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perspektive Ausgabe 2/2010 Das Gesundheitsmagazin der Schwenninger BKK Hautnah Raus vors Haus Auf die Pflege kommt es an Es bewegt sich was Mit myFitbook um die ganze Welt Weshalb Bewegung auch schlau macht Gemeinsam fit in den Sommer! Jetzt auf www.myFitbook.de eintragen und Kilometer sammeln
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Editorial Liebe Leserinnen und Leser er Sommer steht vor der Tür und damit für viele die schönste Zeit des Jahres. So mancher denkt schon an den Urlaub ob am Meer, in den Bergen oder einfach daheim auf dem eigenen Balkon. Egal wo Sie Ihre freien Tage verbringen, ein blauer Himmel und jede Menge Sonnenschein gehören dazu. Doch wie so oft im Leben gilt auch hier: Zu viel ist ungesund. Wir nehmen deshalb in dieser perspektive unsere Haut unter die Lupe und zeigen Ihnen, wie Sie das Sonnenbad ohne Reue genießen. Und wir berichten, warum es sich lohnt, beim Kauf von Hautpflegeprodukten einmal genauer auf die Inhaltsstoffe zu schauen. Übrigens: Falls Sie noch ein Urlaubsziel suchen und spontan entscheiden möchten, wohin die Reise gehen soll wir haben da einen Tipp für Sie: Ferien auf Rügen. Die Insel in der Ostsee hat sehr viel zu bieten. Zum Beispiel eine abwechslungsreiche Küste mit weißen Sandstränden, Nationalparks, malerische Alleen, verträumte Fischerdörfer, idyllische Buchten und üppige Buchenwälder. Lesen Sie mehr ab Seite 24, vielleicht bekommen Sie ja spontan Lust auf einen der sonnenreichsten Flecken Deutschlands. Und: Das Klima auf Rügen ist sehr gesund. Apropos gesund: Wer aktiv etwas für seinen Körper tun möchte, findet mit "myFitbook" genau das Richtige. Ausreichend Motivation und Spaß unter vielen Gleichgesinnten sind für jeden garantiert, vom Anfänger über den Gelegenheitssportler bis hin zur Sportskanone. Falls Sie neugierig geworden sind, was sich hinter "myFitbook" verbirgt, finden Sie Informationen dazu auf Seite 14. Informieren möchten wir Sie in dieser Ausgabe auch darüber, was Sie als Kunde der Schwenninger BKK erwarten dürfen: maßgeschneiderte Angebote zur Gesundheitsvorsorge für jedes Alter. Denn Prävention wirkt sich nachweislich positiv auf Körper und Geist aus! Glauben Sie nicht? Dann blättern Sie mal bis Seite 20. Dort erfahren Sie, dass regelmäßige Bewegung nicht nur fit, sondern auch schlau macht. 2 Um das liebe Geld geht es bei einem vom Bundeskabinett beschlossenen Arzneimittel-Sparpaket. Von August 2010 an sollen die Preise für patentgeschützte Medikamente auf dem Niveau vom August 2009 eingefroren werden. Zudem müssen Rabatte, die Hersteller den Krankenkassen gewähren, von sechs auf 16 Prozent steigen. Es ist also Bewegung im System nach der Wahl in Nordrhein-Westfalen und angesichts der neuen Mehrheitsverhältnisse im Bundesrat darf man ohnehin auf die weiteren Beschlüsse zum Gesundheitswesen gespannt sein. Eine schöne Urlaubszeit wünscht Ihnen Ihr Siegfried Gänsler Vorsitzender des Vorstandes perspektive 2/2010
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Inhalt kurz & knapp Auszeichnungen für die Schwenninger BKK | Knochenmarkspende hilft | Sport und Spaß beim Familientag | Abschied von Rückenschmerzen Sonnenbad ohne Reue Wie man im Sommer die Haut vor zu großen Belastungen schützen kann Das geht auf keine Kuhhaut Was ist drin in Pflegeprodukten? Mit Haut und Haaren Die Haut ist das größte Organ des Menschen Spieglein, Spieglein an der Wand... Die Haut sagt sehr viel aus über den körperlichen und seelischen Zustand Brennpunkt Einblick 14 16 18 19 Mit "myFitbook" um die Welt Neue Aktion der Schwenninger BKK animiert zur Bewegung und dient einem guten Zweck Das Gesundheitswesen soll genesen Es wird viel darüber geredet und geschrieben aber wie steht es wirklich um das Gesundheitswesen? Hell, breit und eben Worauf man bei altersgerechten Wohnungen achten sollte Nicht nur schwarze Schafe Beim Versandhandel von Arzneimitteln gibt es viele seriöse, aber leider auch zahlreiche dubiose Anbieter 6 8 10 12 Auszeit Lebenslust 20 22 Raus vors Haus Bewegung wirkt sich nicht nur auf die körperliche, sondern auch auf die geistige Leistungsfähigkeit positiv aus Ein Herz fürs Herz Herzklopfen ist etwas Schönes für frisch Verliebte aber gefährlich im Alltag Die Perle der Ostsee Rügen hat viel zu bieten: eine abwechslungsreiche Küste, weiße Sandstrände, malerische Alleen und verträumte Fischerdörfer Guter Rat fürs Rad Sportlich, entspannend oder geländetauglich welches Fahrrad ist für den jeweiligen Zweck geeignet? Mit einem Klick auf diese Symbole starten Sie automatisch ... Einen Podcast zum jeweiligen Thema Eine Bildergalerie zum Artikel Mit einem Klick auf die grau hinterlegten Links gelangen Sie zur jeweiligen Website oder öffnen ein E-Mail-Fenster. perspektive 2/2010 3
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Brennpunkt Mustergültig "Alle Prozesse sind auf größtmögliche Kundenorientierung ausgerichtet", sagte Dr. Claus Dethloff, Geschäftsführer der Ratingagentur ServiceRating, über die Schwenninger BKK. Diesen erfreulichen Satz bekam die Schwenninger BKK in Hamburg bei der Auszeichnung zu einem der kundenorientiertesten Dienstleister Deutschlands 2010 zu hören. Mit Rang neun im Gesamtergebnis verbesserte sie sich im Vergleich zum Jahr 2008 gleich um 13 Plätze. In der Jury saßen unter anderem Vertreter der Wirtschaftszeitung Handelsblatt und der Universität St. Gallen. Sehr gut schnitt die Krankenversicherung auch im Verbrauchermagazin Haben gut lachen (v.l.n.r.): Siegfried Gänsler (Vorsitzender des Vorstandes), Thomas Grötzinger (Leiter Marketing), Daniela Amann (Leiterin Gesundheitsstrategie), Thorsten Bröske (Vorstand). Öko-Test ab. In der April-Ausgabe standen 363 Wahltarife von 70 Gesetzlichen Krankenkassen auf dem Prüfstand. Wie schon im vergangenen Jahr zeigte sich, dass Kunden der Schwenninger BKK optimal versichert sind: Erneut erreichten die Tarife Top-Platzierungen. Der Kombitarif BKKSparTarif Plus erreichte mit der Durchschnittsnote 1,0 den ersten Rang, der BKKSparTarif mit der Durchschnittsnote 2,0 wieder die beste Bewertung in seinem Bereich. Weitere Infos zum Test der Wahltarife gibt es bei Öko-Test im Internet: www.oekotest.de/cgi/index.cgi?artnr=94944;bernr=21;co= Chance auf ein neues Leben Mariana Erhardt, Mitarbeiterin der Schwenninger BKK, hat durch ihre Knochenmarkspende einem 13-Jährigen die Chance auf ein neues Leben eröffnet. Bei einer Typisierungsaktion erwies sich die Spenderin als "genetischer Zwilling" des erkrankten Jungen. Die Transplantation gesunden Knochenmarks ist gut verlaufen, inzwischen bilden sich wieder gesunde Blutzellen. Mariana Erhardt hatte nach ihrer Typisierung der Entnahme gesunder Stammzellen sofort zugestimmt. Jetzt hat sich die Deutsche Knochenmarkspenderdatei DKMS mit einer Urkunde bedankt, auch der Vorstand der Schwenninger BKK würdigte diesen Einsatz. Das größte Geschenk für Mariana Erhardt ist jedoch, dass sie einem jungen Menschen helfen konnte. Rückenschmerz war gestern Langes Sitzen tut dem Rücken auf Dauer nicht gut. Das bekam auch LKW-Fahrer Gerd Hauke zu spüren. Doch seit einer Rückenfit-Kur im Gesundheitszentrum Oerlinghausen sind seine Rückenschmerzen wie weggeblasen: "Massage, Fango und Bewegungstherapie haben mir super geholfen." Und in der netten Gruppe hat die Kur gleich doppelt Spaß gemacht. Am Ende konnte Gerd Hauke wertvolle Anregungen mitnehmen, wie er künftig Rückenschmerzen vermeiden kann. perspektive 2/2010 Mehr zum Thema Rücken hören Sie im Podcast
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Brennpunkt Spaß auf Rollen Das war ein voller Erfolg: Beim Schwarzwald-Baar-Familientag der Schwenninger BKK Mitte Mai hatten etwa 1.500 Besucher großen Spaß. Dabei drehte sich in Deutschlands erster überdachter Inline-Arena in Geisingen alles um die Sportgeräte mit den kleinen Rollen. Geboten wurde den Inline-Skatern jede Menge Unterhaltung, Essen und Trinken sowie Tipps und Hilfen für den Fahrspaß. Professionelle Instruktoren zeigten die richtigen Fall- und Bremstechniken, daneben konnte man sich an Inline-Dance oder Inline-Hockey beteiligen. Bei Beachvolleyball, Kletterwand und weiteren Attraktionen kam den ganzen Tag über keine Langeweile auf. Dieser Gewinn schmeckt Die Resonanz war überwältigend: Viele Leserinnen und Leser haben beim Gewinnspiel in der vergangenen Ausgabe mitgemacht und uns ihr Lieblingsrezept für gesunde Ernährung geschickt. Zusammen mit Ernährungsberaterin Barbara Rustler wurde die Siegerin ermittelt: Kerstin Urban aus Lauenburg/Elbe hat einen Wellnessaufenthalt für zwei Personen im Vier-Sterne-Hotel Ludwig Thoma in Bad Füssing gewonnen. Ihr Lieblingsrezept: Möhren-Zucchini-Salat mit Mandelpesto Die Zutaten (2 Personen): 2 Karotten, 1 Zucchini, 2 EL Mandeln ohne Haut, 1 EL Petersilie (fein gehackt), 1 kleine Knoblauchzehe, 20 g frisch geriebener Parmesan, 4 EL Bio-Olivenöl, Pfeffer, grobes kurz gemörsertes Meersalz, Basilikumblätter. Die Zubereitung: Karotten schälen und in etwa 8 Zentimeter lange, dünne Stifte schneiden. Die Zucchini ebenso stifteln und beides kurz in Salzwasser blanchieren (das Gemüse soll knackig bleiben), die Karottenstifte etwa 3 Minuten lang und die Zucchini etwa 1 Minute, dann gut abtropfen lassen. Für das Pesto Mandeln, Knoblauch, Parmesan und Olivenöl nicht zu fein mixen, Petersilie untermengen, mit Salz und Pfeffer abschmecken. Das Mandelpesto mit dem Gemüse vermengen. Zum Schluss mit Basilikumblättern garnieren. kurz & knapp perspektive 2/2010
