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Content:
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perspektive Ausgabe 4/2009 Das Gesundheitsmagazin der Schwenninger BKK Leben in Balance Winterfit von A bis Z Bewegung und Vitamine halten gesund Die innere Ruhe finden Dampfbad mit Dichterfürst Ein Stadtrundgang durch Rom

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Editorial Liebe Leserinnen und Leser, enn es eine Auszeit vom Alltag sein soll, gibt es kein Patentrezept. Vielleicht reicht Ihnen ein gutes Buch, um abzuschalten. Andere schwö ren lieber auf ein heißes Bad, wieder andere meditieren sogar. Doch egal, was Ihr Geheimnis ist ­ wenn Sie Ihrem Immun system jetzt, in der kalten Jahreszeit, mit regelmäßigen Erho lungsphasen und der richtigen Ernährung etwas Aufmerksam keit schenken, bleiben Sie viel wahrscheinlicher gesund. Falls Sie dazu noch ein, zwei Anregungen brauchen: Mit dieser "per spektive" geben wir Ihnen einige Ideen an die Hand. Viele Ideen hat auch die neue Bundesregierung, wenn es um das deutsche Gesundheitssystem geht. Die politisch Verant wortlichen müssen diese Chance jetzt nutzen. Mehr Wett bewerb im Gesundheitswesen ist sicherlich ein richtiger Ansatz. Das Ziel der Schwenninger BKK ist es, dass bei dieser Dis kussion die richtigen Ideen auf den Verhandlungstisch kom men. Deshalb sind wir im ständigen Dialog mit der Politik ­ um dort aktiv mitzugestalten, wo es um Ihre persönlichen Rechte geht. Beispielsweise in Sachen Gesundheitsfonds, der auf Steuer gelder angewiesen ist. Von diesen Zuschüssen hängt es ab, ob die Krankenversicherungen 2010 Zusatzbeiträge erheben müs sen. Die gute Nachricht für Sie: Die Schwenninger BKK startet dank eines soliden und umsichtigen Finanzmanagements ohne Zusatzbeitrag ins neue Jahr. Was wir trotz aller Besinnlichkeit in der Advents und Weih nachtszeit jetzt und auch künftig tun werden: sinnvolle Vor schläge zur Sprache bringen ­ zum Beispiel einen reduzierten Mehrwertsteuersatz von sieben Prozent für Medikamente. Das wäre eine elegante Lösung, um die Gesundheitskosten zu redu zieren. Zudem wird dadurch die Finanzplanung für Kranken kassen deutlich kalkulier und planbarer. Mit der Schwenninger BKK sind Sie in Sachen Gesundheit auch 2010 auf der sicheren Seite. Auch weil wir eine der weni gen Krankenkassen in Deutschland sind, die ihren Kunden ein eigenes Gesundheitszentrum bietet. In Oerlinghausen im Teutoburger Wald setzen wir auf aktives Gesundheitstraining, um chronischen Erkrankungen rechtzeitig entgegenzusteuern. Ein schönes Weihnachtsfest und ein gesundes, erfolgreiches Jahr wünschen Ihnen Siegfried Gänsler Vorsitzender des Vorstandes Thorsten Bröske Vorstand perspektive 4/2009

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Inhalt Brennpunkt 4 6 9 10 kurz & knapp Kunden werben | Gesundheitskarte | Fusion | Patientenverfügung | Steuer | Marathon Frage der Balance Meditation kann heilen helfen Mitten im Teutoburger Wald Im Gesundheitszentrum Oerlinghausen die innere Ruhe finden Schnell mal parallel Multitasking: ineffizient und ungesund Einblick 12 14 16 17 Einklang Feng Shui bringt Mensch und Umwelt ins Gleichgewicht Überzeugender Auftritt Tipps für den perfekten Berufsstart Ein gesunder Rücken kann entzücken Bewusst leben und rechtzeitig vorbeugen Advent, Advent, das Fett verbrennt Vier Fitness-Mythen, die sich hartnäckig halten Lebenslust 18 20 22 A, A, A Fit im Winter: 26 Gesundheitstipps von A bis Z Viva Vitamine! Gesunde Ernährung für frostige Wintertage Nächstes Jahr wird alles anders Gute Vorsätze 2010 Auszeit 24 27 Dampfbad mit Dichterfürst Unterwegs in Rom So sehen Sieger aus Bilder des Gewinnspiels der Ausgabe 3/2009 Mit einem Impressum Klick auf diese Symbole starten Sie automatisch ... Herausgeber Schwenninger BKK 78044 Villingen-Schwenningen Telefon: 0180/255 255 55 Telefax: 0180/255 255 59 www.schwenninger-bkk.de info@schwenninger-bkk.de Erscheinungsweise 4-mal jährlich ISSN 1869-1838 Chefredaktion Roland Frimmersdorf perspektive@schwenninger-bkk.de Direkt bei der Schwenninger BKK oder liche Genehmigung des Herausgebers. Für Einen PodcastTelefon 0180jeweiligen Thema eingesandte Manuskripte, Fotos unter zum / 255 255 55 unverlangt Bezugsquelle Keine Reproduktion des Inhalts ohne schriftetc. übernimmt der Herausgeber keine Haftung. Wir behalten uns das Recht vor, Leserbeiträge auszugsweise bzw. in gekürzter Fassung zu veröffentlichen. Das Magazin dient der BKK dazu, ihre gesetzliche Verpflichtung zur Aufklärung der Versicherten über deren Rechte und Pflichten in der Sozialversicherung zu erfüllen. Rechtsverbindlich für sozialrechtliche Themen sind Gesetz und Satzung. Für den Inhalt von extern angegebenen Eine Bildergalerie zum Artikel Bilder Schwenninger BKK, fotolia, Public Address, i-stock, shutterstock Gesamtherstellung Communication Consultants GmbH Engel & Heinz Jurastraße 8, 70565 Stuttgart Telefon 0711 / 978 93-0 perspektive@communicationconsultants.de Mit einem Klick auf die grau hinterlegten Links gelangen Sie zur jeweiligen Website oder öffnen ein E-Mail-Fenster. perspektive 4/2009 Quellen sind ausschließlich deren Betreiber verantwortlich. Die Schwenninger BKK hat keinen Einfluss auf die Gestaltung und die Inhalte dieser Seiten. Haftung für fehlerhafte Informationen übernimmt die Schwenninger BKK nicht. Die Telefongebühren der Service- Hotline 0180 / 255 55 55 sowie der Faxnummer 0180 / 255 255 59 betragen 6 Cent/Anruf aus dem deutschen Festnetz; Mobilfunktarife abweichend. Mit Flatrate-Anschluss erreichen Sie die Schwenninger BKK kostenfrei unter 077 20 / 97 27-0.

