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Ambulante Leistungen

Pflegesachleistung

Wurde bei Ihnen eine Pflegebedürftigkeit festgestellt, haben Sie die Möglichkeit, sich zu Hause von einem ambulanten Pflegedienst versorgen zu lassen. Eine Pflegekraft kommt dann zu Ihnen nach Hause und hilft Ihnen beispielsweise bei der Körperpflege, dem An- und Auskleiden oder der Hausarbeit. Die Pflege durch einen ambulanten Pflegedienst wird auch Pflegesachleistung genannt, weil Sie nicht pauschal ein Pflegegeld erhalten, sondern eine Pflege durch eine Pflegekraft als Sachleistung zur Verfügung gestellt wird. Die Kosten für den ambulanten Pflegedienst übernimmt Ihre Pflegekasse bis zum jeweiligen Höchstbetrag Ihres Pflegegrades. Die Leistung wird in der Regel direkt zwischen Pflegekasse und Pflegedienst abgerechnet. Die Übersicht zeigt Ihnen, in welcher Höhe ihre Pflegekasse die Kosten übernehmen kann: 

Pflegesachleistung 

  • Pflegegrad 2 = 689 Euro
  • Pflegegrad 3 = 1.298 Euro
  • Pflegegrad 4 = 1.612 Euro
  • Pflegegrad 5 = 1.995 Euro

Pflegegeld

Pflegegeld können Sie als Pflegebedürftiger erhalten, wenn Sie Ihre Pflege zu Hause durch Angehörige, Verwandte und Bekannte selbst sicherstellen. Das monatliche Pflegegeld ist von Ihrem Pflegegrad abhängig und wird von der Pflegekasse auf Ihr Konto überwiesen. Sie können das Geld für sich selbst nutzen, um z.B. Zuzahlungen für Medikamente zu leisten oder Ihren pflegenden Angehörigen eine kleine Anerkennung zukommen zu lassen. Pflegegeld kann auch anteilig ausgezahlt werden, wenn sie nicht den ganzen Monat Anspruch auf eine Leistung haben (z.B. erstmalige Leistungen ab 15.07.). Dann erhalten Sie 1/30 des monatlichen Pflegegeldes für jeden Tag, an dem Sie den Anspruch auf Pflegegeld haben.

Übersicht Pflegegeld

  • Pflegegrad 2 = 316 Euro
  • Pflegegrad 3 = 545 Euro
  • Pflegegrad 4 = 728 Euro
  • Pflegegrad 5 = 901 Euro

Das Pflegegeld wird zur Hälfte während einer Kurzzeitpflege für bis zu acht Wochen und während einer Verhinderungspflege für bis zu sechs Wochen je Kalenderjahr fortgezahlt. Bei Pflegebedürftigen, die Pflegegeld erhalten, d.h. von Angehörigen gepflegt werden, ist ein Beratungseinsatz in dem Pflegegrad 1 bis 3 halbjährlich und von Pflegegrad 4 bis 5 vierteljährlich erforderlich.

Kombinationsleistung

Von einer Kombinationsleistung spricht man, wenn ein Teil Ihrer Pflege von einem ambulanten Pflegedienst übernommen wird und Sie gleichzeitig von einer Pflegeperson zu Hause gepflegt werden. Zunächst werden die Kosten Ihres Pflegedienstes mit dem zur Verfügung stehenden Betrag aus Ihrem Pflegegrad abgegolten. Wenn dann noch ein Restbetrag übrig bleibt, können Sie für die Pflege durch Ihre Pflegeperson auch noch ein anteiliges Pflegegeld erhalten. 

Beispielberechnung: 

Herr Müller hat einen Pflegegrad II. Dort beträgt die Pflegesachleistung 689 Euro und das Pflegegeld 316 €. Die morgendliche Pflege und hauswirtschaftliche Versorgung übernimmt der ambulante Pflegedienst. Dieser rechnet direkt mit der Pflegekasse einen Betrag in Höhe von 345 € ab. Dies sind genau 50 Prozent des Betrages der Pflegesachleistung. Am Abend wird Herr Müller von seiner Tochter zu Hause gepflegt. Für diese Pflege durch Angehörige erhält Herr Müller 50 Prozent des Pflegegeldes, also 158 Euro. 