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Brennpunkt Sonnen Im Sommer ist die Haut vielfachen Belastungen ausgesetzt. Um Hautschädigungen zu vermeiden, kommt es wesentlich auf die richtige Pflege an. ndlich Sommer! Die warmen Temperaturen und die langen Tage machen Lust auf Aktivitäten im Freien. Doch damit die positiven Seiten des Sommers nicht mit Schäden für die Haut erkauft werden, braucht die Haut jetzt besondere Pflege. Dazu gehört nicht nur der richtige Sonnenschutz am Strand, sondern auch eine Pflege, die die Haut für die besonderen Belastungen fit macht. Und eines gilt im Sommer grundsätzlich: genügend trinken. Denn auch ausreichende Flüssigkeitszufuhr trägt zu einer gesunden, straffen Haut bei. Während die Haut im Winter vor allem durch Austrocknung gefährdet ist, wird sie im Sommer bei Sonnenbestrahlung gleich dreifach belastet: Starke UV-Strahlung kann zur Entwicklung bösartiger Veränderungen auf der Haut führen. Zusätzlich kommt es vor allem durch UV-AStrahlung zu Faltenbildung und Hautalterung und die Wärme trocknet die Haut aus. Der Austrocknungsprozess wird durch das Schwitzen verstärkt, weil zusätzlich Mineralien und Feuchthaltefaktoren verloren gehen. Die Tagespflege im Sommer setzt deshalb auf Feuchtigkeit. Leichte Cremes mit Wirkstoffen wie Urea und Hyaluron, die viel und lang anhaltend Feuchtigkeit spenden und dabei die Haut "atmen" lassen, sind eine gute Pflege für jeden Tag. Wer sich überwiegend in geschlossenen Räumen aufhält und tagsüber selten nach draußen geht, kommt in der Regel ohne Lichtschutz in der Tagescreme aus. Denn Lichtschutzfilter perspektive 2/2010
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bad ohne Reue sind chemische Substanzen, die die Haut stark belasten können trotzdem sind sie wichtig für alle, die jetzt jede Gelegenheit nutzen, ins Freie zu gehen. Lichtschutzfaktor 15 mit UVA-Schutz ist in unseren Breitengraden ausreichend, denn ein höherer Lichtschutzfaktor bedeutet immer auch mehr chemische Substanzen, die die Haut reizen können. Unabhängig vom Lichtschutz helfen spezielle Inhaltsstoffe zusätzlich, die Haut vor den Folgen von UV-Licht aus Sonne und Solarien zu schützen. Phytosterole oder Phytosterine sind im Pflanzenreich weit verbreitet und kommen zum Beispiel in Sonnenblumenkernen und Sesamsaaten, aber auch in Raps und Soja vor. In der Hautpflege wurden Phytosterole hauptsächlich zur Verbesserung der Feuchtigkeitsspeicherung eingesetzt. Zusätzlich wurden in den vergangenen Jahren beeindruckende Wirkungen der Phytosterole auf die umweltbedingte Hautalterung entdeckt. Phytosterole können die umweltbedingte Hautalterung, die überwiegend lichtbedingt ist, aufhalten. Sie schützen das Kollagen vor Zerstörung durch Sonneneinstrahlung; so wird Faltenbildung gemindert. Eine noch intensivere Wirkung erreicht die Kombination von Phytosterolen mit Vitaminen und Lichtschutzfaktoren. Brennpunkt Sonnenbrand: Hautnotfall Nr. 1 Jeder weiß, dass ein Sonnenbrand die Haut schädigt. Schließlich werden Millionen von Zellen zerstört, was das Reparatursystem der Haut nicht verkraften kann. Trotzdem ist es nicht einfach, den Sonnenbrand zu vermeiden, denn häufig entsteht er erst mit Verzögerung. Doch was tun, wenn die Haut gerötet und heiß ist? Es liegt dann eine Verbren- nung ersten Grades vor und die Haut muss beispielsweise durch eine Dusche gekühlt werden. Danach bringen Lotionen mit beruhigenden Inhaltsstoffen wie Panthenol Linderung. Fettige Cremes oder Öle sind bei Sonnenbrand nicht geeignet. Wenn Blasen auftreten, liegt eine schwerere Verbrennung vor und es sind eventuell cortisonhaltige Lotionen und Entzündungshemmer notwendig, die auch den Schmerz etwas lindern. In diesem Fall hilft ein Gang zum Facharzt, denn auch die Abheilung dauert länger und kann schmerzen. Die Schwenninger BKK bietet Vorsorgeuntersuchungen an, um Hautkrebserkrankungen frühzeitig zu erkennen.Näheres unter: www.schwenninger-bkk.de, oder fragen Sie Ihren Kundenberater. Expertentipp Hilfe für die Haut Pflege mit Vitamin A unterstützt die Selbstheilungskräfte der Haut Vitamin A ist gut für die Haut. Das wussten bereits die alten Ägypter und die Leibärzte Napoleons, die dessen Hautkrankheit durch Umschläge mit roher Hühnerleber heilten. Vitamin A unterstützt die Regenerationsvorgänge und die Neubildung von Kollagen und reduziert dadurch die Faltenbildung. Doch beim Aufenthalt in der Sonne wird das Vitamin A in der Haut verbraucht. Sonnenanbeter sollten deshalb darauf achten, dass die Lotion, die sie jetzt verwenden, Vitamin A (zum Beispiel als Retinolpalmitat) enthält. Viele handelsübliche After-Sun-Präparate aus dem Drogeriemarkt oder Discounter wirken hautberuhigend und spenden Feuchtigkeit, der wichtige Inhaltsstoff Vitamin A fehlt jedoch häufig. Wer seiner Haut helfen möchte, die Sonnenstrapazen gut zu überstehen, sollte deshalb in der Apotheke nach einer Lotion mit Vitamin A und E fragen. Dort erhält man eine fachkundige Beratung, die Produkte sind gut verträglich und wirksam. Durch Kombination mit Vitamin E wird die Wirkung von Vitamin A sogar verstärkt, Vitamin E schützt die Hautzellen vor Zerstörung durch so genannte "freie Radikale"; das sind aggressive Moleküle, die bei Sonneneinstrahlung vermehrt entstehen. Dr. med. Martina Till, frei HautforschungsInstitut perspektive 2/2010 Wie Sie Ihre Haut schützen können, erfahren Sie im Podcast zum Thema Sonnenschutz
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Brennpunkt Das geht auf keine Mit Cremes, Salben und anderen Kosmetika ist es wie mit einer Wundertüte: Keiner weiß so recht, was wirklich drinsteckt. Denn ohne Chemiestudium liest sich die Inhaltsliste wie eine chinesische Bedienungsanleitung. issen Sie, was es mit Dimethicone, Polyethylenglycol oder Paraben auf sich hat? Alle drei gehören zur Gruppe der in Kosmetika enthaltenen Hilfsstoffe, die dem Produkt zusätzliche Eigenschaften verleihen beispielsweise einen besonderen Duft (Hilfsstoff Parfum) oder längere Haltbarkeit (Konservierungsstoff). Gerade Konservierungsmittel erfüllen eine wichtige Funktion: Sie verhindern, dass Bakterien oder Schimmelpilze entstehen. Oft stecken auch so genannte Emulgatoren in Kosmetika und Co. Sie verbinden zwei nicht mischbare Flüssigkeiten, etwa Was8 ser und Öl. Antioxidantien verhindern, dass verwendete Fettsäuren und Öle ranzig werden. Die Kehrseite der Medaille: Einige Stoffe können allergische Reaktionen auslösen. Dass Hersteller von Pflegeprodukten auf derlei Hilfsmittel zurückgreifen, kommt nicht von ungefähr. Abgesehen von ihren nützlichen Eigenschaften lassen sie sich recht einfach verarbeiten. Und sie sind vor allem günstiger als Ersatzstoffe auf Naturbasis. Aber auch die Konsumenten bestimmen über das Kaufverhalten indirekt mit, was in den Tiegelchen steckt: Gesichtscremes sollen schließlich leicht einziehen, das Deo soll Schweißbildung vermeiden, Shampoos gut duften und schäumen und alles zu einem möglichst günstigen Preis. Um das zu erreichen, müssen die Hersteller fast immer tief in die Hilfsstoff-Trickkiste greifen. halten und macht die Haut durchlässiger für Wirkstoffe gleichzeitig aber auch für alles andere, etwa Schadstoffe. Dimethicone steckt in sehr vielen Shampoos und ist nichts anderes als Silikon, das auch auf Baustellen zum Abdichten von Fugen verwendet wird. Es glättet Haare und Haut, indem es einen wasserabweisenden Mantel bildet. Wer jedoch Produkte mit viel Silikon verwendet, versiegelt die Haut und erschwert den Austausch von Nährstoffen. Ferner entsteht bei der Silikonherstellung jede Menge schädliches CO2. Dazu landet das aus dem Haar oder von der Haut abgewaschene Silikon im Abwasser und ist nur schwer abbaubar. Immer häufiger wird mittlerweile auf Formaldehyd als Konservierungsmittel in Kosmetika verzichtet, denn es gilt als krebsauslösend. Oft zum Einsatz in handelsüblichen Cremes kommen dagegen Paraffine und andere Erdölprodukte. Sie dienen als Ersatz für teurere Öle. Kritiker gehen jedoch davon aus, dass auch sie die Haut am Atmen hindern und sich im Körper anreichern. Befürworter halten die in der Kosmetik eingesetzten Paraffine in ihrer Konzentration dagegen für unbedenklich. Zahlreiche Zusatzstoffe Wer sämtliche Hilfsstoffe und ihre Vorund Nachteile aufzählen möchte, steht vor einer wahren Sisyphusarbeit. Um nur einige Beispiele zu nennen: Polyethylenglycol (PEG) ist in vielen Cremes, Lotionen, Deos, Lippenstiften, Zahnpasten und zahlreichen anderen Produkten ent- Was tun, spricht Zeus Um mit einem weiteren Zitat zu antworten: Vorbeugen ist besser als heilen. perspektive 2/2010