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Brennpunkt Überzeugt? Einfach weiterempfehlen Ulrike Thompson aus Fulda geht mit offenen Augen durchs Leben: Erst wenn beim Einkaufen das Preis-Leistungs-Verhältnis stimmt, greift sie zu. "Wenn mich ein Produkt oder Angebot aber erst mal vollauf überzeugt, empfehle ich das gerne meiner Familie und meinen Freunden weiter", sagt Ulrike Thompson. Das gilt für sie nicht nur, wenn es um Lebensmittel geht, sondern auch in Sachen Gesundheitsversorgung. Weil Ulrike Thompson mit ihrer Schwenninger BKK restlos zufrieden ist, hat sie gleich fünf Freunde und Bekannte geworben. Grund genug für Ingo Schröder von der Schwenninger BKK, sich mit einem Blumenstrauß persönlich zu bedanken. Übrigens: Eine Empfehlung lohnt sich, denn die Schwenninger BKK belohnt jede erfolgreiche Neukundenwerbung mit 20 Euro, zusätzlich winken Prämien und Musicaltickets für zwei Personen am Jahresende. Wer die Schwenninger BKK weiterempfehlen möchte, kann dies ganz unkompliziert über das Internet erledigen: www.schwenninger-bkk.de/kundenempfehlenkunden Schlagkräftig Ein digitales Bild für Ihre persönliche elektronische Gesundheitskarte können Sie hier hochladen: https://schwenninger-bkk. systemform.de/ Nicht beeindruckende 90-60-90, sondern 750-14-320.000: Das sind die wichtigsten Maße der Schwenninger BKK nach der Fusion mit der BKK Ost-Hessen zum 1. Januar 2010. 750 Mitarbeiter in den 14 Geschäftsstellen und in der Hauptverwaltung Villingen-Schwenningen setzen sich täglich dafür ein, dass die mehr als 320.000 Kunden in den jeweiligen Regionen auch künftig eine optimale Gesundheitsversorgung erhalten. Der Name bleibt gleich. Neu ist der Standort Wächtersbach in OstHessen, ungefähr 50 Kilometer südwestlich von Fulda. Nach der Fusion gehört die Schwenninger BKK zu den 40 größten Gesetzlichen Krankenkassen Deutschlands. Dass die Krankenversicherung ein bisschen zugelegt hat, schadet nicht. Im Gegenteil: Kunden profitieren vom breiten Produktangebot und kurzen Wegen zu den jeweiligen Geschäftsstellen. Auch die Programme zur besseren Versorgung chronisch Kranker sollen weiter ausgebaut werden. Neue Gesundheitskarte: 90 Prozent der Lichtbilder liegen vor Auch wenn das Thema immer noch heiß diskutiert wird ­ bislang ist geplant, dass die elektronische Gesundheitskarte (eGK) die bisherige Krankenversicherungskarte ablöst. Um unter anderem Missbrauch zu vermeiden, wird auf jeder Gesundheitskarte künftig ein Bild des Versicherten aufgedruckt. Dazu benötigen alle Gesetzlichen Krankenversicherungen ein aktuelles Lichtbild ihrer Versicherten. Die Kunden der Schwenninger BKK gehen mit gutem Beispiel voran: Rund 90 Prozent haben das dafür benötigte aktuelle Foto bereits zur Verfügung gestellt. Wer noch keines eingereicht hat, sollte dies der Schwenninger BKK möglichst bald zusenden. Nur dann ist eine rechtzeitige Auslieferung der Gesundheitskarte garantiert. Sobald sämtliche Arztpraxen und Krankenhäuser mit neuen Kartelesegeräten ausgestattet sind und der offizielle Startschuss für die Ausgabe der elektronischen Gesundheitskarte fällt, sendet die Schwenninger BKK die Karten automatisch allen Kunden zu. Was es mit der elektronischen Gesundheitskarte auf sich hat, hören Sie im Podcast "Schwierige Begriffe einfach erklärt". perspektive 4/2009

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Brennpunkt Eigener Wille rechtlich abgesichert Mehr Sicherheit für Ärzte, Betreuer, Patienten und Angehörige: Seit dem 1. September 2009 sind wichtige Fragen rund um das Thema Patientenverfügung gesetzlich geregelt. Laut Gesetz muss das Dokument schriftlich vorliegen. Der Aussteller muss eigenhändig unterzeichnen, alternativ gilt ein notariell beglaubigtes Handzeichen. Alle volljährigen und einwilligungsfähigen Personen können eine Patientenverfügung hinterlegen. Einwilligungsfähig bedeutet: Der Patient trifft die Entscheidung aus freiem Willen und ist sich deren Bedeutung und Tragweite bewusst. Es besteht aber keine Pflicht für eine Patientenverfügung. Einmal geschrieben, kann sie jederzeit widerrufen werden. Vor dem 1. September verfasste Verfügungen bleiben gültig. Die Schwenninger BKK empfiehlt, diese noch einmal zu prüfen, beispielsweise mit einem Notar. Auch das Bundesjustizministerium bietet zu diesem Thema eine kostenlose Broschüre zum Herunterladen an. Den Link finden Sie in der Online-Ausgabe der "perspektive"unter: http://www.bmj.bund.de/enid/Publikationen/Patientenverfuegung_oe.html www.schwenninger-bkk.de/perspektive kurz & knapp Entlastung für viele Geldbeutel Beiträge zur Gesetzlichen Kranken- und Pflegeversicherung sind künftig besser steuerlich absetzbar. Das "Bürgerentlastungsgesetz" tritt zum 1. Januar 2010 in Kraft. Steuerlich berücksichtigt werden konnten bisher maximal 1.500 Euro bei Arbeitnehmern und Beihilfeberechtigten und 2.400 Euro bei Steuerpflichtigen, die ihre Krankenversicherung selbst finanzieren, beispielsweise Selbstständige. Die Höchstgrenzen betragen von Januar an 1.900 beziehungsweise 2.800 Euro. Liegen die Ausgaben für die Basiskranken- und Pflegeversicherung darüber, kann sie jeder Versicher te trotzdem steuerlich geltend machen. Liegen sie darunter, können Versicherte bis zu den neuen Höchstgrenzen noch andere Beiträge absetzen, beispielsweise für die Haftpflicht- oder die Unfallversicherung. Marathon Die Strecke ist mit exakt 42,195 Kilometern genau gleich lang, trotzdem hinkt der Vergleich ein bisschen: Hier der Schwarzwald-Marathon mit einer landschaftlich reizvollen Naturstrecke durch das Mittelgebirge im Südwesten, dort der Marathon in Berlin, kreuz und quer durch die Bundeshauptstadt und seit Jahren mit mehr als 30.000 Startern. Siegfried Gänsler, Vorsitzender des Vorstandes der Schwenninger BKK, kennt und schätzt sie beide. Im Oktober ging der begeisterte Ausdauersportler auf die Strecke mit Start und Ziel in Bräunlingen, quasi vor der Haustür der Hauptverwaltung der Schwenninger BKK in VillingenSchwenningen. Mit seiner Zeit von etwas mehr als 4 Stunden und 15 Minuten ist er zufrieden ­ schließlich war die Strecke aufgrund des anspruchsvollen Profils eine echte Herausforderung. Den Termin für den Berlin-Marathon 2010 hat er sich im Laufkalender trotzdem schon rot angestrichen. Er ist sicher: "Bei der Zeit ist noch Luft nach oben, in Berlin fehlen schließlich die Höhenmeter ..." 5 perspektive 4/2009 Erfahren Sie von Sigfried Gänsler mehr über den Marathon ­ im Podcast zum Thema Laufen.

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Brennpunkt perspektive 4/2009

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Brennpunkt Eine Frage der Balance: Meditation kann heilen helfen Der Kopierer ächzt, am Nachbarschreibtisch klingelt das Telefon Sturm, das Gehirn arbeitet auf Hochtouren, das Angebot für den Kunden muss bis 15.30 Uhr verschickt werden ­ spätestens. Stress gilt als Volkskrankheit, die Weltgesundheitsorganisation nennt die Dauerbelastung für Leib und Seele eine der größten Gesundheitsgefahren des 21. Jahrhunderts. zenenwechsel: Obwohl er in einem Labor sitzt ­ mit 128 Elek troden auf dem Kopf ­ wirkt der Mönch äußerlich völlig ruhig. Für das ungewöhnliche Bild des meditierenden Geistlichen in steriler Forschungsatmo sphäre ist der Dalai Lama persönlich ver antwortlich. Seit Jahren schickt das tibe tische Oberhaupt ausgewählte Mönche im Dienste der Wissenschaft durch die Welt, alle mit mehr als 10.000 Stunden Meditationserfahrung. Forscher renom mierter Universitäten durchleuchten die kahlrasierten Köpfe. Sie wollen zei gen, ob und wie sich Meditation (Latei nisch für "sich zur Mitte ausrichten") auf die Strukturen im Gehirn auswir ken kann. Und was die Überwachungs geräte ausspucken, treibt den Adrena linspiegel der Experten regelmäßig in die Höhe: Der Psychologe David Richardson von der Universität Wisconsin beispiels weise wies bei einem Mönch im Vergleich zu normalen Probanden 30mal so star ke Gammawellen nach. Diese Hirnströ me kennzeichnen einen Zustand höchs ter Konzentration. ge Zeit gingen Wissenschaftler davon aus, dass ein einmal entwickeltes Gehirn nicht mehr verändert werden kann. Heu te ist klar: Die Wandlungsfähigkeit ­ die sogenannte Neuroplastizität ­ des Ober stübchens gibt berechtigte Hoffnung auf die Heilung verschiedener Krankheiten. Und Meditieren begünstigt offenbar das Wachstum neuer Nervenzellen. Das le gen die Studien der deutschen Psycholo gin und YogaLehrerin Britta Hölzel am Massachusetts General Hospital nahe. schlag und Atmung verlangsamen sich. Was die Mönche des Dalai Lama so per fekt beherrschen, kann bei chronischen Depressionen helfen ­ und auch Schlag anfallPatienten profitieren von den Selbstheilungskräften des Gehirns. Stress kann krank machen Dass ein Ausweg aus der Stressfalle ge funden werden muss, zeigt ein Blick auf Krankheitsbilder, die durch Stress be günstigt werden: "Wer dauernd unter Strom steht, riskiert Gefäßerkrankungen oder Asthma", sagt Dr. Dagmar Santo, Gesundheitsexpertin der Schwenninger BKK. Auch Rückenschmerzen, Fettsucht und Diabetes sind Krankheiten, die Ex perten mit einer nicht enden wollenden Überbelastung in Zusammenhang brin gen. Zusätzlich schwächt Stress das Im munsystem. Wer den Körper mit Medita tion wieder ins Lot bringen möchte, hat eine große Auswahl: Vor allem Techniken wie Yoga oder Qi Gong sind einfach zu erlernen ­ und nicht an ein bestimmtes Alter gebunden. Die Schwenninger BKK bietet rund um ihre 14 Geschäftsstellen immer wieder kostenlose Kurse an. Auch Kliniken nutzen die heilenden Eigen schaften des mentalen Trainings, bei spielsweise das Brustzentrum der Helios Klinik Mariahilf in Hamburg bei der BrustkrebsTherapie. Meditation macht belastbarer 26 extrem gestresste Probanden nah men acht Wochen lang an gängigen An tistressKursen teil. Allen ging es danach deutlich besser ­ und die anschlie ßende KernspinUntersuchung brach te Erstaunliches zum Vorschein: In wichtigen Bereichen des Gehirns hat te sich die Dichte der sogenannten grau en Substanz erhöht, also überwiegend aus Nervenzellkörpern bestehende Ge biete des Zentralnervensystems. Die Er gebnisse von Hölzel legen nahe, dass die Untersuchten nach der Meditation wie der belastbarer waren. Die Forscherin konnte ebenfalls zeigen, dass Meditie rende sich nicht so schnell aus der Ru he bringen lassen. Zudem geht aus der Stressforschung hervor, dass Meditati on den Blutdruck senken kann, Herz Blick ins Oberstübchen Die Ergebnisse Richardsons weckten das Interesse anderer Forscher. Eine zentra le Frage dabei: Inwiefern lässt sich die Ar chitektur des Gehirns beeinflussen? Lan perspektive 4/2009

