Jürgen Fischer

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Jürgen Fischer

Der gelernte Industriekaufmann arbeitete jahrelang als Animateur für ein Reiseunternehmen. Heute leitet er unseren Bereich Vollstreckung und Insolvenz. Im Interview berichtet er von seinem unkonventionellen Werdegang und seiner Tätigkeit als fachfremde Führungskraft. 

Jürgen, dein beruflicher Werdegang ist alles andere als klassisch. Du bist gelernter Industriekaufmann. Zur Schwenninger kamst du als Vertriebler, nun bist du Leiter des Teams Vollstreckung und Insolvenz. Wie passt das zusammen?
Auf den ersten Blick gar nicht (lacht). Wie man sieht, probiere ich gerne Neues aus. Ich liebe den Umgang mit Menschen und hängte deshalb meinen Job als Industriekaufmann an den Nagel. Stattdessen arbeitete ich als Animateur in Spanien, auf den Kanaren, in der Türkei und in Ägypten. Nach meiner Rückkehr war ich als Entertainer tätig und wurde von Firmen für Veranstaltungen gebucht. So kam ich auch mit der Schwenninger in Kontakt, für die ich auf Messen arbeitete. Als das Unternehmen im Jahr 2011 einen Mitarbeiter für den Vertrieb suchte, wurde ich aufgrund meiner Weiterbildung zum Versicherungskaufmann eingestellt.

Wie kamst du zu deiner aktuellen Stelle des Teamleiters Vollstreckung und Insolvenz?
Die Personalabteilung ermutigte mich zur Bewerbung. Das überraschte mich sehr, denn ich verfügte nicht über die notwendigen Fachkenntnisse. Für die Personalabteilung überwogen jedoch meine Stärken im Umgang mit Menschen und meine Aufgeschlossenheit für Neues. Im Vorstellungsgespräch konnte ich dann auch meinen direkten Vorgesetzten von mir überzeugen.

An Führungskräfte werden hohe Anforderungen gestellt. Mitarbeiter erwarten einen fachlich kompetenten Ansprechpartner. Dem konntest du anfangs nicht gerecht werden...
Das stimmt. Ich nahm zunächst zwei Wochen Urlaub und wälzte pausenlos Fachliteratur. Doch dann musste ich mich während des laufenden Betriebs einarbeiten. Trotz der großen Unterstützung durch meinen Vorgesetzen dauerte es ein knappes Jahr, bis ich mich ausreichend in meinem neuen Bereich auskannte. Natürlich hatte mein Team deshalb anfangs Vorbehalte gegen mich.

Und dennoch lief es bereits nach kurzer Zeit super zwischen euch. Warum?
Auch wenn Animateur und Teamleiter bei einer Krankenkasse auf den ersten Blick gar nichts miteinander zu tun haben, so braucht man in beiden Tätigkeiten Kontakt- und Kommunikationsfreudigkeit, Organisationstalent, Teamfähigkeit sowie eine gewisse Gelassenheit in Stress- und Konfliktsituationen. Ich habe meinen Mitarbeitern von Beginn an einen klaren Rahmen vorgegeben, innerhalb dessen sie eigenverantwortlich agieren und entscheiden dürfen. Ich signalisierte Vertrauen in ihre Fähigkeiten, behandelte sie auf Augenhöhe. Das kam super an. Schwierige Fälle begannen wir im Team zu diskutieren. Das machen wir heute noch so. Ich bringe meine Standpunkte ein, setze sie aber nicht durch, bloß weil ich der Chef bin. Auch war mir von Beginn an wichtig, den Zusammenhalt in meinem 25-köpfigen Team zu stärken und mit verschiedenen Aktionen ein freundschaftliches Verhältnis zu fördern.

Vielen Dank für das Interview

Bist du bereits auf der Suche nach einer neuen Herausforderung?
Nein, denn in meiner aktuellen Stelle ist mir bisher nicht langweilig geworden. Vollstreckung und Insolvenz ist ein spannender Bereich und mein Team ist einfach klasse.

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