21.10.2009 Schonende Behandlung bei vergrößerten Mandeln
Schwenninger BKK übernimmt in Bayern Kosten für Mandelverkleinerung bei Kindern
Das Entfernen vergrößerter Gaumenmandeln ist eine der häufigsten Operationen im Kindesalter. Für Kinder zieht das jedoch einen bis zu einwöchigen Krankenhausaufenthalt nach sich. Weit weniger belastend ist eine Mandelverkleinerung: Diese alternative, qualitativ hochwertige Versorgung lässt sich ambulant erledigen. Für die schonende Teilentfernung übernimmt die Schwenninger in Bayern bei Kindern von zwei bis sechs Jahren seit 1. Oktober die Kosten. Das garantiert ein Vertrag mit der Kassenärztlichen Vereinigung Bayerns (KVB).
Im Alter von zwei bis sechs Jahren sind vergrößerte Gaumenmandeln nichts Ungewöhnliches: Das Immunsystem baut sich noch auf, die Mandeln reagieren auf die Erreger und vergrößern sich. „Ab einer bestimmten Größe kann es jedoch zu unangenehmen Begleiterscheinungen kommen“, sagt Jürgen Haberzettl, Leiter Kundenservice Bayern der Schwenninger BKK. Dann reichen die Beschwerden von Schnarchen oder sogar Atemaussetzern über häufige Mittelohrinfekte bis hin zu Sprechstörungen. Nur eine Behandlung schafft dann Abhilfe. Im Gegensatz zur vollständigen Entfernung der Gaumenmandeln (Tonsillektomie) bleibt bei der alternativen Teilentfernung (Tonsillotomie) die immunologische Funktion des Mandelgewebes erhalten. Viele HNO-Ärzte bieten die schonende Mandelverkleinerung für Kinder an.
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