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Brennpunkt Das Leben bewusster erleben 15 bis 20 Minuten sind ein guter Anfang Frau Hölzel, Sie beschäftigen sich wissenschaftlich mit der Wirkung von Meditation. Was begeistert Sie an diesem doch etwas ungewöhnlichen Forschungsfeld? Schon vor hunderten von Jahren haben Menschen herausgefunden, dass wir durch regelmäßige Meditation unsere psychische Gesundheit und unser Wohlbefinden steigern können. Heute zeigt die Hirnforschung, dass wir damit einhergehend auch die Funktion und die Struktur unseres Gehirns positiv beeinflussen können. Mich fasziniert die Möglichkeit, dass wir es selbst in der Hand haben, unseren Geist und unser Bewusstsein zu trainieren ­ und damit ein bewussteres und zufriedeneres Leben zu führen. Dass Entspannung gut tut, daran besteht kein Zweifel. Ihre Studien zeigen aber weit mehr. Bei welchen Krankheitsbildern kann sich Meditation positiv auf deren Verlauf auswirken? Zahlreiche wissenschaftliche Untersuchungen haben gezeigt, dass Meditation positive Effekte auf eine Reihe körperlicher und psychischer Erkrankungen haben kann, beispielsweise Angststörungen, Depressionen, Schmerzstörungen oder Herz-KreislaufErkrankungen. Auch Meditation braucht Zeit. Täglich eine Stunde zu meditieren klingt ja schon wieder nach Stress. Was empfehlen Sie den Lesern der "perspektive" für den Alltag? Wenn die Zeit sehr knapp ist, sind 15 oder 20 Minuten schon ein guter Anfang. Eine kurze Meditation kann mit etwas Übung auch beim Warten auf den Bus oder an der Supermarktkasse stattfinden, also direkt im Alltag. Außerdem berichten regelmäßig übende Menschen, dass sie die Zeit für die Meditationspraxis an anderen Stellen wieder einsparen. Beispielsweise, weil dann die Arbeit effektiver ist. Meditation kann helfen, unser Leben bewusster zu erleben und zu genießen. Dafür lohnt es sich schon, ein bisschen Zeit zu investieren! Mal die Seele baumeln lassen: Klöster in ganz Deutschland bieten die Möglichkeit eines Klosterbesuchs auf Zeit. Kein Fernseher, kein Radio, kein Alltagsstress ­ das Buch "Der Klosterurlaubsführer: Erfahrungen ­ Informationen ­ Tipps" von Hanspeter Oschwald liefert wertvolle Tipps für die Auszeit der etwas anderen Art. Wer ist Britta Hölzel? Dr. Britta Hölzel, Diplom-Psychologin, untersucht an der Harvard Medical School in Boston, Massachusetts, und an der Universität Gießen den Einfluss von Achtsamkeitsmeditation auf die Funktion des Gehirns. Innere Ruhe finden: Die Schwenninger BKK übernimmt die Kosten für zahlreiche Entspannungskurse wie Tai-Chi, Qi Gong oder Yoga. Mehr Infos unter www.schwenninger-bkk.de/kurse perspektive 4/2009

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Brennpunkt Mitten im Teutoburger Wald ... lässt es sich wunderbar erholen und zur Ruhe kommen. Grund genug, dem Gesundheitszentrum Oerlinghausen der Schwenninger BKK einen Besuch abzustatten. m "Naturpark Eggegebirge und süd licher Teutoburger Wald" sagen sich normalerweise Fuchs und Hase "Gute Nacht". Doch zwischen Detmold und Bielefeld in NordrheinWestfalen gelegen, ist Oerlinghausen mit fast 17.000 Einwohnern längst kein verschla fenes Nest. In jedem Fall aber beschau lich genug, um seinen Besuchern ausrei chend Ruhe und Entspannung zu bieten. Davon profitieren die Gäste des gleich namigen Gesundheitszentrums Oerling hausen der Schwenninger BKK. "Hier lernen unsere Kunden, ungesunde Ge wohnheiten zu erkennen und diese durch gesunde Verhaltensweisen zu er setzen", erklärt Heike Unterkötter, Leite rin des Gesundheitszentrums, das Kon zept des Hauses. Dahinter steckt der Ansatz, dass Gesundheit eine Aufgabe ist, die jeder selbst lösen muss. Und zwar auch nach der Therapie zuhause. Damit das gelingt, steht ein Team von Spezialis ten bereit, von Ernährungsberatern über Physiotherapeuten bis hin zu Diabetes Assistenten. raus keine chronischen Krankheiten wer den, kommt ein aktives Gesundheitstrai ning zum Einsatz. Aber auch Patienten, die bereits eine chronische Erkrankung wie Diabetes, Asthma oder eine Herz Kreislaufstörung haben, gehören zu den Gästen. Keine Langeweile Zu den Kernkompetenzen des Gesund heitszentrums zählen vor allem Anwen dungen rund um das Thema Rücken und HerzKreislauf. Durchschnittlich dauert ein Aufenthalt drei Wochen ­ und langweilig wird es nicht: "Unser Programm umfasst beispielsweise Be wegungstherapien, Ernährungsbera tungen, Vorträge und Gesprächskreise zu ,Krankheitsbewältigung und Ge sundheit` genauso wie Massagen, Krankengymnastik, Kneipp'sche An wendungen oder Saunagänge", sagt Heike Unterkötter. Und wer möchte, kann überdies viele Freizeitangebote in der Region wahrnehmen. Rechtzeitig gegensteuern Die Einrichtung soll vor allem Kunden ansprechen, bei denen der Arzt im Früh stadium gesundheitliche Risikofaktoren wie Übergewicht, Bluthochdruck oder Erschöpfung festgestellt hat. Damit da perspektive 4/2009 Fragen rund ums Gesundheitszentrum beantwortet Ihnen das Team Kassenkuren unter 0180 / 255 255 55. 9