Zusätzliche Betreuungs- und Entlastungsleistungen

Pflegebedürftige in häuslicher Pflege haben Anspruch auf einen Entlastungsbetrag in Höhe von bis zu 125 Euro monatlich. Das Angebot soll zur Entlastung der Pflegepersonen im Alltag dienen und es den Pflegebedürftigen ermöglichen, möglichst lange im häuslichen Umfeld zu bleiben. Angebote zur Unterstützung sind beispielsweise Betreuung von ehrenamtlichen Helfern oder die Betreuung bei einem ambulanten Pflegedienst mit Nachmittagsprogramm. Der Betrag dient zur Erstattung von Aufwendungen im Zusammenhang mit ambulanten Pflegediensten, Leistungen der Kurzzeitpflege oder der Tages- und Nachtpflege. 

Verhinderungspflege und Entlastungspflege

Von Verhinderungspflege spricht man, wenn die Pflegeperson ausfällt. Dies kann verschiedene Gründe haben, beispielsweise eine Erkrankung oder Urlaub. In diesen Fällen ist eine gute "Pflegevertretung" erforderlich. Die Pflegekasse übernimmt eine Ersatzpflege für bis zu 6 Wochen pro Kalenderjahr in Höhe von bis zu 1.612 Euro. Voraussetzung dafür ist, dass die Pflegeperson den Pflegebedürftigen mindestens 6 Monate vor der Antragsstellung der Verhinderungspflege gepflegt hat. Zusätzlich besteht die Möglichkeit bis zu 50% (max. 806 Euro) Ihres Anspruchs auf Kurzzeitpflege zusätzlich zur Verhinderungspflege zu nutzen, sofern Sie die Kurzzeitpflege nicht oder nur teilweise in Anspruch nehmen wollen.

Die Verhinderungspflege erhalten Personen ab Pflegegrad 2. Personen mit Pflegegrad 1 können für die Verhinderungspflege den Entlastungsbetrag in Höhe von bis zu 125 Euro verwenden.

Es gibt verschiedene Möglichkeiten der Verhinderungspflege:

Verhinderungspflege durch Pflegedienste, Privatperson und/oder entfernte Verwandte


Sie können sich während der Verhinderung ihrer gewohnten Pflegeperson von einem ambulanten Pflegedienst oder auch Nachbarn, Freunde und Verwandte (Verwandte bis zum zweiten Grad siehe unten) pflegen lassen. Die Pflegekasse kann dann für maximal 6 Wochen die Kosten bis zu 1.612 € übernehmen.

Bei der Pflege durch einen ambulanten Pflegedienst rechnet dieser direkt mit der Pflegekasse ab, Sie müssen sich dann um nichts kümmern. Wenn Nachbarn oder Verwandte die Pflege übernehmen können Sie die Belege einreichen.


Pflege durch nahe Verwandte bis zum zweiten Grad


Erfolgt die Ersatzpflege durch Verwandte und Verschwägerte bis zum zweiten Grad, z.B. Kinder, Eltern, Geschwister oder Schwager/Schwägerinnen dann ist der Pflegegrad maßgeblich für eine Kostenübernahme. Sie erhalten dann einen Betrag in Höhe Ihres Pflegegeld für maximal 6 Wochen. Sind den Angehörigen z.B. durch Verdienstausfall wesentlich höhere Kosten entstanden kann die Schwenninger ebenfalls bis zu 1.612 Euro pro Kalenderjahr übernehmen. 

Tages- und Nachtpflege

Die Tages- und Nachtpflege erfolgt tagsüber oder nachts in einer zugelassenen Pflegeeinrichtung. Die Tagespflege kommt insbesondere dann in Betracht, wenn Ihre häusliche Pflege nicht oder nicht vollumfänglich sichergestellt werden kann. Bei vielen Einrichtungen zur Tagespflege gibt es einen Fahrdienst, der Sie zuhause abholt und auch wieder nach Hause bringt. Eine Tagespflege kann auch zur Entlastung der Angehörigen gut gentuzt werden. Die Pflege in der Tagespflege wird von ausgebildeten Pflegekräften durchgeführt. Meistens gibt es zusätzliches Betreuungspersonal, welches mit den Besuchern Spiele spielt, Gymnastik macht oder Lieder singt.

Die Nachtpflege kommt dann in Frage, wenn eine Betreuung über Nacht erforderlich wird. Zum Beispiel bei Pflegebedürftigen mit dementiellen Erkrankungen. Durch die Nachtpflege werden die Angehörigen entlastet und der Pflegebedürftigte ausreichend versorgt.

