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29. Januar 2013
Gesundheit zum Frühstück

Gesundheit zum Frühstück vom 29.01.2013

Der Überschüsse überdrüssig: Wohin mit den Milliarden des GKV-Systems?

Die Schwenninger Krankenkasse veranstaltete erstmals eine gesundheitspolitische Gesprächsrunde in Berlin

Villingen-Schwenningen/Berlin, 5. Februar 2013 - Zu einem parlamentarischen Frühstück konnte Siegfried Gänsler, Vorsitzender des Vorstandes der Schwenninger Krankenkasse, zahlreiche Vertreter aus der Gesundheitsbranche begrüßen. Neben Abgeordneten des Deutschen Bundestages, Vertretern der Verbände sowie Journalisten und Redakteuren von Fachpublikationen waren in der vergangenen Sitzungswoche auch der gesundheitspolitische Sprecher der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, Jens Spahn MdB, sowie der Direktor des Forschungszentrums Generationenverträge der Albert-Ludwigs-Universität Freiburg, Prof. Dr. Bernd Raffelhüschen, in das Restaurant Tucher am Brandenburger Tor gekommen. Moderiert wurde die Runde vom Berliner Wirtschaftskorrespondenten der Frankfurter Allgemeinen Zeitung, Andreas Mihm.

Mit dem neuen Gesprächsformat will die Schwenninger Krankenkasse regelmäßig über aktuelle gesundheitspolitische Themen diskutieren. "Uns ist der Austausch mit allen Playern im Gesundheitssystem wichtig. GESUNDHEIT ZUM FRÜHSTÜCK bildet eine gute Gelegenheit, unmittelbar und ungezwungen miteinander ins Gespräch zu kommen", so Gänsler, der sich über die sehr gute Resonanz der ersten Veranstaltung sichtlich freute.

Den Auftakt bildete das Thema Finanzierung. Unter der Überschrift "Der Überschüsse überdrüssig: Wohin mit den Milliarden des GKV-Systems?" diskutierten die Referenten zusammen mit den Gästen Möglichkeiten einer nachhaltigen und zukunftsfesten Finanzierung des Krankenversicherungssystems. Politiker Jens Spahn machte zu Beginn deutlich, dass er keinesfalls der Überschüsse überdrüssig sei, ganz im Gegenteil: "Wir müssen die Überschüsse mit in die kommende Wahlperiode nehmen - nur so haben wir eine Chance, ohne neue Kostendämpfungsgesetze durch die nächste Legislatur zu kommen." Der Ökonom und Sozialversicherungsexperte Bernd Raffelhüschen wies darauf hin, dass die Sicherstellung einer Gesundheitsversorgung auf hohem Niveau, wie wir sie bisher gewöhnt sind, dauerhaft nur durch die Einführung einer Gesundheitsprämie zu gewährleisten sei: "Wir müssen die Dynamik aus den Beiträgen rausnehmen, wir müssen das System für die wenigen Jungen anpassen - das geht nur über eine Pauschale."

Siegfried Gänsler verdeutlichte, dass die gegenwärtig vermeintlich gute Finanzsituation einzelner Krankenkassen und des Gesundheitsfonds keineswegs über den grundlegenden Handlungsbedarf hinwegtäuschen dürfe. "Jetzt ist die Gelegenheit, die Weichen für eine nachhaltige Finanzierung des Gesundheitssystems zu stellen. Die demografische Entwicklung sowie der medizinisch-technische Fortschritt werden die Kosten weiter steigen lassen. Wir dürfen uns deshalb nicht auf den Überschüssen ausruhen", unterstrich der Kassenchef.

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