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Brennpunkt Schnell mal parallel Zwischen zwei Telefonaten kurz drei E-Mails schreiben? Und nebenbei die Tagesordnung für die nächste Sitzung erstellen? Das ist für viele nichts Ungewöhnliches ­ aber wenig effizient und erst recht nicht gesund. "Multi" bedeutet "viel" und "task" heißt "Aufgabe", zusammengesetzt wird dar aus "Multitasking". Das umschreibt, was heute immer üblicher wird: mehrere ver schiedene Dinge gleichzeitig zu erledi gen. Das ist aber nur auf den ersten Blick effizient, wie Wissenschaftler jetzt ge zeigt haben. Die menschliche Aufmerksamkeit ist ei ne begrenzte Ressource ­ da sind sich fast alle Psychologen und Neurowissen schaftler einig. Dass der Mensch zwei Tätigkeiten, die volle Konzentration er fordern, gleichzeitig erledigen kann, ist ein Trugschluss. Ivar Reinvang, Neuro loge an der Universität Oslo, fand her aus, dass Menschen in der Praxis zwi schen zwei Aufgaben immer hin und her springen, wenn sie versuchen, zwei Dinge gleichzeitig zu erledigen. Das Resultat: Es wird viel mehr Zeit benötigt, als wenn beide Dinge nacheinander erledigt wer den. Gleichzeitig leidet unter dem mun teren Wechsel die Qualität beider Akti onen, die Fehler häufen sich. 10 Eines der neuesten Forschungser gebnisse lautet: "Multitasking macht dumm". Denn wer zur gleichen Zeit EMails schreibt, telefoniert und Kon zepte ausarbeitet, schwächt laut einer Studie der Universität London seinen Intelligenzquotienten. Wie mit 0,8 Promille In einer anderen Studie setzte der Ver suchsleiter des psychologischen Instituts der UtahUniversity in Salt Lake City die Probanden in einen Fahrsimulator und ließ sie gleichzeitig telefonieren. Zum Glück war es nur ein Simulator: Die Un fallquote fiel rund vier Mal höher aus als gewöhnlich. Auch eine Freisprechanlage änderte daran nichts. Die Reaktionsfähig keit der Teilnehmer sank auf den Level eines Angetrunkenen mit 0,8 Promille Alkohol im Blut. Multitasking scheint sich auch gesund heitlich bemerkbar zu machen. Neue re Ergebnisse aus der Forschung zeigen, dass dabei die Stresshormone Kortison und Adrenalin erzeugt werden. Wird der artiger Stress zum Dauerzustand, steigt das Risiko, an einem "Burnout" ­ also andauernder körperlicher und emotio naler Erschöpfung ­ oder an Depressio nen zu erkranken. Auch Herzinfarkt, Diabetes oder Übergewicht werden wahr scheinlicher. Erst eins, dann zwei ... Multitasking aus dem beruflichen und privaten Alltag zu verbannen, ist leichter gesagt als getan. Wer das schafft, arbei tet jedoch effizienter und gesünder. Die Grundregel lautet: der Reihe nach. Es hilft, Prioritäten zu setzen und unwich tigere Dinge auf später zu verschieben. Ganz konsequent wäre es, sich an einen Stundenplan zu halten und innerhalb festgelegter Zeitspannen jeweils nur eine Aufgabe zu bearbeiten. Multitasking wird häufig durch Reiz überflutung hervorgerufen ­ dieser kön perspektive 4/2009

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Brennpunkt Wie Sie ungesundes Multitasking vermeiden können, hören Sie im Podcast zum Thema Zeitmanagement. nen Sie jedoch entgegen wirken: Im Büro lässt sich zu viel Ablenkung beispiels weise eingrenzen, indem Sie als PCNut zer Benachrichtigungssignale für neue EMails ausschalten. Wenn nämlich das bekannte kleine BriefSymbol erscheint oder wenn es "pling" macht, will jeder so fort wissen, was gerade im Postfach ge landet ist. Um daheim abschalten zu können, soll ten Sie Privates und Berufliches trennen, perspektive 4/2009 also keine geschäftlichen Mails und Tele fonate! Dazu gehört auch, ab und an be wusst zu entspannen. Ob Sie auf ein gutes Buch zurückgreifen, gerne in der Sauna schwitzen, sich Zeit für Familie oder Partner nehmen oder ein leckeres Essen kochen ­ Möglichkeiten gibt es viele, so lange Sie nicht all das parallel er ledigen wollen. Und wenn Sie dann nach einer anstrengenden Woche wieder zur inneren Ruhe finden, bedeutet das nichts anderes als: Das Wochenende gehört mir. Immer noch gestresst? Mit einem Entspannungskurs finden Sie zur inneren Ruhe zurück. Beruhigend: Die Schwenninger BKK beteiligt sich an den Kosten. Mehr Informationen finden Sie unter: www.schwenninger-bkk.de/kurse

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Einblick Einklang Sind Sie harmoniebedürftig? Dann sollten Sie vielleicht den Spiegel im Schlafzimmer wieder abhängen. Denn Spiegel reflektieren Energie, und das kann sich negativ auf die Partnerschaft auswirken ­ dessen sind sich zumindest Feng Shui-Verfechter sicher. enn im Westen von Feng Shui (sprich: "fong schweij") die Rede ist, geht es meist um die Einrichtung von Woh nungen und Häusern. Die Lehre befasst sich unter anderem mit der Art und der Anordnung von Möbeln oder auch da mit, wie lichtdurchflutet einzelne Räume sein sollten. Ziel: eine perfekte Harmonie zwischen Mensch und Umgebung. Seine Wurzeln hat Feng Shui in China. Schon vor Tausenden von Jahren nutzten die chinesischen Kaiser die Prinzipien beim Bau neuer Paläste oder bei der Planung von Grabstätten. Lange Zeit blieben die Lehren der chinesischen Wissenschaft al lerdings der herrschenden Klasse vor behalten. Den freien Fluss der Energie ("Chi") ­ das ist eine der Hauptideen des Feng Shui ­ interpretierten sie allerdings auf recht eigenwillige Weise: Die Kaiser wollten in erster Linie ihre Gesundheit und vor allem ihre Macht sichern. Dem Volk waren die Lehren deshalb lange Zeit nicht zugänglich. Das ist heute anders. Als Hochburg des Feng Shui gilt Hongkong. Hier gehört der Feng ShuiBerater bei der Planung fast jeden neuen Gebäudes genauso dazu wie in der westlichen Welt der Architekt. Ein beliebtes Fotomotiv bei Touristen: das Haus mit Loch. Die riesige rechtecki ge Öffnung in der Mitte des Komplexes lässt die DrachenEnergie des Berges hin ter dem Gebäude ungehindert in Rich tung Stadt fließen. Ganz so weit geht die Feng ShuiVerehrung in Europa noch nicht, trotzdem steigt die Zahl der be geisterten Anhänger. Die Feng ShuiBe rater beschränken sich mittlerweile nicht mehr nur auf die Einrichtung, ihrer Mei nung nach wirkt sich Feng Shui auch auf andere Lebensbereiche aus. Ein einzigartiges Projekt startete eine Schule in Niedersachsen: Die Lehrerin ei ner ersten Klasse war überzeugt von den Feng ShuiIdeen ­ und gestaltete kur zerhand das Klassenzimmer um. Ein ro tes Dreieck an der Wand unterhalb der Tafel, mehr runde Formen und weniger Ecken, keine unaufgeräumten Schreib tische. Die Lehrerin war nach einigen Wochen überzeugt, dass sich die Kon zentration der Kinder spürbar verbes sert hätte. Auch die Unterstützung der Eltern hatte die Lehrerin; sie halfen bei den Umbauarbeiten. Für Materialkosten von knapp 100 Euro bekamen die Kinder "das schönste Klassenzimmer der Welt", wie sie selbst kommentierten. perspektive 4/2009

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Einblick Tipps von Feng Shui-Anhängern Die Couch-Garnitur sollte nicht direkt in Blickrichtung der Tür ausgerichtet sein. Ansonsten entweicht das "Chi". Wissenschaftlich belegt sind die po sitiven Wirkungen von Feng Shui al lerdings nicht. "Feng Shui ist reiner Aberglaube", sagen Kritiker. Ob der Schlafzimmerspiegel ins Wohnzimmer wandern muss, um den richtigen Sitz des Windsorknotens zu prüfen, bleibt jedem selbst überlassen. So mancher Empfeh lung wird allerdings auch ein hierzulan de tätiger Innenarchitekt zustimmen ­ ob Feng Shuibegeistert oder nicht: Wer beispielsweise den Schreibtisch so auf stellt, dass er mit dem Rücken zur Tür sitzt, wird sich unwohl fühlen. Das war ohne den Einfluss von Feng Shui so und dürfte auch in den kommenden Jahr zehnten als gesichert gelten. Das Schlafzimmer sollte wenig Ablenkung bieten. Daher verbieten sich Elektrogeräte und Spiegel. Regale dürfen nicht vollgestellt sein ­ das "Chi" braucht Platz. Für einen optimalen Schlaf sollte das Bett nicht zwischen Fenster und Tür stehen. Alles fauler Zauber oder mehr Gleichgewicht im Leben? Beteiligen Sie sich an unserer Umfrage und sagen Sie uns, was Sie von Feng Shui halten. Weiter zur Umfrage Feng Shui-Anhänger empfehlen, Herd und Spüle nicht unmittelbar nebeneinander zu stellen. Das könnte sich negativ auf den Wohlstand der Familie auswirken. 13 perspektive 4/2009