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Brennpunkt Kuhhaut Die Top Ten der Kontaktallergene: www.haut.de/im_fokus/allergien/Top-Ten_22.html In der Kosmetik verwendete Hilfsstoffe Paraffine und andere Erdölprodukte: ersetzen teurere Öle. Sie sind in vielen herkömmlichen Cremes enthalten. In der Diskussion steht, ob sie sich im Körper anreichern und die Haut am Atmen hindern. Bezeichnungen: Paraffin, Microcristalline Wax, Petrolatum, Mineral Oil, Ceresin Silikone: ersetzen teurere Öle. Einige Silikonarten können sich in der Natur anreichern und zu Umweltproblemen führen. Selbst wer bislang keine gesundheitlichen Probleme mit Hautpflegeprodukten hat, kann Allergien vermeiden, wenn er Produkte auf Naturbasis und ohne bedenkliche Hilfsstoffe kauft (siehe Kasten). Eine Garantie gibt es jedoch nicht. Zudem muss man in Kauf nehmen, für naturbelassene Produkte etwas tiefer in die Tasche zu greifen. Doch Vorsicht: Teuer ist nicht gleich gesund, und nicht jede Bio-Creme eignet sich für jeden. Manchen Hautärzten sind ÖkoCremes sogar zu fetthaltig. Wer bereits Probleme mit Allergien hat und sich nichtsdestotrotz wohl in seiner Haut fühlen will, kommt nicht umhin, sich mit dem Hautarzt oder Apotheker abzustimmen und unverträgliche Stoffe zu meiden. Nützliche Hinweise liefert auch die Zeitschrift Öko-Test, die regelmäßig Kosmetikprodukte prüft (www. oekotest.de). Bezeichnungen bspw.: Dimethicone, Cyclomethicone, Cyclopentoxilase, Dimethiconol, Amodimethicone, Polysiloxane, PEG/PPG-14/4, Dimethicone Copolyol, Phenyl Trimethicone Farbstoffe: können Allergien auslösen. Bezeichnungen: per "Colour-Index-Nummer" (bspw. "C.I. 12055" = Sudangelb) Duftstoffe: können Allergien auslösen. Bezeichnungen: Parfum, Aroma (Sammelbegriff) oder Kennzeichnung nach Duftstoff (bspw. Benzyl Alcohol, Eugenol, Linalool). Liste aller 26 kennzeichnungspflichtigen Duftstoffe auf www.bvl.bund.de Konservierungsstoffe: können Allergien auslösen. Bezeichnungen bspw.: Paraben, Dibromdicyanobutan, Phenoxyethanol, Formaldehydabspalter Welche Pflege für welchen Hauttyp? Normale Haut Creme Trockene Haut Öl Fettige, unreine Haut Gel Mischhaut Leicht gelige Pflege mit geringem Fettanteil, spezielle Tages- und Nachtpflege Weitere Informationen und Podcasts unter: www.schwenninger-bkk.de/ gesundheitstipps perspektive 2/2010
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Brennpunkt Mit Haut und Haaren Sie ist bis zu zwei Quadratmeter groß und bis zu zehn Kilogramm schwer die Haut ist das größte Organ des Menschen. Darüber hinaus ist sie ein wahrer Tausendsassa: Sie prägt unser Äußeres, schützt uns und reguliert die Temperatur sowie den Haare prägen das Äußere, halten warm und schützen vor UV-Strahlung Flüssigkeitshaushalt des Körper Berührungen oder Schmerzen w munizieren wir auch durch sie, we erblassen oder bei einem Kompli Talgdrüsen produzieren Talg geschmeidig hält sowie vor Krank Epidermis, die Oberhaut Berührungsrezeptoren nehmen Schmerzen und Berührungen wahr Dermis, die Lederhaut Muskeln, mit ihrer Hilfe richten sich die Haare auf Subcutis, die Unterhaut Fettgewebe besteht aus Fettzellen, den Adipozyten. Es dient als Energiespeicher und schützt vor Wärmeverlust Haarwurzel Blutgefäße versorgen den Körper mit Blut und Sauerstoff Schweißdrüsen schützen den Körper durch Verdunstung vor Überhitzung perspektive 2/2010
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Brennpunkt rs. Durch die Haut nehmen wir wahr. Und zu guter Letzt komenn wir zum Beispiel vor Schreck iment verschämt erröten. Wenn's unter die Haut geht Interview mit Dr. Dagmar Santo, Gesundheitsexpertin bei der Schwenninger BKK g, der Haut und Haare kheitserregern schützt Frau Dr. Santo, viele Menschen klagen über Allergien. Was raten Sie Verbrauchern beim Kauf von Hautpflegeprodukten? Man kann sicher keinen pauschalen Rat geben, denn jeder Mensch ist anders. Deshalb lässt sich ein Produkt auch nicht grundsätzlich verteufeln eine Creme, die bei Ihrem Kollegen bereits beim ersten Kontakt allergische Reaktionen ausgelöst hat, verwenden Sie womöglich seit Jahren beschwerdefrei. Allerdings ist es durchaus sinnvoll, solche Produkte zu kaufen, die möglichst wenig kritische Stoffe enthalten. Welche Zusatzstoffe als allergiefördernd gelten, wissen im Zweifel der Hautarzt und der Apotheker. Allergiker finden in ihrem Allergiepass alle Stoffe, die sie meiden sollten. Viele Menschen genießen jetzt die Sonne. Ist Bräunen eigentlich gesund? In Maßen, ja: Die UV-B-Strahlen der Sonne lassen unsere Haut wichtiges Vitamin D bilden, das zahlreichen Krankheiten vorbeugt. Und sie sind für eine lang anhaltende Bräune verantwortlich. Zu viel UV-B-Strahlung kann wiederum die Erbsubstanz der Haut schädigen und Krebs verursachen. Dieser lässt sich nur dann am besten behandeln, wenn er rechtzeitig entdeckt wird. Gehen Sie deshalb alle zwei Jahre zum HautkrebsScreening, die Kosten übernimmt die Schwenninger BKK. Und was hat es mit der UV-A-Strahlung auf sich? UV-A-Strahlen führen in der Regel nicht zu einem Sonnenbrand, sie bringen eine kurzfristige Bräune, die maximal 24 Stunden hält. Aber auch sie erhöhen das Hautkrebsrisiko, zudem lassen sie die Haut altern. Vitamin D auf der einen Seite Hautkrebsrisiko auf der anderen. Wie sollen sich Sonnenanbeter nun verhalten? Je nach Hauttyp reicht täglich etwa eine Viertelstunde, um die Haut mit Vitamin D zu versorgen. Danach sollte man entweder aus der Sonne gehen oder sich gründlich eincremen, mit Sonnenschutzcreme, die gegen UV-B und UV-A schützt. Je heller die Haut, umso höher sollte der Lichtschutzfaktor der Creme sein. Rötungen und Sonnenbrand sind unbedingt zu vermeiden. Temperaturrezeptoren steuern das Kälte- oder Wärmeempfinden perspektive 2/2010 11
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Brennpunkt Spieglein, Spieglein an der Wand ... er Blick in den Spiegel verrät, wie es um die eigene Haut bestellt ist. Wer sich gesund ernährt, Stressfaktoren abbaut und auf sein seelisches Gleichgewicht achtet, wird mit einem strahlenden Teint belohnt. Das ist nicht nur für unser äußeres Erscheinungsbild wichtig, sondern auch für unser gesamtes Wohlbefinden. Die Realität sieht jedoch häufig anders aus. Vielen gehen Stress, schlechte Ernährungsgewohnheiten und lange Sonnenbäder gewaltig unter die Haut. Und diese fängt dann an zu jucken und bekommt rote Flecken. Kratzen hilft nicht, sondern schadet zusätzlich dem Immunsystem. Denn es muss auch noch mit Antigenen aus der Umwelt fertig werden. Zudem können sich die Wunden entzünden. Also: Finger weg von juckender Haut erst mal durchatmen und einen Termin beim Hautarzt vereinbaren. Die Haut wird oft als Spiegel der Seele bezeichnet. Die Beschaffenheit der Haut kann einiges über den körperlichen und den seelischen Zustand eines Menschen aussagen. Es besteht eine Wechselbeziehung zwischen Hauterkrankungen und dem psychischen Empfinden. Stress kann beispielsweise eine Neurodermitis verschlimmern. Aber auch "normale" Haut reagiert in solchen Situationen empfindlich; sie neigt beispielsweise zu Rötungen und extremer Trockenheit. Hinzu kommt, dass manche Menschen bei seelischen Belastungen ihren Frust mit Süßigkeiten, Chips oder Pommes "bekämpfen". Oder man tröstet sich mit einem (oder mehreren) Gläschen Wein. Auch das ist Gift für die Haut, und sie wehrt sich. Übrigens auch dann, wenn jemand nicht an Neurodermitis, Schuppenflechte oder Nesselsucht erkrankt ist und normalerweise keine Probleme mit seiner Haut hat. Von großer Bedeutung für eine gesunde Haut ist das Trinken. Als Faustregel gilt: mindestens eineinhalb Liter Flüssigkeit täglich, am besten Wasser, Fruchtsäfte oder ungesüßte Tees. Das ist nicht nur für den gesamten Organismus gut, sondern versorgt unsere "Außenhülle" mit genügend Feuchtigkeit. So behält sie ihre Geschmeidigkeit und Spannung. Wichtig ist auch, in Stress-Situationen auf die Ernährung zu achten und anstelle eines Schokoriegels eine Karotte oder einen Apfel zu essen. Das tut nicht nur der Haut gut. Darüber hinaus soll Betakarotin, das besonders in Karotten und Tomaten vorkommt, einen positiven Einfluss auf die Schuppenflechte haben. Auch frische Luft und Sonnenlicht tun der Haut gut und verschaffen wieder einen klaren Kopf. Das Licht der Sonne bildet in der Haut darüber hinaus Vitamin D, das für die Mineralisierung der Knochen wichtig ist. Auch verschiedene Hauterkrankungen wie Schuppenflechte können mit gezielt dosiertem Licht behandelt werden. Doch Vorsicht: Zu viel Sonne schädigt die Haut langfristig und kann Hautkrebs auslösen. perspektive 2/2010
