächtliche Unruhe, selbstschädigendes und autoaggressives Verhalten
4. Selbstversorgung: z.B. Körperpflege, Ernährung etc. (bis 2016 auch Grundpflege)
5. Bewältigung von und selbständiger Umgang mit krankheits- oder therapiebedingten Anforderungen und Belastungen: z.B. Medikation, Wundversorgung, Arztbesuche, Therapieeinhaltung
6. Gestaltung des Alltagslebens und sozialer Kontakte: z.B. Gestaltung des Tagesablaufs

Die Bewertung erfolgt nach einem umfassenden Punktesystem. Die sechs Bereiche enthalten jeweils mehrere Einzelkriterien. Dabei werden dann für jedes erhobene Kriterium Punkte vergeben. Die Höhe der Punkte orientiert sich daran, wie sehr die Selbstständigkeit eingeschränkt ist oder ob Fähigkeiten nicht mehr vorhanden sind.

Grundsätzlich gilt, je höher die Punktzahl, desto schwerwiegender ist die Beeinträchtigung. Die vergebenen Punkte werden je nach Fähigkeitsstörung unterschiedlich bewertet und eine Summe gebildet. Aus dem Gesamtpunktwert wird das Ausmaß der Pflegebedürftigkeit bestimmt und der Pflegegrad abgeleitet.

Weitere Informationen zu den Pflegegraden ab 2017 finden Sie auch im Flyer Pflegeleistungen.


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Pflegestufen & Pflegegrade

Pflegestufe bis 31.12.2016

 

Pflegestufe 0:
Bei Personen, die eine "eingeschränkte Alltagskompetenz" aufweisen, kann eine Pflegestufe 0 eingerichtet werden. Das ist z.B. dann der Fall, wenn Sie an Demenz oder seelisch-geistigen Störungen erkrankt sind – sich aber noch überwiegend selbst bewegen und selbständig essen können.

Pflegestufe I:
(Erhebliche Pflegebedürftigkeit)
Erhebliche Pflegebedürftigkeit liegt dann vor, wenn mindestens einmal pro Tag Hilfe bei zwei Tätigkeiten aus der Grundpflege und mehrmals pro Woche Hilfe bei der hauswirtschaftlichen Versorgung erforderlich ist. Der Hilfebedarf muss mindestens 90 Minuten im Tagesdurchschnitt betragen. Davon müssen mehr als 45 Minuten auf die Grundpflege entfallen.

Pflegestufe II: (Schwerpflegebedürftigkeit)
Hier muss mindestens dreimal täglich zu unterschiedlichen Tageszeiten Hilfe in drei Bereichen der Grundpflege erforderlich sein (Körperpflege, Ernährung oder Mobilität). Zusätzlich muss mehrmals in der Woche Hilfe bei der hauswirtschaftlichen Versorgung benötigt werden. Der Hilfebedarf muss im Tagesdurchschnitt mindestens drei Stunden betragen, wobei auf die Grundpflege mindestens zwei Stunden entfallen müssen.

Pflegestufe III: (Schwerstpflegebedürftigkeit)
Schwerstpflegebedürftigkeit liegt vor, wenn die Grundpflege rund um die Uhr, auch nachts erforderlich ist. Zusätzlich wird mehrfach in der Woche Unterstützung bei der hauswirtschaftlichen Versorgung benötigt. Am Tag müssen hier mindestens fünf Stunden Hilfebedarf erforderlich sein, davon müssen mindestens vier Stunden auf die Grundpflege entfallen (Körperpflege, Ernährung oder Mobilität).

Härtefälle:
Reicht die Unterstützung aus der Pflegestufe III nicht aus, gibt es Leistungen nach der Härtefallregelung. Hier ist täglich mindestens sechs Stunden Pflege erforderlich, davon mindestens dreimal in der Nacht.

 

 

Pflegegrad ab 01.01.2017


Statt bisher drei Pflegestufen gibt es zukünftig fünf Pflegegrade. Hierbei werden die ermittelten Punkte aus der Begutachtung der sechs Bereiche zusammengezählt. Die Gesamtpunktzahl ergibt dann die Zuordnung zu einem Pflegegrad.