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Einblick Vier Schritte für den perfekten Berufsstart 1. Holen Sie sich auf dem Azubi-Portal www.ab-in-die-ausbildung.de wichtige Tipps zu Berufswahl, Bewerbung und Vorstellungsgespräch. Dort finden Sie auch Buchtipps zum Thema. 2. Nutzen Sie das Internet, um ein positives Bild von sich zu vermitteln. Die Broschüre "Der Check im Internet ­ Vor der Bewerbung: Onlinefallen entschärfen!" hilft dabei und ist als kostenloser Download unter www.ab-in-die-ausbildung.de abrufbar. 3. Auf der CD "Jobwärts ­ Alles für Berufseinsteiger" sind wertvolle Informationen für die bevorstehende Berufsausbildung zusammengefasst. Die CD gibt es ebenfalls unter www.ab-in-die-ausbildung.de 4. Denken Sie nicht zuletzt daran, rechtzeitig vor Ausbildungsstart eine eigene Krankenversicherung abzuschließen. Fragen Sie die Schwenninger BKK. perspektive 4/2009

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Einblick Ausbildung: Ein überzeugender Auftritt "Wer in Dorfe oder Stadt einen Onkel wohnen hat, der sei höflich und bescheiden, denn das mag der Onkel leiden." Was sich hier reimt, hat es in sich: Schon Wilhelm Busch wusste, worauf es beim Umgang mit dem Gegenüber ankommt. öflichkeit mag indes nicht nur der Onkel leiden. Gute Ma nieren sollten auch im Berufs leben an vorderster Stelle stehen. Wer moderne Umgangsformen beherrscht, hinterlässt einen guten Eindruck und fühlt sich selbstsicherer. Vor allem bei Bewerbern ist das erste Auftreten beim Vorstellungsgespräch oft schon entschei dend. Ein nettes "danke" oder "bitte" ge hört beispielsweise zum Standardreper toire guten Benehmens. Wer ein gutes Bild von sich vermitteln möchte, legt au ßerdem Wert auf ein gepflegtes, ange messenes Äußeres ­ mit zum Unterneh men passender Kleidung. Gestik und Stimme tragen ebenso zum guten Auf tritt bei: Mit Aufmerksamkeit, offener Körpersprache, einer klaren und deut lichen Ausdrucksweise und einem festen Händedruck machen Bewerber bereits vieles richtig. gen konnte und den Ausbildungsver trag in der Tasche hat, sollte die höf lichen Umgangsformen natürlich auch danach beibehalten. Verständlicher weise kommt es nicht gut an, wenn der frischgebackene Azubi am ersten Ar beitstag mit dem Kaugummi im Mund seinen Vorgesetzten mit "Hi" begrüßt. Das mag sich übertrieben anhören ­ mancher Personalverantwortliche kann jedoch ein Lied von ähnlichen Erlebnis sen singen. Vorsicht Fettnäpfchen Derlei Fehltritte geschehen aber fast nie absichtlich, sondern vielmehr aus Un wissenheit, denn einige BenimmFett näpfchen sind gar nicht so einfach zu umgehen. Wem gibt der Bewerber bei spielsweise zuerst die Hand? Und wohin überhaupt mit den Händen? Deshalb gilt für Berufseinsteiger: Information ist alles ­ wer die Fallen kennt, umschifft gefährliche Klippen von vornherein. Mit den vier Schritten für den perfekten Be rufsstart geht das ganz einfach. "Hi, was geht ab?" Wer die Personalverantwortlichen beim Bewerbungsgespräch von sich überzeu perspektive 4/2009

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Einblick Im Podcast zum Thema Rücken gibt es noch mehr Tipps, wie Sie Ihren Rücken entlasten können. Ein gesunder Rücken kann entzücken Diesen Sommer tourte der Gesundheits Truck der Schwenninger BKK durch Ost friesland: Mehr als 1.000 Einwohner aus Aurich, Emden, Leer, Norden, Norddeich und Umgebung nutzten die Gelegenheit für einen GesundheitsCheck (Bilder auf www.ostfriesencheck.de). Jetzt stehen die Ergebnisse fest: In Sachen Bauch und Schultermuskulatur macht den Norddeut schen kaum jemand etwas vor. Sehr gute Wer te gab es für überdurchschnittlich viele Ostfrie sen auch beim HerzKreislaufCheck auf dem Ergometer. Einen Schwachpunkt deckte der Test aber bei den meisten Teilnehmern auf: die Lendenwirbelsäule. Übrigens kämpfen rund 70 Prozent der Deut schen mit der Volkskrankheit Rückenschmer zen. Gehören Sie auch dazu? Mit diesen Tipps vielleicht bald nicht mehr. Weniger Rückenschmerzen? So geht's. Regelmäßiger Sport beugt vor: Vertrauen Sie nicht auf den Irrglauben, dass Schonung schützt. Denn was besonders die Rückenmuskulatur stärkt, sind Ausdauersportarten wie Nordic Walking, Wandern, Rückenschwimmen und Kraulen, Radfahren und Skilanglauf. Sogar wenn Sie Tischtennis spielen oder tanzen, freut sich Ihr Rücken. Mit geradem Rücken heben und tragen: Drehen Sie sich nicht, während Sie etwas heben ­ andernfalls quetschen Sie die Bandscheiben. Im Freien warm halten: Wenn Sie draußen aktiv sind, sollten Sie den Rücken vor Nässe oder Kälte schützen. Auskühlen erhöht das Risiko von Muskel- und Bandscheibenverletzungen. Sitzposition wechseln: Wer seinen Beruf im Sitzen ausübt, sollte nicht dauerhaft starr am Schreibtisch hocken. Strecken Sie sich ab und zu, schlagen Sie die Beine übereinander, lehnen Sie sich zurück oder sitzen Sie leicht seitlich. Und wenn Sie den Bürokollegen nebenan persönlich aufsuchen, anstatt das Telefon zu bemühen, fördert dies das persönliche Miteinander und einen gesunden Rücken. Weniger ist mehr: Überflüssige Pfunde machen es dem Bewegungsapparat schwer. Wenn Sie unseren ersten Tipp beherzigen und sich dazu gesund ernähren, klappt`s mit dem Abnehmen fast von alleine. Stress reduzieren: Hohe Belastung macht sich auch durch verspannte Muskeln im Rücken bemerkbar. Lieber einen Gang zurückschalten. Möchten Sie etwas für Ihre Gesundheit tun? Die Schwenninger BKK unterstützt Sie mit passenden Kursen: www.schwenninger-bkk.de/kurse 16 perspektive 4/2009

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Einblick Advent, Advent, das Fett verbrennt Mit Gebäck, Christstollen und Süßigkeiten im Überfluss lauern die Gefahren für die Hüfte derzeit an jeder Ecke. Ein bisschen Naschen ist erlaubt ­ wenn Sie Ihren Körper zwischen Adventskalender-Plündern und Festtagsschmaus bei Oma mit etwas Bewegung auf Trab halten. Folgende vier Fitness-Mythen können Sie dabei getrost ins Reich der modernen Weihnachtsmärchen verbannen. Poren auf und Wasser marsch: die Schwitzlüge Wer schnell schwitzt, ist nicht fit ­ falsch. Gut trainierte Sportler schwitzen schneller, weil der Körper die Temperatur besser reguliert. Auch die Zahl der Schweißdrüsen, das Körpergewicht und manchmal sogar die Gene bestimmen, ob Sie stark schwitzen oder nicht. Viel hilft viel: die Intensitätslüge Nach dem Training muss es richtig weh tun ­ bloß nicht. Überbelastung verursacht viele kleine Risse in den Muskeln: ein klassischer Muskelkater. Dann hilft nur ausruhen, heiß baden und die Muskeln mit Arnika-Schnaps einreiben. Alles auf die Knochen: die Lauflüge Joggen macht die Gelenke kaputt ­ aber vermutlich nur bei dauerhafter Extrembelastung. Beispielsweise steigt das Risiko für Arthrose in den Hüftgelenken nur, wenn Sie Woche für Woche 60 Kilometer oder mehr laufen. Das zeigten Forscher der Orthopädischen Universitätsklinik Heidelberg, indem sie Gelenke von Hobby- und Profiläufern miteinander verglichen. Wichtig: kein falscher Ehrgeiz ­ und langsam loslegen. Wer bisher noch nie gejoggt ist, steigt am besten mit Walking ein und baut so die Muskulatur Schritt für Schritt auf. Mehr Fitnesslügen unter: www.schwenninger-bkk.de/ fitnessluegen Je länger, desto besser: die Zeitlüge Sport nützt erst ab 30 Minuten Dauer ­ falsch. Bei zehn Minuten mit hoher Intensität verbrennt der Körper so viele Kalorien wie bei einer halben Stunde mit lockerem Training. Einmal pro Woche Sport bringt nichts? Ebenso falsch. Besser einmal als keinmal! perspektive 4/2009

