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Mann und Frau schauen sich an

Gesund trainieren – die wichtigsten Fitness-Lügen

Die Fitness-Lügen

War es nur dann eine effektive Trainingseinheit, wenn am nächsten Tag die Muskeln zwicken? Gehören Sie zu den Schnellschwitzern und denken, es liegt an der mangelnden Fitness? Macht moderates Joggen die Gelenke kaputt? All das können Sie mehr oder weniger getrost ins Reich der sportlichen Fabeln und Märchen verbannen. Nachfolgend finden Sie die vier Fitness-Lügen aus der „perspektive“ Ausgabe 4/2009, dem Gesundheitsmagazin der Schwenninger Krankenkasse – und für eine noch gesündere nächste Trainingseinheit packen wir noch einmal zwei weitere obendrauf.

Poren auf und Wasser Marsch: die Schwitzlüge
Wer schnell schwitzt, ist nicht fit – falsch. Tendenziell schwitzen gut trainierte Sportler sogar schneller, weil der Körper die Temperatur besser reguliert. Auch die Zahl der Schweißdrüsen, das Körpergewicht und manchmal sogar die Gene bestimmen, ob starker Schwitzer oder nicht.

Viel hilft viel: die Intensitätslüge
Nach dem Training muss es richtig weh tun – bloß nicht. Überbelastung verursacht viele kleine Risse in den Muskeln: ein klassischer Muskelkater. Dann hilft nur ausruhen, heiß baden und die Muskeln mit Arnika-Schnaps einreiben.

Alles auf die Knochen: die Lauflüge
Joggen macht die Gelenke kaputt – aber vermutlich nur bei dauerhafter Extrembelastung. Das Risiko beispielsweise für Arthrose in den Hüftgelenken steigt nur, wenn Sie Woche für Woche 60 Kilometer oder mehr laufen. Das konnten Forscher der Orthopädischen Universitätsklinik Heidelberg zeigen, die die Gelenke von Hobby- und Profiläufern verglichen. Wichtig: kein falscher Ehrgeiz – und langsam loslegen. Wer bisher noch nie gejoggt ist, kann beispielsweise mit Walking einsteigen und so die Muskulatur Schritt für Schritt aufbauen.

Je länger, je besser: die Zeitlüge
Sport nützt erst ab 30 Minuten Dauer – falsch. Bei zehn Minuten mit hoher Intensität verbrennt der Körper so viele Kalorien wie bei einer halben Stunde mit lockerem Training. Einmal pro Woche Sport bringt nichts – ebenso falsch. Besser einmal als keinmal!

Shakes, Riegel & Co. – die Ernährungslüge
Spezielle Sportlernahrung – muss nicht sein. Ernährungsexperten empfehlen, komplett auf Fitnessriegel oder Eiweißshakes zu verzichten. Jeder Sportler sollte sich gesund und ausgewogen ernähren: fettarm, ausreichend Eiweiß, Kohlenhydrate nicht vergessen. Nach oder auch während des Sports sollten Sie nicht vergessen, zu trinken und den Flüssigkeitsverlust wieder auszugleichen.

Kalt, nass, windig: die Wetterlüge
Klingt abgedroschen, ist aber so: Auch für schlechtes Wetter gibt es passende Kleidung. Zugegeben hört das niemand gerne, wenn er gemütlich zu Hause vor dem warmen Ofen sitzt. Wer seinem Immunsystem etwas Gutes tun will, sollte sich deshalb nach dem Zwiebelprinzip anziehen, also mit mehreren dünnen, am besten atmungsaktiven Schichten. Auch eine abwechslungsreiche Ernährung mit Saisongemüse wie Kürbis, Kohlrabi oder rote Beete macht fit für frostige Einheiten. Wer sich an die frische Luft wagt, sollte sich gut aufwärmen. Und auch im Winter nicht vergessen, genügend zu trinken!


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