Pflegegrad 1:   
                                        
geringe Beeinträchtigung der Selbständigkeit oder der Fähigkeiten (ab 12,5 bis unter 27 Gesamtpunkte)
Pflegegrad 2:                                               
erhebliche Beeinträchtigung der Selbständigkeit oder der Fähigkeiten (ab 27 bis unter 47,5 Gesamtpunkte)
Pflegegrad 3:                                               
schwere Beeinträchtigung der Selbständigkeit oder der Fähigkeiten (ab 47,5 bis unter 70 Gesamtpunkte)
Pflegegrad 4:                                               
schwerste Beeinträchtigung der Selbständigkeit oder der Fähigkeiten (ab 70 bis unter 90 Gesamtpunkte)
Pflegegrad 5:                                               
schwerste Beeinträchtigung der Selbständigkeit oder der Fähigkeiten mit besonderen Anforderungen an die pflegerische Versorgung (ab 90 bis 100 Gesamtpunkte)

 

Wenn Sie bisher keine Leistungen aus der Pflegeversicherung erhalten haben, besteht die Möglichkeit dem Pflegegrad 1 zugeordnet zu werden. Im Pflegegrad 1 sind folgende Leistungen vorgesehen:

  • Pflegeberatung
  • Beratung in der eigenen Häuslichkeit
  • zusätzliche Leistungen für Pflegebedürftige in ambulant betreuten Wohngruppen
  • Versorgung mit Pflegehilfsmitteln
  • finanzielle Zuschüsse für Maßnahmen zur Verbesserung des individuellen oder gemeinsamen Wohnumfeldes
  • zusätzliche Betreuung und Aktivierung in stationären Pflegeeinrichtungen
  • Pflegekurse für Angehörige und ehrenamtliche Pflegepersonen


Zudem erhalten Sie zusätzlich einen Entlastungsbetrag in Höhe von 125 Euro monatlich. Dieser Betrag kann im Pflegegrad 1 auch für Sachleistungen durch den Pflegedienst eingesetzt werden. Auch bei der vollstationären Pflege gibt es einen Zuschuss in Höhe von 125 Euro – nicht aber Leistungen zur Sicherung der Pflegepersonen.

Weitere Informationen zu den Pflegegraden ab 2017 finden Sie auch im Flyer Pflegeleistungen.

Bereits pflegebedürftig – was ändert sich für Sie?

Wenn Sie bereits Leistungen aus der Pflegeversicherung beziehen, werden Sie automatisch von Ihrer Pflegestufe in den jeweiligen Pflegegrad übergeleitet.


Dabei gilt folgende Grundregel:

Personen, mit körperlichen Einschränkungen werden in den nächsthöheren Pflegegrad übergeleitet:

  • von Pflegestufe I in Pflegegrad 2
  • von Pflegestufe II in Pflegegrad 3
  • von Pflegestufe III in Pflegegrad 4


Personen, bei denen eine Beeinträchtigung der Alltagskompetenz festgestellt wurde, werden von ihrer Pflegestufe in den übernächsten Pflegegrad übergeleitet:

  • von Pflegestufe 0 in Pflegegrad 2
  • von Pflegestufe I in Pflegegrad 3
  • von Pflegestufe II in Pflegegrad 4
  • von Pflegestufe III in Pflegegrad 5


Wenn Sie bisher keine Leistungen aus der Pflegeversicherung erhalten haben, besteht die Mög-ichkeit, dem Pflegegrad 1 zugeordnet zu werden. Im Pflegegrad 1 sind folgende Leistungen vorgesehen:

  • Pflegeberatung
  • Beratung in der eigenen Häuslichkeit
  • zusätzliche Leistungen für Pflegebedürftige in ambulant betreuten Wohngruppen
  • Versorgung mit Pflegehilfsmitteln
  • finanzielle Zuschüsse für Maßnahmen zur Verbesserung des individuellen oder gemeinsamen Wohnumfeldes
  • zusätzliche Betreuung und Aktivierung in stationären Pflegeeinrichtungen
  • Pflegekurse für Angehörige und ehrenamtliche Pflegepersonen

Zudem erhalten Sie einen Entlastungsbetrag. Der Betrag kann im Pflegegrad 1 auch für Sachleistungen durch den Pflegedienst eingesetzt werden. Auch bei der vollstationären Pflege gibt es einen Zuschuss – nicht aber Leistungen zur Sicherung der Pflegepersonen.

Weitere Informationen zu den Pflegegraden ab 2017 finden Sie auch im Flyer Pflegeleistungen.


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Zuletzt aktualisiert:
01.12.2016
Erstellt am:
16.11.2016

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