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Lebenslust A, A, A "... der Winter, der ist da!" ­ der beliebte Grundschulhit hat wieder Hochkonjunktur. Doch das Alphabet hat noch weitaus mehr Buchstaben in petto: Die "perspektive" liefert Ihnen ganze 26 Tipps von A bis Z, wie Sie im Winter gesundheitlich auf der Höhe bleiben. ufzug meiden, Treppen steigen! Lässt sich unabhängig vom Wetter ganz leicht in den Alltag integrieren. ampfbad: Befreien Sie Ihre Atemwege! agebuttentee beugt Erkältungen vor: Zwei Teelöffel zerkleinerte Hagebutten, einen viertel Liter kochendes Wasser darüber gießen, zehn Minuten ziehen lassen, abseihen, fertig! adminton: Einen Schläger, einen Partner, eine Sporthalle und einen Ball ­ mehr braucht es nicht für den wetterfesten Hallensport. Fitness-Studios oder Sportvereine bieten oft günstige Courts, also Badmintonplätze, zum Mieten. ntspannen nach der Arbeit: Gönnen Sie Ihrem Körper nach einem anstrengenden Tag die verdiente Ruhepause. ahrrad fahren geht auch im Haus ­ auf dem Hometrainer sogar komplett ohne Gegenwind. afébesuche mit einem ausgedehnten Winterspaziergang kombinieren: Das macht gleich doppelt so viel Spaß und hält in Schwung. mpfen lassen: Wer chronisch krank ist oder im Alltag Kontakt mit vielen Menschen hat, sollte über eine Grippeschutzimpfung nachdenken. ehirnjogging ist ideal, um die langen Winterabende zu verkürzen und sich nebenbei geistig fit zu halten. Einfach mal zu Sudoku, Kreuzworträtsel und Co. greifen. oghurt schützt das ganze Jahr ­ und zwar vor Mundgeruch, Zahnbelag und Zahnfleischentzündungen. Wie Sie fit durch den Winter kommen, können Sie auch in diesem Podcast aus der Reihe "Gesundheitstipps" nachhören. Mehr über das Fitnessprogramm für die grauen Zellen gibt es im Podcast zum Thema "Gehirnjogging". perspektive 4/2009

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Lebenslust resse essen: Das Küchenkraut lässt sich einfach und unkompliziert in der Wohnung ziehen. Kresse ist eine wahre Vitamin-CBombe und enthält jede Menge wertvolles Jod. uark macht stark! Wer ihn in Maßen zu sich nimmt und damit Fleisch oder Käse ersetzt, deckt seinen Bedarf an Eiweiß. ard, i, Snowbo rspor t: Sk inte hkeiten f ­ Möglic , Langlau ärmen Rodeln r ans Aufw viele. Abe en, um gibt es ung denk chutzkleid und an S eiden! n zu verm rletzunge Ve achen Sie mal wieder! Fröhlichkeit vertreibt trübe Wintergedanken ­ und soll sogar gesund sein. auchfrei lebt es sich leichter. Warum nicht jetzt dem Glimmstängel adieu sagen und als Nichtraucher ins neue Jahr starten? -mal muss gar nicht sein. Zwei- bis dreimal Stoßlüften reicht schon und macht trockener Heizungsluft im Büro den Garaus. Positiver Nebeneffekt: Frische Ideen. auna: Prima, wenn es draußen eisig kalt ist. Stärkt die Abwehrkräfte. andarinen sind gesund und jetzt in großen Mengen verfügbar. icht nachlassen: Wer beim Sporttreiben in den Wintermonaten pausiert, kommt im Frühjahr viel schwerer wieder in Form. Deshalb dran bleiben! rinken ist auch dann Pflicht, wenn die Sonne nicht vom Himmel brennt. 1,5 bis 2 Liter pro Tag sollten es schon sein. es, you can! Einfach ab und zu den inneren Schweinehund überwinden und raus an die frische Luft gehen. bst und Gemüse sollten gerade in der kalten Jahreszeit regelmäßig auf dem Speiseplan stehen. nter die Dusche ­ aber abwechselnd warm und kalt duschen. Das strafft nicht nur die Haut, sondern stärkt auch das Immunsystem. wiebelprinzip: Wer Tipp Y beherzigt, sollte mehrere Kleidungsschichten tragen. räventionskurse besuchen: Ob zum Thema Gesundheit, Ernährung oder Bewegung, wetterfeste Kurse gibt es genug. Fragen Sie Ihre Schwenninger BKK! ernaschen dürfen Sie den Partner oder zur Weihnachtszeit auch mal ein Plätzchen. Letzteres der Figur zuliebe vielleicht lieber in Maßen. @ Viele praktische Gesundheitstipps finden Sie auch im Internet ­ zum Nachlesen oder zum Anhören: www.schwenninger-bkk.de/ gesundheitstipps perspektive 4/2009

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Lebenslust Viva Vitamine! Stimmt die Ernährung in den kalten Monaten, friert der Körper nicht so leicht und Viren haben's schwerer. Doch welche Lebensmittel eignen sich überhaupt für frostige Wintertage? "Kalt" ist eine Ortsgemeinde im Land kreis MayenKoblenz und der Nachname eines österreichischen Eishockeyspielers. Kalt beschreibt aber auch den Zustand, wenn es zieht wie Hechtsuppe, wenn die Zähne klappern und die Gelenke schlot tern. Kurz gesagt: Wenn der Winter da ist. Spätestens dann wird es wirklich höchste Zeit für etwas Wärme. Wer's wirklich wohlig warm will, ver lässt sich im Winter nicht nur aufs Zwie belprinzip bei der Kleiderwahl und eine gut geheizte Stube, sondern auch auf das richtige Essen. Dann stellt sich die Frage: Unterscheidet sich gesunde Ernährung je nach Jahreszeit? Die Antwort lautet: Prinzipiell nicht. Denn was im Sommer gesund ist, kann im Winter zumindest nicht schaden. Dessen ungeachtet gibt es Nahrungsmittel, die der Körper jetzt be sonders gebrauchen kann. dig friert und oft erkältet ist, hat es mit "heißen" Lebensmitteln vielleicht wär mer, diese sollen nämlich den Stoff wechsel und die Verdauung in Gang hal ten. Dafür eignen sich Zutaten wie Zimt und Ingwer, scharfe Gewürze, Kohl und Kraut, gegrilltes Fleisch und Lamm. Manche der "Heißmacher" lassen sich auch in flüssiger Form verwerten: Ingwer Tee etwa fördert Immunsystem und Durchblutung und regt die Verdauung an. Nicht zuletzt sollten Sie ohnehin im mer daran denken, ausreichend zu trin ken. Nur dann bleiben die Schleimhäute richtig feucht und damit widerstands fähig gegen Krankheitserreger. Zwar ist Die Mischung macht's Glaubt man der traditionellen chine sischen Medizin, dann sind Rohkost, Milchprodukte, Tomaten und Salate "kalte" Lebensmittel, die dem Körper Wärme entziehen. "Heiße" Nahrungs mittel sollen dagegen von innen wärmen. Grundsätzlich muss das Verhältnis zwi schen "heiß" und "kalt" möglichst ausge wogen sein. Wer im Winter jedoch stän perspektive 4/2009