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Einblick Weltenbummler Das Bedürfnis, die Welt zu erkunden und den Horizont zu erweitern, begleitet die Menschen seit jeher. Sie streben nach Fortschritt, Wissen und immerwährender Bewegung. Einmal um die ganze Welt die folgenden kleinen Geschichten zeigen, wie dieser Gedanke die Menschen zu technischen, wissenschaftlichen und sportlichen Höchstleistungen antreibt. Die Pioniere Dass die Erde eine Kugel ist und Schiffe nicht irgendwann über ihren Rand hinunterstürzen, bewies die erste Weltumsegelung. 1519 brach Ferdinand Magellan mit fünf Schiffen von Spanien aus auf, segelte westwärts und entdeckte die nach ihm benannte Magellanstraße. Er selbst konnte die erste Weltumsegelung nicht vollenden, denn er starb im April 1521 auf der philippinischen Insel Mactan im Kampf mit deren Bevölkerung. Unter dem Kommando von Juan Sebastián Elcano lief die "Victoria" am 6. September 1522 mit 18 Überlebenden an Bord im spanischen Heimathafen Sanlúcar de Barrameda ein. Der Klassiker Der wohl bekannteste Weltenbummler dürfte der eigenwillige Phileas Fogg aus Jules Vernes Roman "In 80 Tagen um die Welt" sein. Vorbild für diese Figur war der amerikanische Kaufmann und Schriftsteller George Francis Train. Im Jahr 1870 unternahm er seine erste Weltumrundung. Von New York aus reiste er per Zug und Schiff nach Japan, Indien, Frankreich und England. Genau nach 80 Tagen kehrte er nach New York zurück. Der umtriebige Train unternahm gleich mehrere Weltreisen und unterbot 1892 seinen eigenen Rekord um 20 Tage. Drei Jahre nach seiner ersten Erdumrundung erschien Jules Vernes Roman. Der Legende nach war Train äußerst erbost über die Namensund Charakteränderungen der Hauptperson. "Ich bin Phileas Fogg!", solle er angeblich trotzig auf dem Sterbebett gerufen haben. Der Engländer Thomas Stevens umrundete die Welt erstmals auf einem Fahrrad, genauer gesagt einem zu dieser Zeit höchst modernen Hochrad. In eine Tasche, die er am Lenker des Gefährts befestigte, packte er Socken, ein zweites Hemd, einen Regenmantel und einen Revolver. Am 22. April 1884 um 8 Uhr verließ er San Francisco gen Westen. Mit dem Dampfer setzte er nach Liverpool über, wo er von begeisterten Fahrrad-Fans begrüßt wurde. In Konstantinopel, dem heutigen Istanbul, rüstete er sein Hochrad mit neuen Reifen und anderen Ersatzteilen aus, in Teheran überwinterte er als Gast des Schahs. Auf der berühmten Fernstraße "Grand Trunk Road" radelte Stevens durch Indien und war überaus begeistert von der Radfreundlichkeit der Strecke. In China hatte Stevens Schwierigkeiten, sich in der fremdartigen Sprache nach dem Weg zu erkundigen. Am 17. Dezember endete seine Tour im japanischen Yokohama. Von dort aus nahm er den Dampfer zurück nach San Francisco. 13.500 Meilen (etwa 22.000 Kilometer) hatte er zu diesem Zeitpunkt in den Waden. Weltumradler perspektive 2/2010
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Einblick Tierische Helden Jahre bevor der erste Mensch, Juri Gagarin, 1961 in den Weltraum geschossen wurde, umrundeten Hunde die Erde im Orbit. Die Hündinnen Strelka (russisch "kleiner Pfeil") und Belka (russisch "Eichhörnchen") starteten am 19. August 1960 im Sputnik 5 in den Weltraum, zusammen mit 40 Mäusen und zwei Ratten. Nach 18 Erdumkreisungen, wovon eine 90,7 Minuten dauerte, landeten die beiden Hunde am 20. August 1960 wieder wohlbehalten auf der Erde. Später gebar Strelka sechs Welpen. Einer davon, die Hundedame Pushinka, war ein Geschenk des damaligen sowjetischen Regierungschefs Nikita Chruschtschow an Caroline Kennedy, die Tochter von John F. Kennedy. Heute befinden sich die ausgestopften Körper der Hundehelden Strelka und Belka im Kosmonauten-Museum in Moskau. Eine Zeitung in San Francisco forderte Anfang der 1890er Jahre zu einem sportlichen Wettbewerb der besonderen Art auf: Wer schafft eine Reise zu Fuß um die ganze Welt? Friedrich Gustav Kögel nahm die Herausforderung an. Der aus dem sächsischen Pressel stammende Schneider brach 1894 zusammen mit seinem Freund Fred Thörner auf. Aus einer Wette wurde eine lange und anstrengende Reise. Zwei Jahre lang wanderten die beiden auf einer vorgeschriebenen Route um die Erde und waren damit die ersten echten "Globetrotter". Sie verdienten ihren Lebensunterhalt mit Zeitungsberichten, Vorträgen und Fotografien. Die sportliche Leistung erregte damals weltweites Aufsehen. Per pedes Am 15. Juli 1933 bestieg der amerikanische Pilot Wiley Post in New York sein geliebtes Flugzeug "Winnie Mae", um als Erster allein um die Erde zu fliegen. Seine Maschine war mit neuester Technik, dem ersten Autopiloten und einem speziellen Radiokompass ausgerüstet. Trotz schlechten Wetters überquerte er den Atlantik und erreichte nach 26 Stunden Berlin eine Rekordzeit. Probleme mit dem Autopiloten zwangen ihn, in Moskau zwischenzulanden. In Alaska gab der Radiokompass seinen Geist auf und Post verirrte sich. Plötzlich tauchten mehr als 6000 Meter hohe Berge vor ihm auf und er landete kurzerhand in der kleinen Bergarbeiterstadt Flat. Als er auf der extrem kurzen Landebahn aufsetzte, zerschlug es den Propeller und das rechte Fahrgestell. Die Bergarbeiter halfen ihm dabei, die Winnie Mae wieder flottzumachen. Trotz all der Pannen erreichte Post nach nur elf Stopps in sieben Tagen und 19 Stunden New York ein neuer Weltrekord. Im Alleinflug Ob einzeln oder in der Gruppe: Auf myFitbook.de treffen sich registrierte User, die sich und etwas bewegen wollen. Jeder Kilometer zählt und wird gesammelt ob beim Joggen, Radfahren, Schwimmen oder Tennisspielen. Ziel ist eine komplette (virtuelle) Weltumrundung. Mit myFitbook.de macht es Spaß, sich zu bewegen, Gemeinschaft zu erleben und sich fit zu halten; myFitbook.de dokumentiert jeden Erfolg und jeden Kilometer. Das neue Portal, das am 14. Juli 2010 startet, unterstützt aktiv dabei, sich regelmäßig zu bewegen, neue (Sports)Freunde zu finden und gesunde Gewohnheiten zu entwickeln. Und ganz nebenbei fördern die Teilnehmer wichtige soziale Projekte. Alles zu Bewegung, Weltumrundung und Kilometer sammeln auf myFitbook.de. Spaß an Bewegung mit myFitbook.de perspektive 2/2010
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Einblick Das Gesundheitswesen soll "Wer soll das bezahlen, wer hat das bestellt, wer hat so viel Pinke, Pinke, wer hat so viel Geld?" Wer die aktuelle politische Diskussion verfolgt, könnte meinen, dass der Schlager aus den 1940er Jahren die Finanzierung des Gesundheitswesens in prophetischer Weise auf den Arm nimmt. Deutschland hat zwar eines der besten, aber auch eines der teuersten Gesundheitssysteme der Welt. as liegt vor allem an den steigenden Kosten: Allein in den vergangenen zwölf Jahren sind diese jährlich um rund sechs Milliarden Euro gestiegen, bei nahezu gleich bleibenden Einnahmen. Und ein Ende ist nicht in Sicht, denn medizinischer Fortschritt, zunehmende Vergreisung der Gesellschaft und die abnehmende Un- terstützung der Familien bei der Pflege Angehöriger tun ein Weiteres. Gesundheit soll aber so die Politik für jedermann zugänglich und bezahlbar bleiben. Die Gesundheitsreform 2007 war ein erster Versuch, zu retten, was noch zu retten ist. In mehreren Stufen sollte sie Bürokratie abbauen. Die Bundesregierung schnürte ein Bündel an Maßnahmen Geldströme Gesetzliche Krankenversicherung Arztbehandlungen Zahnarztbehandlungen Kassenärztliche Vereinigung Arbeitgeber Kassenzahnärztliche Vereinigung Gesetzliche Krankenkassen Krankenhausleistungen Gesundheitsfonds Medikamente Sonstige Leistungen Versicherte/ Rentner Staat Einnahmen der Gesetzlichen Krankenversicherung 2009: 171,9 Mrd. Euro; erwartetes Defizit 2010: 7,9 Mrd. Euro; Quelle: Bundesministerium für Gesundheit 16 perspektive 2/2010
