Befreiung von der Zuzahlung

Belastungsgrenze ausrechnen
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Informationen zur Befreiung von der Zuzahlung

Versicherte der gesetzlichen Krankenversicherung müssen sich an den Kosten bestimmter Leistungen beteiligen. Diese Zuzahlungen betragen grundsätzlich 10% und bewegen sich zwischen fünf und zehn Euro. Belastungsgrenzen sorgen dafür, dass alle Versicherten die medizinisch notwendige Versorgung erhalten, und dabei gleichzeitig nicht unzumutbar belastet werden.

Während eines Kalenderjahres müssen Sie daher nur Zuzahlungen bis zu Ihrer persönlichen Belastungsgrenze leisten. Wenn Sie die Belastungsgrenze bereits innerhalb eines Kalenderjahres erreichen, können Sie sich und Ihre Angehörigen für den Rest des Kalenderjahres von den gesetzlichen Zuzahlungen befreien lassen. Gerne stellen wir Ihnen dann einen Befreiungsausweis aus. Eventuell zu viel aufgewendete Zuzahlungen erstatten wir Ihnen gerne auf Antrag.

Alles auf einen Blick:

Grundlage für die Berechnung der Belastungsgrenze sind die Bruttoeinnahmen (nicht die Nettoeinkünfte) des Versicherten und der im gemeinsamen Haushalt lebenden Angehörigen, sowie die Einkünfte der im Haushalt lebenden mitversicherten Kinder.

Die Einnahmen werden zu Berechnung der Belastungsgrenze um folgende Familienabschläge (2020) gemindert:

  • Für den Ehepartner oder Lebenspartner 5.733 Euro
  • Für jedes im Haushalt lebende berücksichtigungsfähige Kind 7.812 Euro

Bei einzelnen Personengruppen, wie beispielsweise Bezieher von Sozialhilfe, gilt ausschließlich der Regelbedarf des Haushaltsvorstandes als Berechnungsgrundlage. Die Belastungsgrenze beträgt zwei Prozent der jährlichen Bruttoeinnahmen zum Lebensunterhalt. Die Höhe der Familienabschläge ändern sich jährlich. Bitte informieren Sie sich rechtzeitig!

Für Versicherte, die an einer chronischen Krankheit leiden, gilt: Die Belastungsgrenze bei chronisch Kranken beträgt ein Prozent, wenn sie wegen derselben schwerwiegenden Krankheit ein Jahr lang in Dauerbehandlung sind und wenn zusätzlich eine der folgenden Voraussetzungen erfüllt und ärztlich bestätigt ist:

  • Eine kontinuierliche medizinische Versorgung ist erforderlich
  • Es liegt Pflegebedürftigkeit nach Pflegegrad drei, vier oder fünf vor
  • Ein Grad der Behinderung von mindestens 60% oder Minderung der Erwerbsfähigkeit von mindestens 60% liegt vor

Wenn die Voraussetzungen erfüllt sind, bestätigt Ihnen Ihr Arzt dies auf der "Ärztlichen Bescheinigung zur Feststellung einer schwerwiegenden chronischen Krankheit" (Muster 55).

Bitte  lassen Sie sich über sämtliche gesetzliche Zuzahlungen, die Sie im Jahresverlauf leisten, einen Beleg erstellen. Die gesammelten Quittungen können Sie uns dann am Jahresende oder bei Erreichen der Belastungsgrenze während des Jahres mit allen Einkommensunterlagen sowie den Antragsunterlagen zukommen lassen.

Bitte beachten Sie: Eingereichte Zahlungensbelege müssen immer mit dem Namen des Versicherten versehen sein. Belege ohne Namen dürfen wir leider nicht anerkennen und müssen wir zurückschicken. Wir berechnen Ihre persönliche Belastungsgrenze und erstatten Ihnen die Zuzahlungen, welche die Belastungsgrenze überschreiten.

Je nach Ihrer persönlichen Situation setzt sich der Antrag auf Befreiung von Zuzahlungen aus unterschiedlichen Bestandteilen zusammen. Daher bitten wir Sie uns anzurufen, damit wir Ihnen den für Sie passenden Antrag mit allen erforderlichen Bestandteilen zuschicken können.

Haben Sie Interesse, Ihre individuelle Belastungsgrenze vorab zu berechnen? Diese Berechnung hat keine rechtliche Relevanz. Sie soll Ihnen lediglich als Anhaltspunkt dafür dienen, ob eine Erstattung von Zuzahlungen für Sie in Frage kommt.

Hier finden Sie den Zuzahlungsrechner.

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