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Lebenslust der Durst im Winter nicht so groß wie im Sommer. Dieses Gefühl täuscht aller dings, weil der Körper in der kalten Jah reszeit sogar noch mehr Flüssigkeit be nötigt. Grund ist unter anderem die trockene Heizungsluft in Gebäuden, sie entzieht dem Körper Wasser. Die emp fohlenen täglichen zwei Liter für einen Erwachsenen lassen sich zu einem Teil auch mit würzigen, zuckerfreien Winter tees decken. Kaffee ist fröstelnden Per sonen eher nicht zu empfehlen: Er wärmt zwar kurzzeitig, verschlechtert aber auf lange Sicht die Durchblutung. Die Folge: Man friert weiter. Fakten rund um den Winter: Hätten Sie's gewusst? Der meteorologische Winter beginnt am 1. Dezember, der astronomische Winter erst am 21. Dezember. Zitrusfrüchte und Gemüse Die notwendige Portion Vitamine darf gerade im Winter nicht fehlen, besonders A, C und E sind gefragt. Vitamin A ist vor allem wichtig für die Schleimhäute: Diese bilden im Körper die erste Barriere gegen Infekte von außen. Wer es schafft, bis zu fünf Mal am Tag Obst oder Gemü se zu sich zu nehmen, macht schon viel richtig. Zitrusfrüchte stärken das Im munsystem ­ auch wenn sie zu den "kal ten" Lebensmitteln zählen. Schon ei ne Grapefruit oder anderthalb Orangen liefern die empfohlene Tagesmenge von 100 Milligramm Vitamin C. Wen bei im portierten Orangen und Mandarinen das Umweltgewissen plagt, der kann auch zu vitaminreichen Produkten aus hei mischem Anbau greifen, beispielsweise zu Äpfeln und Birnen. Oder zu Winter gemüse wie Grün und Rosenkohl, das sich sehr gut in einem Eintopf verwerten lässt und genau wie Suppe oder Kompott ideal geeignet ist, um sich von innen mit Wärme zu versorgen. Das schafft auch Vitamin E, das unter anderem in Nüs sen und Vollkornprodukten steckt. Ge rade Walnüsse sind wegen ihrer choleste rinsenkenden Wirkung wertvoll. Zu viele sollten es wegen des hohen Energie und Fettgehaltes jedoch nicht sein, rund 25 Gramm täglich reichen aus. Wer sich so im Winter ernährt, zeigt Erkältungen die kalte Schulter. perspektive 4/2009 Auch der Mensch besitzt Gene für den Winterschlaf. Weil sich Viren bei trockener Heizungsluft besonders gut ausbreiten, ist die Ansteckungsgefahr im Winter höher. Eisige Temperaturen können Schmerzen lindern und sportliche Leistungen steigern. Je kleiner beim Menschen die Oberfläche im Vergleich zum Körpervolumen ist, umso weniger Wärme geht verloren. Große schlanke Menschen frieren deshalb eher als kleine dicke Menschen. Frauen frieren häufiger als Männer: Verantwortlich für diesen Unterschied ist vor allem das Verhältnis von Muskel- und Fettanteil im Körper. Muskeln, die durch Bewegung Wärme produzieren und diese Wärme aufgrund der starken Muskeldurchblutung auch im Körper verteilen, machen bei Frauen 25 Prozent der Körpermasse aus, bei Männern jedoch 40 Prozent. Die Kerntemperatur des menschlichen Körpers beträgt 37,5 Grad Celsius. Weicht sie nur um ein halbes Grad ab, frieren oder schwitzen wir. Bei Kälte reduziert der Körper immer zuerst die Durchblutung von abstehenden Körperteilen: Finger und Zehen, Ohren und Nasenspitze versorgt er dann kaum noch mit warmem Blut.

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Lebenslust Nächstes Jahr wird alles anders Ich werde mehr Sport machen, mich gesünder ernähren, mit dem Rauchen aufhören, weniger Alkohol trinken, Karriere machen, mehr Zeit für meine Familie haben, länger schlafen, öfter ins Theater gehen und viele Bücher lesen. Und mein Tag wird künftig mindestens 72 Stunden haben. Leider sind gute Vorsätze oft wie Wahlversprechen: hinterher schneller gebrochen als vorher verspro chen. Oder wie ein mexikanisches Sprichwort sagt: Gute Vorsätze sind wie ein Gaul, der oft gesattelt, aber selten geritten wird. Trotzdem fasst Umfragen zufolge etwa die Hälfte der Deutschen jedes Jahr im Dezember durchschnittlich zwei gute Vorsätze fürs neue Jahr. Jüngere Menschen wollen vor allem mehr an ihrer Karriere arbeiten und sich weiter bilden, bei der Generation 50 plus stehen Gesund heit und Sport an erster Stelle. Sehr beliebt ist auch der Vorsatz, ab sofort einfach keine guten Vorsätze mehr zu fassen. Für diejenigen, die wirklich etwas än dern wollen, ist dieser "AntiVorsatz" allerdings nicht gerade zielführend. Aber auch wenn ein Tag im Jahr 2010 nie mehr als 24 Stunden haben wird, muss das Fassen von Vorsätzen nicht zwangsläufig zum Schei tern verurteilt sein. Wenn Sie die Tipps auf der fol genden Seite beachten, stehen die Chancen gut, dass Ihr sprichwörtlicher Gaul künftig öfter geritten ­ und nicht immer nur gesattelt ­ wird. Alexander Westhäußer, Marketing-Leiter, Berlin "Ich möchte im kommenden Jahr meine knapp bemessene Freizeit besser nutzen und daher öfter mit meiner Familie übers Wochenende verreisen. Und weil das Gute oft so nah liegt, habe ich das Erzgebirge, die Uckermark, den Thüringer Wald oder den bekannten Kurort Oberwiesenthal im Fichtelgebirge im Auge. Die ,A-Z Wohlfühlhotels` mit ihrem großen Sport- und Gesundheitsangebot sind in diesen Orten für mich die erste Wahl. Gegen Vorlage meiner Krankenversichertenkarte der Schwenninger BKK kann ich dort sogar 10 Prozent sparen. Darauf freue ich mich schon jetzt." Else Wulf, Inhaberin eines Taxi- und Busbetriebs, Ihlow "Nächstes Jahr will ich wieder mehr Fahrrad fahren. Dafür hatte ich dieses Jahr leider zu selten Gelegenheit. Obwohl ich durch meinen Taxi- und Busbetrieb viel mit Menschen zu tun habe und die tägliche Arbeit großen Spaß macht, nimmt der Job schon viel Zeit in Anspruch. Radfahren ist ein toller Ausgleich, vor allem dank unserer gesunden ostfriesischen Luft!" perspektive 4/2009

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Lebenslust Gero Weinreuter, Regisseur für Fernsehen und Werbung (u.a. SOKO Stuttgart, Notruf Hafenkante, Die Rettungsflieger), Stuttgart "Mitte April werde ich zum ersten Mal Vater. Klar, dass ich mich im nächsten Jahr voll und ganz auf meine Tochter konzentrieren möchte. In meinem Job muss man sehr flexibel sein; da kann es schon vorkommen, dass man mal ganz plötzlich in Afghanistan unterwegs ist! So etwas überlegt man sich als Vater natürlich zwei Mal. Trotzdem gehe ich weiter meiner Berufung nach: Bevor unsere Tochter zur Welt kommt, drehe ich im Januar ein TV-Movie in Marrakech. Ich hoffe, dass unsere Werbeproduktionsfirma Leithaus auch weiterhin so gut läuft und wir möglichst viele gute Drehbücher verfilmen. Das Wichtigste ist aber, dass unsere Tochter gesund und munter zur Welt kommt und genauso lebenslustig wird wie ihre Mutter!" Kim Kulig, Fußballnationalspielerin (HSV), Hamburg "Weiter Gas geben ist mein Motto für 2010: Nachdem wir mit der Nationalmannschaft in diesem Jahr den EM-Titel gewonnen haben, will ich mich in den nächsten Monaten natürlich für die WM 2011 in Deutschland empfehlen. Mit dem HSV ist es unser Ziel, die Saison im sicheren Mittelfeld abzuschließen, schließlich sind wir noch eine recht junge Mannschaft. Außerdem steht im Februar mein Abi an. Es ist nicht immer ganz einfach, Schule und Fußball unter einen Hut zu bringen; aber sobald ich meinen Abschluss geschafft habe, kann ich mich voll und ganz auf den Fußball konzentrieren." Vier goldene Regeln für gute Vorsätze Konkret werden "Ich will mehr für meine Gesundheit tun" ist zu schwammig. Besserer Vorsatz: Jeden Tag mindestens einmal Obst oder Gemüse essen und zweimal pro Woche an der frischen Luft bewegen. Realistisch bleiben "Ich esse nie wieder Süßigkeiten." Wirklich? Nie wieder? Nehmen Sie sich nur vor, was Sie auch schaffen können. Zum Beispiel: "Ich esse pro Woche nicht mehr als eine Tafel Schokolade." Und was haben Sie sich für 2010 vorgenommen? Schicken Sie uns Ihre guten Vorsätze für das nächste Jahr. Einsendungen mit dem Stichwort "Gute Vorsätze 2010" bis zum 31. Januar 2010 an gewinnspiel@ schwenninger-bkk.de oder per Post an Schwenninger BKK, 78044 VillingenSchwenningen. Unter allen Einsendern verlosen wir drei Rom-Reiseführer. Kompromisse zulassen Sie wollen jede Woche joggen? Wenn es draußen kalt, dunkel und nass ist, dürfen Sie durchaus auch mal Schwimmen gehen. Erfolge belohnen Gönnen Sie sich etwas, wenn Sie ein Teilziel erreicht haben. Aber bitte keine Belohnungs-Zigarette für zwei Wochen Nicht-Rauchen! Gehen Sie lieber mit Freunden in Ihr Lieblings-Restaurant. perspektive 4/2009