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Gesundheitsreform Einblick genesen 4,1 % Krankengeld (7,2 Mrd. Euro) Einheitsbeitragssatz Gesundheitsfonds In der Podcast-Reihe "Schwierige Begriffe einfach erklärt" erfahren Sie mehr zum Gesundheitssystem Ausgaben Gesetzliche Krankenversicherung 10,5 % Sonstiges (18,5 Mrd. Euro) 5,1 % Verwaltungskosten der Krankenkassen (8,9 Mrd. Euro) 17,4 % Vertragsärztliche Versorgung (30,6 Mrd. Euro) 6,6 % Zahnärztliche Behandlungen/ Zahnersatz (11,6 Mrd. Euro) 18,5 % Arzneimittel (32,4 Mrd. Euro) 32,1 % Krankenhausbehandlungen (56,4 Mrd. Euro) 5,7 % Heil- und Hilfsmittel (10 Mrd. Euro) Gesamtsumme 2009 (inkl. Zuzahlungen der Versicherten): 175,6 Mrd. Euro; Quelle: Bundesministerium für Gesundheit wie die allgemeine Versicherungspflicht, den einheitlichen Beitragssatz, Wahltarife und einen erweiterten Leistungskatalog. Außerdem wurde der Wettbewerb im bisher stark reglementierten Gesundheitssystem gestärkt. Durch den Wegfall der Beitragsautonomie fehlt den Gesetzlichen Krankenkassen allerdings ein wichtiges Wettbewerbsinstrument, was für die Kunden von Nachteil ist. Das finanzielle Kernstück der Gesundheitsreform ist der Gesundheitsfonds, eine Art zentrale Geldsammel- und -verteilstelle zur Finanzierung der Gesetzlichen Krankenversicherungen. schlüssel. Maßgeblich für die Höhe sind Alter, Geschlecht und bestimmte Krankheitsmerkmale der Versicherten. Insgesamt gibt es 80 Krankheiten, für die Kassen Zuschläge erhalten. Fachleute sprechen vom "morbiditätsorientierten Risikostrukturausgleich" (vom Lateinischen "morbidus" = krank). Wie geht's weiter? Damit Gesundheit für jedermann zugänglich und bezahlbar bleibt, müssen langfristig die Gesundheitsausgaben sinken. Expertenschätzungen zufolge lassen sich die Gesundheitskosten noch um mindestens 20 Prozent reduzieren. Die Reduzierung des Defizits in der Gesetzlichen Krankenversicherung darf natürlich nicht mit Leistungskürzungen für die Versicherten einhergehen. Allerdings können auch sie dazu beitragen, die Gesundheitsausgaben zu senken, meint Prof. Dr. Bernd Raffelhüschen, Gesundheitsexperte und Professor für Volkswirtschaftslehre und Finanzwissenschaft an der Uni Freiburg: "Deutsche Versicherte sind Weltmeister bei den Arztbesuchen und bis vor kurzem auch bei den Krankenhaustagen. Das größte Senkungspotenzial sehe ich in der Häufigkeit der Arztbesuche." Die Statistik gibt Raffelhüschen Recht: Jeder Deutsche geht im Schnitt 15 bis 18 Mal pro Jahr zum Arzt. In Frankreich, Österreich oder Belgien gehen die Bürger im Schnitt sechs bis acht Mal im Jahr zum Arzt. Auch bei Arzneimitteln gibt es Einsparpotenzial, sie kosten in Deutschland mehr als in vielen anderen europäischen Ländern. Darüber hinaus werden in Deutschland viele und vor allem teure Medikamente verschrieben. Experten rechnen vor, dass sich bis zu sechs Milliarden Euro pro Jahr einsparen ließen. 17 Pauschale für die Krankenkassen Jede Gesetzliche Krankenkasse erhält für jeden Versicherten eine einheitliche Pauschale aus dem Fonds. Wie hoch die Pauschale im Einzelnen ist, berechnet sich nach einem komplizierten Verteilungsperspektive 2/2010
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Einblick Hell, breit und eben ohnen auf mehreren Ebenen, stilvolle Wendeltreppen, glänzende Marmorböden, gemütliche Beleuchtung wer seine eigenen vier Wände plant oder die Wohnung umgestaltet, macht sich wenig Gedanken ums Alter. Doch Schwellen, Treppen, rutschige Böden oder schlechtes Licht erschweren pflegebedürftigen Menschen und ihren Angehörigen das Leben in den eigenen vier Wänden. Damit sich die Pflege eines Angehörigen nicht zum Hindernisparcours entwickelt, gibt es wohnumfeldverbessernde Maßnahmen. Was dabei zu beachten ist, wird im Folgenden erläutert. Professionelle Unterstützung Mehr als 2,2 Millionen Menschen sind zurzeit in Deutschland auf Unterstützung und in Teilen auf Pflege angewiesen. Viele von ihnen leben zu Hause, rund zwei Drittel werden von ihren Angehörigen versorgt. Gerade einmal 250.000 Wohnungen in Deutschland sind entsprechend den Bedürfnissen von Pflegebedürftigen der Stufen 1 bis 3 ausgestattet. Bei der Planung, Koordination, Ausführung und Bewilligung von Wohnumfeld-Anpassungen helfen darauf spezialisierte Unternehmen. Sie nehmen den Familien Arbeit und Papierkram ab. Der Umbau eines Hauses oder einer Wohnung hängt im Einzelnen von den baulichen Gegebenheiten sowie den in18 dividuellen Anforderungen der Pflegebedürftigen ab. Dennoch gibt es einige Grundregeln: Stufen sind tabu sie sind unüberwindbare Hürden für Rollstuhlfahrer oder Menschen, die auf einen Rollator angewiesen sind. Stattdessen Rampen aufbauen. Alle Zu- und Durchgänge sollten mindestens 80 Zentimeter breit sein, damit genügend Platz zum Rangieren bleibt. Experten empfehlen deshalb in wichtigen Bereichen des Wohnraums eine Bewegungsfläche mit einem Durchmesser von 150 Zentimetern. Sämtliche Bedienelemente sollten in einer gut zu erreichenden Höhe von 85 bis 100 Zentimetern liegen. Hausautomatisierung kann den Alltag wesentlich erleichtern: Schwere Türen lassen sich mit automatischen Türöffnern leicht öffnen, Jalousien werden elektrisch gesteuert. klappen. Bei Bedarf kann man auch einen Sitz in die Dusche einbauen. Besonders wichtig für Rollstuhlfahrer und Menschen mit Rollator sind unterfahrbare Möbel wie der Waschtisch unter dem Waschbecken. Ansprechendes Design Eine solche Wohnumfeld-Anpassung muss nicht zu Lasten des Designs gehen. "Das hat nichts mit steriler Krankenhaus-Atmosphäre zu tun, sondern steht für schönes und zeitgemäßes Design, das Komfort und Sicherheit in den Alltag bringt", sagt Wilhelm Butschle, Fachberater der MBK Vitales Wohnen GmbH. Das Unternehmen hat sich auf barrierefreies Wohnen spezialisiert und arbeitet mit der Schwenninger BKK zusammen. Ob Neubau oder Renovierung die Kosten einer Wohnumfeld-Anpassung sind überschaubar. "Beim Neubau belaufen sich die Mehrkosten auf rund ein bis drei Prozent der Baukosten", versichert Wilhelm Butschle. "Steht sowieso eine Sanierung des Bades oder der Küche an, entstehen auch hier nur sehr geringe Mehrkosten." Notwendige Maßnahmen, die das Wohnperspektive 2/2010 Sicher ist sicher Im gesamten Wohnbereich sollte man einen rutschfesten Bodenbelag verlegen, Haltegriffe geben zusätzliche Sicherheit. Im Bad erleichtert eine ebenerdige Dusche den Ein- und Ausstieg, im Idealfall lässt sich die Duschwand komplett weg-
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Einblick Nicht nur schwarze Schafe Der Versandhandel mit Arzneimitteln kann Vorteile bringen birgt aber Gefahren. Im Internet tummeln sich etliche unseriöse Geschäftemacher. Mit der Gesundheitsreform 2004 wurde in Deutschland der Versandhandel für apothekenpflichtige Arzneimittel freigegeben. Seither können Patienten Medikamente im Internet bestellen und nach Hause liefern lassen. Für bestimmte Personengruppen etwa chronisch Kranke, die von günstigeren Preisen profitieren, oder Bewohner in ländlichen Regionen bietet diese Form des Arzneimittelkaufs Vorteile, ebenso für Berufstätige mit einem knappen Zeitbudget. Auf der anderen Seite aber stehen Risiken, die man nicht unterschätzen darf. Ein großes Problem sind gefälschte Präparate, die über das Internet in den Handel gelangen. Gerade im weltweiten Netz bieten neben den seriösen Apothekern skrupellose Geschäftemacher ihre dubiose Ware an. Wer von diesen Websites bestellt, läuft Gefahr, dass er gefälschte, illegale, nicht zugelassene oder falsch dosierte Arzneimittel erhält. Sogar verschreibungspflichtige Präparate werden dort frei angeboten, häufig sind diese nicht echt. Einige Internetseiten bieten die Dienste eines virtuellen Arztes, der die Kunden berät und Arzneimittel verordnet. Hier besteht das Risiko einer falschen Diagnose beziehungsweise unzureichender Beratung. niederländischen Versandapotheken Europaapotheek Venlo und Doc Morris abgeschlossen davon profitieren Kunden durch Preisvorteile bei den Zuzahlungen auf rezeptpflichtige Medikamente. Eine neue Form des Arzneimittelverkaufs sind Rezeptsammelstellen in Drogeriemärkten wie Schlecker oder dm. Dort gibt der Patient sein Rezept ab und erhält einige Tage später das benötigte Medikament, das in der Regel von einer europäischen Versandapotheke an den Drogeriemarkt geliefert wird. Die Handelskette Schlecker kooperiert mit der niederländischen Versandapotheke Vitalsana. Vitalsana bietet nur bei frei verkäuflichen Medikamenten Preisvorteile an, aber nicht bei Zuzahlungen für Rezepte. Die Schwenninger BKK hat mit Vitalsana keine entsprechende vertragliche Regelung, deshalb werden dort eingereichte Rezepte wieder an die Kunden zurückgeschickt. Die dm-Märkte kooperieren mit der Europaapotheek Venlo, die Medikamente werden von dort den dm-Märkten zugestellt. Über die dm-Märkte können Kunden der Schwenninger BKK die Rezepte bei der Europaapotheek Venlo einreichen und die Preisvorteile bei den Zuzahlungen nutzen. umfeld verbessern, können von der Schwenninger BKK Pflegekasse bezuschusst