Bei der Tagespflege richten sich die Erstattungsbeträge nach Ihrem Pflegegrad:

  • Pflegegrad 2: 689 Euro
  • Pflegegrad 3: 1.298 Euro
  • Pflegegrad 4: 1.612 Euro
  • Pflegegrad 5: 1.995 Euro


Zusätzlich kann der monatliche Entlastungsbetrag in Höhe von 125 Euro eingesetzt werden.

Die Tages- und Nachtpflege können Sie zeitlich unbegrenzt neben Ihrer Pflegesachleistung oder Ihrem Pflegegeld in Anspruch nehmen. Sie haben hier keine Begrenzung der Anspruchsdauer wie bei der Verhinderungspflege. 

Ambulante Wohngruppen

Senioren oder Pflege-Wohngemeinschaften als neue Wohnformen bieten die Möglichkeit in ähnlichen Situationen zusammenzuleben und sich gegenseitig zu unterstüzen. Für die Gründung einer Wohngruppe gibt es einen Zuschlag in Höhe von 2.500 € pro Person bzw. max. 10.000 € pro Wohngruppe. Sie haben als Pflegebedürftiger natürlich die Möglichkeit, sich in eine bestehende, ambulant betreute Wohngruppe zu integrieren. Sie können dann unabhängig von Ihrem Pflegegrad einen Wohngruppenzuschlag in Höhe von 214 Euro pro Monat bekommen. Mit diesem Betrag wird innerhalb der Wohngruppe eine Person finanziert, welche die Organisation, Betreuung oder hauswirtschaftliche Tätigkeiten übernimmt. Über die Voraussetzungen informieren wir Sie gerne!

Sie erreichen uns unter Telefon 0800 3755 3755 5 rund um die Uhr an 365 Tagen im Jahr (kostenfrei für Mobilfunk/Festnetz) oder nutzen Sie unser Kontaktformular!

Pflegehilfsmittel

Pflegehilfsmittel sind dazu da, die Pflegebedürftigen in ihrem Alltag zu unterstützen und das Leben zu erleichtern. Typsiche Pflegehilfsmittel sind z. B. ein Hausnotruf oder ein Pflegebett.

Zum Verbrauch bestimmte Hilfsmittel
Zum Verbrauch bestimmte Hilfsmittel sind z. B. das Desinfektionsmittel und die Einmalhandschuhe, die nur einmalig nutzbar sind. Für diese Hilfsmittel bekommen sie einen Zuschuss in Höhe von 40 Euro pro Monat.

Technische Hilfsmittel
Technische Hilfsmittel wie z. B. der Pflege-Rollstuhl werden komplett von der Pflegekasse übernommen. Sie bekommen die Hilfsmittel als Leihgabe zur Verfügung gestellt. Für Pflegehilfsmittel, die Sie nicht ausleihen können fällt eine Zuzahlung an. Die Zuzahlung beträgt 10%, jedoch maximal 25 Euro je Hilfsmittel. 

Wohnumfeld verbessern

Unter wohnumfeldverbessernde Maßnahmen versteht man alle Maßnahmen im Haushalt bzw. in der Wohnung, die Ihnen helfen, selbständiger zu leben oder Ihre Pflege dadurch zu erleichtern. Müssen Sie also Ihre Wohnung umbauen, um weiter zu Hause leben zu können, kann Sie die Pflegekasse dabei finanziell unterstützen.

Für Umbaumaßnahmen bekommen Pflegebedürftige der Pflegegrade 1 bis 5 bis zu 4.000 € je Maßnahme zur Verfügung gestellt. Ein Umbau kann auch bei der Pflegeperson im Haus vorgenommen werden, wenn dies der "auf Dauer angelegte" Lebensmittelpunkt des Pflegebedürftigen ist. Für Umbauten in einer Wohngruppe beträgt die maximale Unterstützung 16.000 Euro. Um einen Zuschuss zu erhalten müssen folgende Kriterien vorliegen:

 

  • Der Umbau hilft ein selbständigeres Leben zu führen
  • Der Umbau erleichtert die Pflege oder macht sie überhaupt erst möglich
  • eine Überforderung der Pflegeperson kann durch den Umbau verhindert werden

Bevor Sie einen Umbau planen, kommt der MDK zu Ihnen nach Hause und prüft die Voraussetzungen für eine Leistungsgewährung. Sie können den Kostenvoranschlag über den geplanten Umbau bei der Pflegekasse einreichen, über die tatsächliche Höhe des Zuschusses informieren wir Sie schriftlich.

Zuletzt aktualisiert:
01.12.2016
Erstellt am:
16.11.2016

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