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Auszeit Die Gründer Roms: Romulus und Remus Dampfbad mit "Anderer Orten muss man das Bedeu tende aufsuchen, hier werden wir davon überdrängt und überfüllt." Johann Wolf gang von Goethe war bei seinem ersten Romaufenthalt 1786 überwältigt ange sichts der zahllosen Sehenswürdigkeiten. Kein Wunder, kann man doch in der ita lienischen Hauptstadt in wenigen Stun den einen Streifzug durch fast 3.000 Jah re Geschichte machen. Rom lädt ein zu stundenlangen Entdeckung Wenn danach die Füße qualmen, empfiehlt s Besuch in einem römischen Thermalbad. Der Trevi-Brunnen ist der größte Brunnen der Stadt. Römische Zeitmaschine Als Ausgangspunkt für die römische Zeitreise bietet sich das Kolosseum an: Das größte Amphitheater Roms ­ ein "Multiplex" der Antike ­ wurde von Zeit zu Zeit sogar geflutet, um berühmte Seeschlachten nachzuspielen. Ein paar Schritte weiter westlich liegt das Forum Romanum, das politische, religiöse und wirtschaftliche Zentrum des antiken Roms. Wer der Via dei Fori Imperiali folgt, lan det automatisch vor dem monumen Die Piazza San Pietro mit dem Petersdom Eines der Wahrzeichen Roms: das Kolosseum perspektive 4/2009

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Auszeit Mehr Bilder von Rom in der Bildergalerie Dichterfürst talen, weißstrahlenden Nationaldenkmal für König Viktor Emanuel II. Einmal tief Luft holen, es folgen weitere "Aahs" bei der Trajanssäule und "Oohs" beim Tre vibrunnen. Hinein ins Gewirr der Gas sen, entlang der Via del Seminario, schon ragt das Pantheon vor einem auf. Kurze Pause auf der Piazza Navona, dann über den Tiber zur Engelsburg. Und von dort aus ist es schließlich nur noch ein Kat zensprung zum Petersdom. stufiges WellnessProgramm in einer rö mischen Therme. Schließlich war das an tike Italien Heimstätte einer ausgefeilten Badekultur. zu erreichen; wer will, kann auch mit der Metro bis zur Station Circo Massimo oder Piramide fahren. gstouren. sich der Nichts als heiße Luft Die Caracalla und die DiocletianTher men ­ beide in Rom ­ sind gut erhaltene Zeugnisse antiker Lebenskultur und rö mischen Gesundheitsbewusstseins. Kai ser Caracalla ließ die Thermen in den Jahren 212 bis 216 erbauen, 300 Jahre lang waren sie danach in Betrieb. Herzstück der Anlage, in der sich bis zu 2.000 Badegäste aufhielten, war das aus geklügelte Heizsystem ­ das Hypocaus tum. Tonröhren lenkten die heiße Luft in die verschiedenen Räume und unter den Fußboden. Kleiner Haken des fort schrittlichen Systems: Unter der Anla ge mussten mehr als hundert Sklaven die heiße Luft an riesigen Holzöfen erzeu gen. Die CaracallaThermen sind vom Kolosseum in knapp 20 Minuten zu Fuß Kalium, Calcium und Magnesium Der Begriff "thermal" stammt aus dem Griechischen und bedeutet "heiß". Ur sprünglich galten nur natürliche hei ße Quellen als Thermalquellen, mittler weile gibt es allerdings auch künstliche Quellen, die durch den Zusatz von Koch salz, Magnesium, Kalium und Calcium ihre wohltuende Wirkung entfalten. Ein Aufenthalt in einem klassischen Ther malbad stärkt das Immunsystem und lindert Rheuma, Allergien und Haut krankheiten sowie Herz und Kreislauf probleme. Spezielle Sole, Schwefel oder Kohlensäurebäder helfen gezielt bei kör perlichen Beschwerden. Generell gilt: vorher mit dem Arzt spre chen und nicht länger als 20 Minuten am Stück baden, sonst kann der Kreis lauf ins Schleudern kommen. Mit tausend Griffeln Das könnte tagelang so weiter gehen. Wer alle Sehenswürdigkeiten der Drei MillionenMetropole besuchen will, für den gilt: so weit die Füße tragen. Aber dieses Pensum war selbst dem alten Goe the irgendwann zu viel: "Man müsste mit tausend Griffeln schreiben, was soll hier eine Feder! Und dann ist man abends müde und erschöpft vom Schauen und Staunen." Gegen schwere Beine und mü de Glieder hatten die alten Römer jedoch ein probates Mittel: ein wohliges, mehr perspektive 4/2009

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Auszeit Kalt oder warm Der antike Römer ging zuerst ins Apodyterium, den Umkleideraum. Danach folgten im Caldarium hei ße Bäder mit Temperaturen bis zu 40 Grad Celsius. Etwas weniger hitzig ging es im Tepidarium zu, das nor malerweise keine Becken, sondern er hitzte Steinliegen enthielt. Abschlie ßend erfrischten sich die Badegäste im Frigidarium, dem Kaltbaderaum, mit einem Sprung ins kalte Nass oder ließen sich ­ im Marmorsessel sitzend ­ mit kaltem Wasser begießen. Große Thermen hatten übrigens weit mehr zu bieten als das reine Badever gnügen: Imbisse, Geschäfte, Arztpra xen und Sportplätze gehörten ebenso dazu wie Bibliotheken, Vortragssäle, Wandelhallen sowie weitläufige Ru hezonen und Gärten. Ein solches An gebot hätte mit Sicherheit auch dem Dichterfürsten Goethe gut gefallen. Tipps für einen perfekten Trip nach Rom Wann reisen? Warum nicht mal im Dezember nach Rom? Wenig Touristen, milde Tempe raturen: Die ewige Stadt zeigt sich im Winter von ihrer unbekannten Seite. Wie hinkommen? Zahlreiche Fluggesellschaften bieten günstige Direktflüge in die italieni sche Hauptstadt an, perfekt für ein ErholungsWochenende. Es gilt: früh zeitig buchen! Wo schlafen? Empfehlenswert sind die kleinen Pen sionen mitten in der Stadt. Doppel zimmer gibt es in der Nebensaison mit etwas Glück schon ab 40 Euro. Was essen? Am besten in San Lorenzo östlich des Hauptbahnhofs, dort reihen sich zahl lose kleine Lokale und Geheimtipps aneinander. Und nach dem Essen geht's weiter ins benachbarte Szene viertel Pigneto, das "Kreuzberg" Roms. Bekanntlich führen alle Wege nach Rom. Den Weg zur einer Therme ganz in Ihrer Nähe finden Sie unter: www.schwenninger-bkk.de/thermen Rom ­ die Sonne brennt und die Mücken summen. Tipps dazu hören Sie in unserer Podcast-Reihe "Drei Minuten für Ihre Gesundheit": Sonnenschutz Mückenstiche Reiseapotheke 26 perspektive 4/2009

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Sven und Michaela Kasten Auszeit Iris Haase Renate Bierans Peter Reich Monika Dornbe Werner Kirsch Hermann Frey Klaus Kürten Oliver Storz Anita Lietzow In der letzten "perspektive" haben wir Sie gebeten, uns Ihr liebstes Urlaubsfoto zu sch icken. Mit dem Bild des kleinen Paul beim Ritt auf den Delfinen "Bella" und "Squirt" hat Familie Schnei der aus der Nähe von Fulda die Reise nach Oslo gewonn en. Der Vorsitzende der Jury, Pro fi-Fotograf Matthias Hangst (www.matthias-hang st.de), lobt Motivwahl, Dynamik und fotografische Umsetzung. Dem schließt sich die Redaktion der "persp ektive" an und gratuliert recht herzlich. So sehen Sieger aus Das Gewinnerfoto von Cordula Schneider perspektive 4/2009

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