werden. Voraussetzung ist die Einstufung mindestens in Pflegestufe I und dass der Umbau die Pflege nachweislich ermöglicht, erleichtert oder eine selbstständige Lebensführung der Pflegebedürftigen möglich macht. Der Medizinische Dienst der Krankenversicherung prüft diese Voraussetzungen. Die Schwenninger BKK Pflegekasse bezuschusst jede Maßnahme, beispielsweise die Verbreiterung der Türen für Rollstuhlfahrer oder den Umbau für eine ebenerdige Dusche, mit bis zu 2.557 Euro bei zehn Prozent Eigenanteil. Noch Fragen zum Thema WohnumfeldAnpassung zur Erleichterung der Pflege? Kunden der Schwenninger BKK können sich kostenlos und qualifiziert von der MBK Vitales Wohnen beraten lassen. Weitere Informationen unter: www.schwenninger-bkk.de www.vitales-wohnen.eu Wer allerdings auf persönliche Betreuung nicht verzichten möchte, ist in "seiner" Apotheke immer gut beraten. Dort werden die Daten von Stammkunden gespeichert und die Mitarbeiter können über die Kundenkarte gleich die Wechselwirkungen erkennen, wenn zum Beispiel ein Schmerzmittel oder Antibiotikum zur Dauermedikation hinzukommt. Deshalb sollte man bei der BeDamit kein falscher Eindruck entsteht: stellung in einer Versandapotheke die Es gibt viele seriöse Versandapotheken, telefonische Beratung in Anspruch nehdenen man vertrauen kann. Die Schwen- men und darauf hinweisen, wenn man ninger BKK hat Rahmenverträge mit den noch weitere Arzneimittel einnimmt. 19 perspektive 2/2010
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Lebenslust Infos zum Verein "Klasse in Sport": www.klasseinsport.de Die besten Bewegungsspiele für Kinder: www.elternwissen.com/gesundheit/ kinder-fitness/art/tipp/bewegung-foerdern-die-besten-bewegungsspiele-fuer-kinder.html Raus vors Haus Es muss nicht immer der erhobene Zeigefinger sein. Stattdessen gibt es weitaus elegantere Wege, Kinder zu gesunden Verhaltensweisen zu motivieren. "Wer nicht jeden Tag etwas Zeit für seine Gesundheit aufbringt, muss eines Tages sehr viel Zeit für die Krankheit opfern", das wusste schon Sebastian Kneipp. Dass das bereits im Kindesalter gilt, wissen wiederum viele Ärzte und Gesundheitsexperten und auch Fußball-Bundesligatrainer Felix Magath. Ende vergangenen Jahres präsentierte der Meistermacher eine Studie der Deutschen Sporthochschule Köln. Ein alarmierendes Ergebnis der Langzeitbeobachtung von über 2.800 Grundschülern: Mehr als ein Viertel der Viertklässler hatte Übergewicht, oft einhergehend mit Bluthochdruck. Frappierend war in diesem Zusammenhang auch der Nachweis, dass Schüler, die sich nicht regelmäßig bewegen, schlechter in der Schule abschneiden. Im Gegenzug zeigte sich, dass viel Bewegung positive Effekte auf die körperliche und geistige Leistungsfähigkeit hat. So beobachteten die Wissenschaftler bessere Leistungen in Deutsch und Mathematik bei Kindern, die täglich Sport treiben. Mit anderen Worten: Regelmäßige körperliche Aktivität macht den Nachwuchs sowohl fitter als auch schlauer. dem Fernseher mit Bier und Zigarette in der Hand "Geh auch mal raus vor die Tür und mach den dämlichen Computer aus" Richtung Kinderzimmer brüllt, muss sich nicht wundern, wenn nichts passiert. Besser ist es, gemeinsam vor die Tür zu gehen. "Ziel ist es, dass sich ein Gesundheitsbewusstsein früh in den Köpfen verankert. Die Kinder sollen verstehen, weshalb es so wichtig ist, sich nicht nur von Pommes rot-weiß zu ernähren und vor dem Fernseher zu hocken", sagt Dr. Dagmar Santo, Gesundheitsexpertin bei der Schwenninger BKK. Diese Wechselwirkung zwischen Bildung und Gesundheit fördert die Schwenninger BKK je nach Alter individuell. Dr. Santo weiß, worauf es ankommt: "Spielerisches Lernen heißt hier die Zauberformel, mit Zwang funktioniert gar nichts. Deshalb sprechen wir die Kinder altersgerecht an, sodass sie es verstehen und begeistert bei der Sache sind." Kinder mit Migrationshintergrund haben ein höheres Risiko für Übergewicht und Adipositas, also Fettsucht. Zu den in der Studie genannten Risikofaktoren für Übergewicht zählen die üblichen Verdächtigen, außer genetischer Vorbelastung und zu wenig Bewegung auch wenig Schlaf, lange Zeiten vor Computer und Fernseher und zu kalorienreiche Ernährung. Vor allem Kinder aus ärmeren Familien essen oft zu fettig, zu viel und zu beiläufig. Dass die Familie gemeinsam beim Mittag- oder Abendessen sitzt, kennen die Sprösslinge oft gar nicht. Stattdessen greift der Nachwuchs zu, sobald er Hunger hat und verspeist das, was gerade zur Verfügung steht. Das Resultat umschreibt ein alter Werbespruch ganz gut: "Du bist, was du isst." Eine fatale Entwicklung! Denn wer als Kind falsche Ernährungsweisen lernt, ändert diese als Erwachsener nur selten. perspektive 2/2010 Zu fettig, zu viel, zu beiläufig Dass außer Sport und Bewegung vor allem das Essverhalten eine wesentliche Rolle spielt, wenn es um übergewichtige Kinder geht, ist kein Geheimnis. Das Robert-Koch-Institut hat von 2003 bis 2006 im Auftrag des Bundesministeriums für Gesundheit eine erste große Studie zur Gesundheit von Kindern und Jugendlichen in Deutschland erstellt, 2009 bis 2012 findet eine zweite Erhebung statt. Eines der Ergebnisse: 15 Prozent der Kinder und Jugendlichen zwischen drei und 17 Jahren sind übergewichtig. Kinder aus Familien mit niedrigem Sozialstatus und Sport und Spiel statt Sofa Doch wie bringt man den Nachwuchs dazu, nicht zum Kartoffelchips mampfenden Stubenhocker und kränkelnden Bewegungsmuffel zu werden? Drei Zutaten braucht es für einen leckeren Präventionscocktail eine Prise Erziehung, einen kräftigen Schuss attraktiver Anreize, gut abgeschmeckt mit einer Handvoll Vorbildfunktion. Gerade Letzteres darf nicht fehlen: Wer auf dem Sofa vor 20
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Lebenslust Prio 1 für Prävention Persönliches Gesundheitsbudget: Erwachsene erhalten jährlich bis zu 560 Euro für Präventionskurse zu den Themen Bewegung, Ernährung, Entspannung und Suchtmittelprävention. Beispielprojekte aus dem Gesundheitsvorsorge-Programm der Schwenninger BKK. Schwarzwald-Baar-Familientag und Gesundheitstage in den Geschäftsstellen: Bei den regelmäßigen Veranstaltungen für die ganze Familie stehen Informationen und Aktionen rund um Prävention und Gesundheit auf dem Programm. Fit heute Fit morgen: Die Schwenninger BKK will genau wissen, was hilft, neue und gesündere Verhaltensweisen bei Erwachsenen zur Gewohnheit werden zu lassen. Dabei arbeitet sie mit dem Fraunhofer-Institut für Arbeitswirtschaft und Organisation (IAO) zusammen. Wissenschaftlich begleitet wird das Projekt von Experten der Universität Magdeburg, das Bundesministerium für Bildung und Forschung unterstützt es finanziell. Kinder in Bewegung: Mit der Initiative Kinder in Bewegung wird das Thema Bewegung im Kindesalter in der Region VillingenSchwenningen angekurbelt, ausgebaut und unterstützt. Ziel ist es, Kinder frühzeitig für das Thema Bewegung zu begeistern, um eine Nachhaltigkeit zu erzielen, die im Jugend- und Erwachsenenalter Bewegung durchweg zu einem festen Bestandteil des täglichen Lebens werden lässt. Wer sich regelmäßig bewegt, sollte sich auf myFitbook.de eintragen und Kilometer sammeln. Fit von klein auf/Gesundheitskoffer: Mit diesen Patenschaften unterstützt die Schwenninger BKK Eltern und Erzieher/innen bei der Gesundheitsförderung von Kleinkindern. ProKids-VS: Diese Stiftung ermöglicht es Kindern aus sozial schwachen Familien in der Region VillingenSchwenningen, ein warmes Mittagessen in Schule oder Kindergarten zu bekommen. Ziel der Kooperation ist, ungesunden Lebensgewohnheiten von Kindern und Jugendlichen vorzubeugen. Betriebliche Gesundheitsförderung: In Kooperation mit Unternehmen setzt sich die Schwenninger BKK dafür ein, gesunde Verhaltensweisen in den Arbeitsalltag zu integrieren. McMöhre: Das von der Schwenninger BKK finanziell unterstützte und von der Aktion Mensch geförderte Projekt McMöhre des Bundes für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) legt den Schwerpunkt ebenfalls auf richtige Ernährung. Schüler organisieren ihren eigenen Pausenladen und lernen nebenbei, dass ein gesundes Pausenfrühstück richtig lecker schmeckt. perspektive 2/2010
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Lebenslust Ein Herz fürs Herz Man sollte seinem Herzen von Herzen danken. Schließlich schlägt es jeden Tag unermüdlich und erhält den Menschen so am Leben. Doch oft werden die Bedürfnisse ignoriert, bis das Herz plötzlich auf schmerzhafte Weise auf sich aufmerksam macht. ie Hälfte aller Todesfälle in Deutschland ist auf HerzKreislauf-Erkrankungen zurückzuführen, fast jeder vierte Deutsche leidet unter Bluthochdruck. Bei solchen Zahlen rutscht einem das Herz schon mal in die Hose. Leiser Mörder Wenn das Herz auch in Ruhephasen bis zum Hals schlägt, steckt vermutlich ein zu hoher Blutdruck dahinter. Normal ist ein Wert von 120/60 mmHg. Der erste Wert beschreibt den Druck beim Pumpvorgang vom Herz zu den Schlagadern, der zweite während der Blutfüllung des Herzens in der Erschlaffungsphase. Ab einem Wert von 140/90 mmHg sprechen Ärzte von Bluthochdruck, der übrigens die Spitzenreiterposition unter den deutschen Volkskrankheiten einnimmt. Viele Menschen leben mit erhöhten Werten, ohne dies je zu bemerken, daher auch der Name "leiser Mörder". Angesichts der möglichen Folgeschäden sollte man sich regelmäßig ein Herz fassen und seinen Blutdruck kontrollieren lassen. nicht mehr genügend Blut und damit zu wenig Sauerstoff und Nährstoffe bekommt. Bemerkbar macht sich die koronare Herzkrankheit durch ein Engegefühl im Brustkorb, auch bekannt unter dem Namen "Angina Pectoris", und Schmerzen, die bis in den linken Arm, Hals und Oberbauch ausstrahlen. Stillstand Die koronare Herzkrankheit wiederum kann Ursache für einen Herzinfarkt sein. Rund 250.000 Menschen jährlich erleiden in Deutschland einen Infarkt, rund die Hälfte überlebt ihn nicht. Damit ist der Herzinfarkt die häufigste Todesursache weltweit. Auslöser ist ein Blutpfropf, der ein Herzkranzgefäß verschließt, sodass Teile des Herzmuskels nicht mehr mit Blut versorgt werden können. Enge und Schmerzen in der Brust, beiden Armen und im Oberbauch, oft begleitet von Übelkeit, sind die ersten Anzeichen für einen Herzinfarkt. Stellen sich diese Symptome ein, muss man möglichst schnell handeln und sich gleich von einem Arzt auf Herz und Nieren durchchecken lassen. störungen. Ursachen können unter anderem die koronare Herzkrankheit oder auch ein Herzinfarkt sein. Ärzte unterscheiden zwischen drei verschiedenen Varianten der Krankheit. Schlägt das Herz unregelmäßig mehr als 100-mal pro Minute, liegt das oft an zusätzlichen Impulsen aus dem Herzvorhof oder in der Herzkammer. Anders verhält es sich bei einem Puls von weniger als 60 Schlägen pro Minute. Mangelversorgung Erhöhter Blutdruck ist eine der zahlreichen Ursachen für die koronare Herzkrankheit. Sie steht ebenfalls weit oben in den Top Ten der Volkskrankheiten. Menschen mit dieser Krankheit haben etwas auf dem Herzen Ablagerungen aus Blutfetten und weißen Blutkörperchen. Die Partikel verengen die Herzkranzgefäße, sodass der Herzmuskel 22 Aus dem Takt Herzklopfen kann etwas Schönes sein, gerade wenn man frisch verliebt ist. Doch wenn das Herz aus dem Takt kommt, wird es ernst. Fühlbare Herzstolperer, Extraschläge, Aussetzer und Herzrasen, vor allem wenn sie mit Schwindel (etwa durch Blutdruckabfall) auftreten, sind Hinweise auf Herzrhythmus- Hier ist entweder der Sinusknoten, der "Schrittmacher" des Herzens gestört, oder die Weiterleitung der Impulse funktioniert nicht optimal. Die dritte Variante sind Extraschläge, die zu einem unregelmäßigen Puls führen. Aber nicht alle fühlbaren Herzstolperer sind krankhaft, sie kommen bei jedem gesunden Menschen vor. Wenn sie aber sehr häufig und perspektive 2/2010
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Lebenslust Prävention eine Herzensangelegenheit Wer sein Herz für einige vorbeugende Maßnahmen öffnet, kann sich viel Herzschmerz ersparen. Abneigung aus tiefstem Herzen ... ... gegen Glimmstängel. Rauchen fördert unter anderem die Gefäßverkalkung und erhöht somit das Risiko für Bluthochdruck und Blutgerinnsel. Raucher erleiden weitaus häufiger einen Herzinfarkt und Schlaganfall als Nichtraucher. insbesondere im Zusammenhang mit anderen Herzerkrankungen und Symptomen auftreten, muss man ihnen Beachtung schenken. Sein Herz verlieren ... ... an gesunde Ernährung. Fast Food und Co. sollten vom Speiseplan verbannt werden, dafür gibt es viel Obst, Gemüse und Vollkorn mit fettarmem Fleisch und Fisch. Das Herz erfreuen ... ... mit weniger Stress. Wer ständig unter Strom steht, tut seiner Gesundheit nichts Gutes. Deshalb öfter mal eine Pause einlegen und mit Entspannungsübungen und Sport einen Ausgleich schaffen. Nach Herzenslust ... ... Sport treiben. Für jeden gibt es eine geeignete Sportart, garantiert. Schon ein halbstündiger Spaziergang, mehrmals die Woche, senkt das Risiko einer Herzerkrankung. Hand aufs Herz ... ... fast jeder hat schon einmal einen über den Durst getrunken. Gegen ein Gläschen Rotwein ab und zu ist sicher nichts zu sagen. Mehr sollte es aber nicht sein, denn Alkohol erhöht die Blutfette und den Blutdruck und damit auch das Risiko, einen Herzinfarkt zu erleiden. Buchtipp: "Das Loch in meinem Herzen. Ein Lob auf die moderne Medizin" von Joachim Mohr Der 48-jährige Spiegel-Autor schildert auf informative und unterhaltsame Weise sein fast fünf Jahrzehnte andauerndes Krankheitsabenteuer. Es geht um sein Leben mit chronisch krankem Herzen, Ängste und Hoffnungen, um engagierte wie wundersame Ärzte und spektakuläre Operationen. Ein Buch über Galgenhumor und sexy Narben, das Mut macht und an die Lebensfreude appelliert. perspektive 2/2010 23
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Auszeit Mehr Bilder von Rügen in der Bildergalerie Rügen Perle der Ostsee Rügen ist längst kein Geheimtipp mehr. Denn die Insel geizt nicht mit ihren Reizen: Eine abwechslungsreiche Küste mit weißen Sandstränden, Nationalparks, malerische Alleen, verträumte Fischerdörfer, idyllische Buchten sowie üppige Buchenwälder prägen die Insellandschaft. ügen in der Ostsee vor der Küste Mecklenburg-Vorpommerns ist mit einer Fläche von fast 1000 Quadratkilometern die größte deutsche Insel. Das "Tor" dorthin ist Stralsund. Von der Hanse- und Weltkulturerbestadt führen der Rügendamm und die Rügenbrücke über den zwei Kilometer breiten Meeresarm Strelasund auf die Insel. Umgeben von der Ostsee und Boddengewässern ist Rügen mit seiner nahezu 600 Kilometer langen Küste und seiner einzigartigen Landschaft ein Urlaubsparadies. Bereits zu Beginn des 20. Jahrhunderts waren die Urlauber von den kilometerlangen weißen Sandstränden Rügens und ihrer kleinen Schwester Hidden- see fasziniert. Bevor man sich damals allerdings in die Fluten stürzte, mussten die Herren ihren knielangen Badeanzug noch bis unters Kinn zuknöpfen, während die Damen mit einem Badekarren ins Wasser gefahren wurden. Bei einem Bummel durch die in neuem Glanz erstrahlenden Seebäder spüren Besucher ihn wieder, diesen Hauch von Noblesse der Belle Époque. Vornehme Bäder und beschauliche Fischerdörfer, Steilküsten aus schneeweißer Kreide und Strände mit feinem Sand, schnurgerade Alleen und wilde Sanddornhecken, steinalte Hünengräber und hundertjährige Leuchttürme, weite Buchenwälder und blanke Seen. Sie machen den besonderen Charme der Insel aus. Das weiße Gold von Rügen Zusammen mit der dänischen Insel Møn gehörte Rügen zu einem größeren Plateau aus Kreidekalk. Während ein Großteil dieser Landmassen im Laufe der Zeit wieder verschwand, blieben die beiden Inseln mit ihren charakteristischen Kreidefelsen übrig. Diese sind bis heute eines der Wahrzeichen. Die Felsen, teilweise bis zu 120 Meter hoch, befinden sich im Nationalpark Jasmund. Bekanntester Felsvorsprung ist mit 114 Metern der Königsstuhl mit einem traumhaften Blick auf die Weiten der Ostsee. Wer gleichzeitig den Nationalpark erkunden möchte, tut dies am besten zu Fuß mit Start in der Altstadt von Sassnitz. perspektive 2/2010
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Auszeit In imposanten Buchenwäldern überquert man kleine Bäche, die in die Ostsee münden. Vorbei an den Wissower Klinken und der Victoria-Sicht erreicht man den Königsstuhl. Auch schon Caspar David Friedrich war von der romantischen Naturschönheit inspiriert und schuf das bekannte Gemälde "Kreidefelsen auf Rügen". Vor knapp 200 Jahren war die Heilkraft der Kreide noch nicht bekannt. Heute wird das weiße Gold wegen seiner heilenden Wirkung sogar ins Ausland exportiert. bad Prora mit dem "Koloss von Prora", einem im Dritten Reich als Kraft-durchFreude-Seebad errichteten Gebäudekomplex mit 4,5 Kilometern Länge. Ein Erlebnis ist die Fahrt mit der historischen Schmalspurbahn "Rasender Roland", die durch den landschaftlich reizvollen Südosten der Insel Rügen fährt. Die Kleinbahn verbindet in beschaulicher Fahrt die ehemalige Residenzstadt Putbus mit den pulsierenden Ostseebädern Binz, Sellin, Baabe und Göhren. Aber auch die vielen kleinen Stationen, beispielsweise das malerische Jagdschloss Granitz, laden zum Ausstieg ein. Neben den klassischen Sehenswürdigkeiten erfreuen sich die Störtebeker-Festspiele von Ralswiek großer Beliebtheit. Die Abenteuer des Seeräubers Klaus Störtebeker sind alljährlich im Sommer auf Europas größter Freilichtbühne und auf dem Wasser zu erleben. Viele Landschaftsbilder Deutschlands größte Insel beeindruckt durch eine Vielzahl an verschiedenen Landschaftsbildern und unzähligen Sehenswürdigkeiten. Alles in einem Urlaub zu erkunden, ist kaum möglich. Beliebte Ausflugsziele sind die Nationalparks und die vielen zu Rügen gehörenden Inseln und Halbinseln. Hiddensee im westlichen Teil Rügens ist einer der sonnenreichsten Orte Deutschlands. Das autofreie Eiland misst an seiner schmalsten Stelle nur 125 Meter, mit dem Rad lässt sich die 17 Kilometer lange Insel prima erfahren. Im Norden Rügens befindet sich die hügelige Halbinsel Wittow mit dem Kap Arkona. Zwei Leuchttürme, ein kaiserlicher Marinepeilturm und eine Museumsanlage mit Burgwall machen den nördlichsten Punkt zu einem unvergesslichen Ausflugsziel. Im Osten der Insel sind außer der Halbinsel Jasmund mit den Kreidefelsen die Feuersteinfelder bei Mukran sehenswert. Und natürlich das See- Der Hafen von Sassnitz. Aktiv erholen Rügen ist nicht nur schön, sondern tut auch gut. Das milde Reizklima mit seiner salzigen und feuchten Seeluft, den geringen Temperaturschwankungen, einem hohen Luftaustausch und langer Sonnenscheindauer wirkt außerordentlich heilsam. Hinzu kommt die gesundheitsfördernde Kombination der See mit der sauerstoffreichen Luft der Wälder. Wegen der frischen Brise und der geringen Schadstoffemissionen finden Allergiker und Menschen mit Atemwegserkrankungen optimale Bedingungen vor. Die Leuchttürme vom Kap Arkona. Am Badestrand von Baabe. perspektive 2/2010
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Auszeit Ob im Wasser oder an Land Rügen bietet optimale Bedingungen für eine aktive Erholung. Die mit der "Blauen EuropaFlagge" ausgezeichnete Wasserqualität und Sauberkeit im Strandbereich machen unbeschwertes Baden möglich. Rügen gilt als Paradies für Wassersportler wie Segler und Surfer, aber auch Ang- lern bieten sich in der Ostsee und den Boddengewässern zahlreiche Möglichkeiten. Wanderern und Radfahrern verspricht die Insel abwechslungsreiche und gut ausgeschilderte Touren, um die ursprüngliche Landschaft zu erkunden. Darüber hinaus sind Golf, Reiten und natürlich alle Strandsportarten möglich. Tipps für einen perfekten Trip Wann reisen? Der Leuchtturm von Hiddensee. Auf Rügen ist fast das ganze Jahr über Saison. Während sich die Hauptbadesaison von Mai bis Mitte September erstreckt, kommen die Wanderer und Fahrradfahrer im Frühjahr und Herbst auf ihre Kosten. Aber auch Weihnachten ist Hochbetrieb auf der Insel. Rügen bietet zahlreiche weiße Pensionen im Stil der typischen Bäderarchitektur und darüber hinaus Hotels, Ferienwohnungen und Ferienhäuser. Für Naturfreunde eignen sich die Campingplätze direkt am Strand unter den für die Ostseeregion typischen Kiefern. Wo schlafen? Wie hinkommen? Nach Rügen gelangt man per Auto, mit dem Flugzeug oder per Bahn. Direktflüge nach Rostock werden von Köln-Bonn, Stuttgart, München und Zürich angeboten. Weiter geht es mit dem Busshuttle oder dem Mietwagen. Neben Regionalzügen gibt es auch Intercity-Verbindungen von Berlin, Hamburg, Frankfurt am Main, Stuttgart und aus dem Ruhrgebiet über Stralsund und Bergen bis Binz. Was essen? Von Spitzengastronomie bis zu deftiger Küche die Restaurants bieten für jeden Geschmack etwas. Besonders zu empfehlen ist an der Küste natürlich frischer Fisch. Die Auswahl an Süß- und Salzwasserfischen ist groß sie reicht von Aal bis Zander. Probieren Sie auch Sanddorn. Die Frucht ist reich an Vitamin C und wird beispielsweise als Marmelade, Eis, Likör und Wein angeboten. Die Seebrücke von Sellin. Beeindruckendes Bauwerk: die Rügenbrücke. Es lohnt sich, die perspektive zu lesen denn Sie können mit freundlicher Unterstützung der "AHORN Wohlfühlhotels" einen fünftägigen Aufenthalt für zwei Personen inklusive Halbpension im AHORN Seehotel Templin gewinnen. Zudem verlosen wir mit freundlicher Unterstützung von "frei Hautpflege" 20 Packungen Körperlotion für sommerschöne Haut. Sagen Sie uns, in welchem Bundesland sich das AHORN Seehotel Templin befindet. Schicken Sie die Antwort bis 16. Juli 2010 an gewinnspiel@schwenninger-bkk.de oder per Post an Schwenninger BKK, Spittelstraße 50, 78056 Villingen-Schwenningen, Stichwort perspektive. Die Gewinnernamen werden in der nächsten perspektive veröffentlicht. Mitarbeiter der Schwenninger BKK und ihre Angehörigen dürfen nicht teilnehmen. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen. perspektive 2/2010
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Die wichtigsten Tipps zum Fahrradkauf: www.fa-technik.adfc.de/Ratgeber/Fahrradkauf Auszeit Mit Rad und Tat Fahrradfahren auf Rügen ist ein wahres Vergnügen. Wer die landschaftliche Vielfalt, die Düfte und Geräusche auf Deutschlands größter Insel intensiv erleben möchte, erkundet Rügen am besten auf zwei Rädern. Die Voraussetzungen für Pedalritter sind mit wenigen Einschränkungen gut: Rügen hat sein ausgeschildertes Radwegenetz in den vergangenen Jahren kontinuierlich erweitert. So geht es über eigens angelegte Fahrrad- und naturnahe Feld- und Waldwege bequem vorwärts. Vor allem im Bereich um die Ostseebäder sind die Radwege gut ausgebaut, einen Rundweg gibt es um die ganze Insel. Einzelne Teilstücke bestehen allerdings aus befahrenen Straßen oder bedürfen einer Sanierung. Wer sich vorab schlaumacht, findet jedoch mehr als genug Strecken ohne Hauptstraßen. Die Tourismuszentrale Rügen bietet eine allgemeine Infokarte für Radfahrer an (Telefon 03838/807780, info@ruegen.de), detaillierte Radwanderkarten gibt es bei den meisten Informationsstellen oder in Buchhandlungen. Zu den beliebtesten Strecken gehören Touren rund um die Halbinseln Rügens. Wer größere Strecken überwinden möchte, kann das Fahrrad im Regionalzug oder während der Saison in speziellen Busanhängern mitnehmen lassen. Mit an Bord darf das Fahrrad grundsätzlich bei Fähren und Ausflugsschiffen wer einen Abstecher zur autofreien Insel Hiddensee plant, muss also nicht übers Wasser radeln. Es geht noch bequemer: Viele größere Ferienorte auf Rügen bieten einen Fahrradverleih an. Guter Rat muss nicht teuer sein Die Leserinnen und Leser haben in der vergangenen perspektive abgestimmt: Fahrradfahren ist ihr Wunschthema. Weil die Entscheidung sehr knapp ausfiel, werden wir außerdem das zweitplatzierte Thema, vegetarische Ernährung, in einer der nächsten Ausgaben aufgreifen. Wenn Sie ein neues Fahrrad kaufen möchten, sollten Sie sich umfassend informieren am besten bei einem Fachhändler. Der Experte berät nämlich nicht nur bei der Wahl des passenden Fahrradtyps und stellt das Bike exakt auf Sie ein, sondern tauscht auf Wunsch auch einzelne Teile. Zudem können Sie eine Probefahrt machen. Übrigens hängt die Wahl des richtigen Drahtesels ganz davon ab, welcher Typ Radfahrer Sie sind. Die folgende Kurzübersicht gibt Ihnen einen ersten Überblick vor dem Besuch eines Fachgeschäftes. Fahrradty Fahrradtyp Citybike Citybi Wofü Wofür? K Kurzstrecken, kleinere Einkäufe, Tagestouren Für wen? Für Fahrradfahrer ohne zu großen sportlichen Ehrgeiz. Auch gut für Senioren geeignet. Bequeme, aufrechte Sitzhaltung. Für Fahrradfahrer ohne zu großen sportlichen Ehrgeiz. Auch gut für Senioren geeignet. Bequeme, aufrechte Sitzhaltung. Für Fahrradfahrer, die e ein Multitalent möchten. Auch für schwerere Menschen. Komfortable Sitzhaltung. bis sportliche S Ausstattung Bewusst einfach, aber voll verkehrstauglich. Oft mit Rücktrittbremse, drei bis sieben Gänge. Hollandrad Kurzstrecken, kleinere Einkäufe, Tagestouren Voll verkehrstauglich. Robust und hochwertiger als das Citybike. Schlechtwettertauglich. Drei bis sieben Gänge Voll Vol verkehrstauglich. Etwas sportlicher als ein Citybike portlicher e oder Hollandrad. St Stabil und der bequem. M equem. Mehrere Gepäckträger montie räger montierbar. Bis zu 21 Gänge. änge. In der Grundausführung verkehrstauglich. nicht ve Dickere Reifen als ein Federung, Trekkingrad. Gute Fede kleinere Reifendurchmesser, Gänge. bis zu 21 Gänge In der Grundausführung nicht verkehrstauglich. Minimales Gewicht, extrem dünne Reifen. Kettenschaltung für feine Gangabstufung. Trekkingrad Reisen, längere Touren, unterschiedliches Terrain Mountainbike (MTB) Training und Fitness, Tagestouren; Gen; lände, Wald- und Feldwege ge Für sportliche Fahrer. rtli Mit verkehrstauglicher rkeh Ausstattung auch als Stadtfahrrad. Sportliche Sitzhaltung. Rennrad Auch beim Radeln Kilometer sammeln und eintragen auf www.myFitbook.de Training und g Fitness, weite Strecken, Straßen Für sportliche Fahrer. Aerodynamische Sitzgeeignet haltung. Nicht geeigne für Anfänger und bei Rückenproblemen. Rücken perspektive 2/2010
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